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Havelland Bücher und Gutscheine gehen immer
Lokales Havelland Bücher und Gutscheine gehen immer
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02:16 23.12.2015
Danielle Achilles vom „Café Möhring“ mit einer weihnachtlich dekorierten Kirsch-Marzipan-Torte Quelle: Uwe Hoffmann
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Rathenow

Noch drei Tage sind es bis zum Weihnachtsfest. In den letzten Tagen waren die Westhavelländer in den Geschäften unterwegs, um die letzten Geschenke zu kaufen. Was immer geht ist ein Buch. „Ich verschenke jedes Jahr Bücher“, erzählt Gisela Miehlke aus der Buchhandlung „Tieke“, seit 30 Jahren Buchhändlerin. Frau Friedrich aus Rathenow kaufte „Der Mann und das Holz“. Ein Geschenk für ihren Mann: der ist Tischler. Für die dreijährige Enkelin gibt es das Buch „Wo der Weihnachtsmann wohnt“. „Das hatte ich schon meinen Kindern geschenkt“, sagt Frau Friedrich. „Die Leute verschenken dieses Jahr gerne (Auto-)Biografien, wie die letzte von Altbundeskanzler Helmut Schmidt oder die über Astrid Lindgren“, weiß Susan Schwarzlose, Inhaberin der Buchhandlung „Tieke“. Spielzeug findet man bei „Sandbrink“ im City Center. „Für zirka Sechs- bis Neunjährige werden gern Schleich-Tierfiguren verschenkt“, sagt Verkäuferin Beate Goy. „Spiele, auch die ‚alten’ Brettspiele und Puzzle gehen nach wie vor. Einen besonderen Trend gibt es da nicht.“ Ein Rathenower erfüllte gerade den Wunsch seiner sechsjährigen Tochter: ein Skateboard.

Goldschmiedin Veronika Pittasch mit einem individuell gestaltetem Anhänger. Quelle: Uwe Hoffmann

Viel wird auch im Internet bestellt. „Früher hatten wir die Kataloge und es wurde viel bei Versandhäusern bestellt“, sieht Petra Sandbrink die Internetkonkurrenz relativ entspannt. „Für eine breite Kundengruppe kommt Internetkauf nicht in Frage, nicht nur für ältere Kunden. Sie wollen Beratung. Und bei einer Tasse Kaffee kann der Kunde hier in Ruhe mehrere Sachen anprobieren, ohne bei einer Internetbestellung nachher den ganzen Verpackungsmüll entsorgen zu müssen. Und den möglichen Umtausch von Geschenken regeln wir auch kulant.“ In ihrer Modeboutique kaufen die Kunden neben Geschenken auch für die Feier die festliche Kleidung für sich selbst. Dies kann auch Steffi Kräuter bestätigen. „Wir haben hier nur Damenmode. Zu Weihnachten gönnen sich die Kunden auch einmal etwas schönes für sich selbst. Und Männer kaufen ein Kleid, weil sie ihre Frau auch mal nicht nur in Hose sehen wollen“, sagt die Verkäuferin bei „Mode Trend“ in der Berliner Straße. „Den Umsatz in der Weihnachtszeit merkt man. Accessoires wie Mützen, Schals und Taschen gehen gut.“ Ein besonderes individuelles Geschenk kann man sich selbst bei Goldschmiedin Veronika Pittasch fertigen. Nach Fertigstellung des Umbaus der des KWR-Wohnblocks zog sie im September letzten Jahres mit ihrer Werkstatt und dem Laden in die Goethestraße. „Viele Paare fertigen sich hier ihre eigenen Hochzeitsringe“, erzählt die Goldschmiedin. „Zu Weihnachten kommen die Kunden, um beispielsweise einen individuellen Anhänger für eine Kette als Geschenk zu fertigen.“

Gutscheine werden wieder mehr verschenkt, wissen die Einzelhändler zu berichten. „Weihnachten ist für mich für den Jahresumsatz die wichtigste Zeit“, sagt Petra Schulz. Sie führt ihren Teeladen „Tea-Time“ schon 21 Jahre, seit 2002 in der Fehrbelliner Straße. Sie verkauft nicht nur rund 90 Sorten losen Tee, sondern neben dem passenden Geschirr dazu auch Süßes zum Naschen und Dekoartikel. „Zu Weihnachten kaufen die Kunden nett verpackte Geschenkzusammenstellungen von Tee mit einer hübschen Tasse und etwas Süßem zum Genießen dazu“, so Petra Schulz. Etwas Süßes zum

Verkäuferin Steffi Kräuter (“Mode Trend“) mit einem Abendkleid. Quelle: Uwe Hoffmann

Fest gibt es auch bei Konditor Möhring. Ingo Möhring hat in diesem Jahr zwei neuen Stollensorten entwickelt: Schoko-Ingwer und Aprikosen-Stollen mit Cashew-Nüssen. „Zu Weihnachten bestellen die Kunden auch festlich dekorierte Torten“, erzählt Verkäuferin Danielle Achilles. Selbst die Friseure haben vor den Weihnachten alle Hände voll zu tun. Mit ihren vier Angestellten schneidet Nicole Zirk von „Haar2O“ in der Bahnhofstraße ihren Stammkunden die passende Frisur für die Weihnachtsfeier. Manche verreisen gern über die Feiertage. „Sehr gern auf die Kanarischen Inseln oder ganz weit weg, wie nach Thailand“, sagt Rosemarie Stoyke-Müller vom Reisebüro „Travel Office Rathenow“ im CityCenter.

Und die Rathenower Kinder wissen genau, was sie sich wünschen. So wie die vier Scholl-Schüler. Die siebenjährige Johanna wünscht sich eine Barbie-Puppe. Daniel (6) möchte ein Nintendo-Spiel. Auch die zehnjährige Angelina aus Ferchesar möchte Technik: ein Tablet-PC. „Mein altes Handy ging kürzlich kaputt“, sagt der neunjährige Jari. „Jetzt wünsche ich mir ein neues Smartphone.“

Von Uwe Hoffmann

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