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Umbauarbeiten haben begonnen

Familien- und Generationenzentrum wird mit Leben erfüllt Umbauarbeiten haben begonnen

Bis zum Jahresende sollen die Umbauarbeiten im Nauener Familien- und Generationenzentrum abgeschlossen sein. Derzeit kümmert sich die kommissarische Leiterin Heike Buckenauer darum, dass das Haus schrittweise mit Leben erfüllt wird. Dazu gehören auch weitere Bildungsangebote.

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Heike Buckenauer (r.) mit Kursleiterin Anne Günther in der Musikgruppe für Babys.

Quelle: Andreas Kaatz

Nauen . Heike Buckenauer ist momentan „Mädchen für alles“. „Die größte Herausforderung ist für mich derzeit, dass ich ganz alleine bin“, sagt sie schmunzelnd. Sie vergibt die Räume im neuen Familien- und Generationenzentrum (FGZ) in der Ketziner Straße 1, bereitet Zimmer für die Kurse vor, gießt die Blumen, befasst sich mit Statistik und muss sich als Sozialpädagogin auch mit der Alarmanlage auskennen. Zudem kümmert sich die kommissarische Leiterin um neue Bildungsangebote, damit das Haus schrittweise mit Leben erfüllt werden kann. Erfahrungen bringt sie dafür noch aus der Zeit mit, als sie das Mehrgenerationenhaus im gleichen Gebäude geleitet hatte, seit 2012.

„Es war schwer, eine Musiklehrerin für die Babygruppe zu finden“, sagt sie. Doch mittlerweile sind die Mütter mit ihren Kindern voll bei der Sache, treffen sich regelmäßig mit Anne Günther vom Musikstudio Klangholz. Ab August, mit Beginn des neuen Schuljahres, wird es in dem Haus Kindertanz geben, der Vertrag mit der Kreismusikschule steht. Auch die Spiel- und Krabbelgruppe ist wieder aktiv. „Ich bin jetzt noch dabei, einen Kursleiter für Seniorensport zu suchen“, sagt Heike Buckenauer. Trotzdem sei das Haus schon ganz gut ausgelastet.

Froh ist die 44-Jährige, dass die Bauarbeiten zum Umbau des Gebäudes begonnen haben. Im zweiten Obergeschoss versetzen die Handwerker derzeit Wände, legen neue Anschlüsse. Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass bald die Familienberatungsstelle einziehen kann. Bis Ende Juli soll die Etage fertig sein, auf der künftig auch der Jugendclub sein Domizil hat. Er nutzt dann den Bereich, der momentan noch der Tagesgruppe vom Arbeitersamariterbund (ASB) vorbehalten ist. Weil diese Anfang Juli – und damit früher als geplant – das Haus verlässt, kann auch der Jugendclub voraussichtlich schon im August vom ersten Obergeschoss nach oben ziehen und erhält dort einen separaten Zugang.

Den dadurch freigewordenen Platz wird eine Eltern-Kind-Gruppe des ASB mit 16 Plätzen einnehmen, wozu aber noch Umbauarbeiten nötig sind. Dabei hofft man auch auf eine Förderung. Ebenfalls künftig im ersten Obergeschoss: die Jugendsuchtberatung und die Beratungsstelle für Menschen mit Demenz. Im Erdgeschoss soll der Bibliotheksbereich umgebaut werden, dabei auch ein Lesecafé mit Terrasse entstehen. Zudem sind Beratungsräume etwa für den Seniorenrat und das Netzwerk gesunde Kinder geplant.

Angebote im FGZ

Das Familien- und Generationenzentrum besteht seit Januar dieses Jahres. Für die baulichen Maßnahmen gibt die Stadt rund 275 000 Euro aus. Hinzu kommt das Geld für die Ausstattung.

Zu den Angeboten, die geplant sind, gehört unter anderem ab 2. Halbjahr ein Englisch-Stammtisch. Zudem wird es eine Elternberatung geben. Für die Spiel- und Krabbelgruppe sind monatlich spezielle Vorträge geplant wie etwa zum Impfen oder zu Kinderkrankheiten.

„Ende des Jahres werden alle Bauabschnitte beendet sein“, sagt Nora Schiller, Leiterin des Fachbereiches Bildung und Soziales in der Stadtverwaltung. Bis dahin soll auch der Fahrstuhl am Westgiebel des Hauses angebracht sein, eine Erleichterung gerade für ältere Leute. Zudem wird in eine neue Telefonanlage investiert. Dafür sollen die 20 000 Euro mit verwendet werden, die dem Humanistischen Freidenkerbund zugesagt wurden und die dieser nun doch nicht für seine Arbeit benötigt. Angesichts der Entwicklung, die das Familien- und Generationenzentrum nimmt, steht für Nora Schiller jedenfalls fest: „Die Befürchtungen, die damals bestanden, haben sich bisher nicht bewahrheitet.“ Gemeint sind auch die Demonstrationen, nachdem der Verein Mikado im Herbst 2014 die Kündigung des Mietvertrages für das damalige Haus der Begegnung von der Stadt erhielt und einen Kahlschlag insbesondere der Kinder- und Jugendarbeit befürchtete.

Heike Buckenauer führt das FGZ auf jeden Fall bis zum Jahresende kommissarisch. Zuvor wird die Stadt die Stelle ausschreiben.

Von Andreas Kaatz

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