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Um den Einzelhandel wird weiter gerungen

Falkenseer SVV-Fraktionen wollen mit Experten an Kompromiss arbeiten Um den Einzelhandel wird weiter gerungen

Das Thema Einzelhandel und dessen weitere Entwicklung bleibt in Falkensee umstritten. Die Fraktionen der in der Stadtverordnetenversammlung (SVV) vertretenen Parteien bemühen sich jetzt aber verstärkt um einen Kompromiss.

FALKENSEE. . Sie wollen sich demnächst gemeinsam mit externen Fachleuten und Mitgliedern der Stadtverwaltung zu einem Gespräch treffen, bei dem es um noch offene grundsätzliche Fragen und die Schnittmenge gehen soll, auf die sich alle einigen können. Das wurde in dieser Woche im Hauptausschuss verabredet.

In dieser Sitzung ging es um die von den beiden SVV-Mehrheitsfraktionen SPD und CDU entworfenen „Leitlinien zur Entwicklung des Einzelhandels in der Stadt Falkensee“. Darin werden, wie berichtet, allgemeine Ziele genannt, die die Stadt als Mittelzentrum stärken sollen. In dem Papier heißt es: „Die Leitlinien definieren den Anspruch der Stadt Falkensee an die Einzelhandelsentwicklung und zeigen damit gleichzeitig Handlungsspielräume für alle Beteiligten auf.“ Es solle ein Interessenausgleich zwischen Einzelhändlern und Investoren einerseits und den Bürgern andererseits gelingen. Grundlage für die Leitlinien ist ein Gutachten zur Situation des Einzelhandels in Falkensee, das die Stadt in Auftrag gegeben hatte und das seit vergangenem Frühjahr vorliegt.

Nach wie vor offen ist zum Beispiel die Frage, ob sich das Falkenseer Zentrum überhaupt so definieren lässt, dass es aus zwei Teilen südlich und nördlich der Bahnlinie besteht. Im Leitlinien-Entwurf von SPD und CDU wird dies so beschreiben, auf Wunsch der Grünen inzwischen erweitert um den Bereich Poststraße / Hansastraße bis zum Hansaplatz mit den bestehenden und geplanten Gewerbebetrieben.

Als weiteres „hervorgehobenes Zentrum“ wird das „Stadtteilzentrum Falkenhöh“ im Bereich der Spandauer Straße vom Gewerbegebiet Spandauer Straße bis zur Einmündung Hegelallee genannt. Die Grünen wollen unter anderem geklärt haben, ob innerhalb eines Zentrums Verträglichkeitsuntersuchungen möglich sind. Andere regten an, ein einheitliches Zentrum zu beschreiben. Außerdem müsse verhindert werden, dass die Ziele, die sich aus dem offiziellen Sanierungsgebiet Zentrum in Falkensee ergeben, beschädigt oder behindert werden. „Aus unserer Sicht sind die Leitlinien zwar verbessert worden, aber immer noch nicht zustimmungspflichtig“, so Ursula Nonnemacher (Grüne). Udo Appenzeller (SPD) sagte, man wolle sich Zeit lassen und einen Kompromiss anstreben. (Von Stefan Kuschel)

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