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Umbau des Körcenters verzögert sich

Rathenow Umbau des Körcenters verzögert sich

Der Umbau des Körcenters zu einem Pflege- und Gesundheitszentrum verzögert sich. Weil die Nutzung des einstigen Einkaufs-

zentrums sich komplett ändert, gestaltet sich das Genehmigungsverfahren kompliziert. Dennoch hält der Investor an seinen Plänen fest. Ein ambulanter Pflegedienst hat sogar schon seine Arbeit aufgenommen.

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Peter zum Felde hat das Körcenter erworben und wird es zu einem Gesundheits- und Pflegezentrum umbauen lassen.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Der Umbau des Körcenters zu einem Pflege- und Gesundheitszentrum wird nicht so schnell vonstatten gehen wie ursprünglich geplant. Nach Auskunft von Investor Peter zum Felde gestaltet sich das Baugenehmigungsverfahren komplizierter als angenommen. „Wir werden die erforderlichen Dinge bis zur Baugenehmigung so schnell wie möglich abarbeiten“, sagte zum Felde am Dienstag im MAZ-Gespräch. Man habe eine Eröffnung des Zentrums für die erste Hälfte des kommenden Jahres ins Auge gefasst.

Kompliziert ist das B-Plan-Verfahren, weil für das Objekt eine komplette Nutzungsänderung beantragt werden muss. Aus einem Einkaufszentrum soll ein Wohn- und Pflegeheim werden. Da seien eine Reihe von zusätzliche Auflagen zu erfüllen, erklärt Jens Hubald, Sachgebietsleiter im Rathenower Bauamt. Nach wie vor stehe die Verwaltung zu den Plänen für das Körcenter und unterstütze diese im Rahmen des Möglichen. „Der Bedarf für ein Zentrum dieser Art ist da und wird in den kommenden Jahren sogar noch steigen“, so Hubald. Es sei erwiesen, dass der Anteil älterer Menschen in Rathenow permanent wachsen werde. Und damit werde auch die Nachfrage nach Wohn- und Betreuungsangeboten für Senioren zunehmen.

Nach Auskunft von Annette Himburg, der künftigen Betreiberin des Zentrums, werden die ehemaligen Läden im Körcenter zu Wohnungen, Gemeinschafsräumen und Praxen umgebaut. Vorgesehen sind 40 Einraum-Appartements für betreutes Wohnen, die mit Küche und eigenem Sanitärbereich ausgestattet sind und den künftigen Mietern ein selbstständiges Leben erlauben. Wird Hilfe benötigt, kann diese auf Knopfdruck binnen kürzester Zeit herbeigerufen werden.

Außerdem werden zwei so genannte Betreuungs-Wohngemeinschaften eingerichtet, in denen bis zu 20 Intensivpatienten – also Menschen mit schwerwiegenden Erkrankungen – rund um die Uhr betreut werden können. Und schließlich wird es einen Tagespflege-Bereich mit bis zu 66 Plätzen geben – für hilfsbedürftige Menschen, die vormittags gebracht und abends wieder abgeholt werden. Ergänzt wird das Betreuungsangebot durch einen Therapiebereich, der nicht nur von Bewohnern des Gesundheitszentrums, sondern von allen Rathenowern genutzt werden kann.

Auch wenn die Räumlichkeiten im Körcenter erst im kommenden Jahr bezogen werden – der ambulante Pflegedienst hat bereits die Arbeit aufgenommen. „Der Versorgungsvertrag steht, seit dem 1. Juli sind wir im Einsatz“, sagt Annette Himburg. Nun hofft sie, dass das Genehmigungsverfahren für den Umbau des Körcenters zügig über die Bühne geht. „Wir stehen alle in den Startlöchern“, sagt sie. Zwischen 80 und 100 neue Arbeitsplätze sollen in dem Pflege- und Gesundheitszentrum entstehen.

Vorhaben wird vorgestellt

Am Donnerstag, den 27. Juli, stellen die Planer und Betreiber des künftigen Gesundheitszentrums ihr Projekt erstmals der Öffentlichkeit vor.

Die frühzeitige Bürgerbeteiligung, so der Fachbegriff, findet statt in Raum 413 des Rathenower Rathauses. Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen.

Von Markus Kniebeler

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