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Havelland Umweltfreundlich durchs Havelland
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02:16 18.07.2015
Christine Fliegner (r.), Leiterin des Umweltamtes, wird von Thomas Kaffke, Autohaus Wegener, in die Bedienung eingewiesen. Auch Joachim Rolf (l.) und Anna Trinogga werden mit dem Auto fahren. Quelle: Foto: Andreas Kaatz
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Nauen

Nahezu lautlos fährt der Nissan Leaf auf seinen Parkplatz an der Kreisverwaltung in Nauen, angetrieben von einem Elektromotor. Am Steuer: Anke Hofmann, die gerade von einer Probefahrt zurückkehrt. „Das Auto fährt sich prima. Aber es ist schon ein anderes Gefühl, weil die Motorgeräusche fehlen und auch wegen der Automatik“, meint sie.

Der Leaf ist das zweite Elektroauto, das der Landkreis jetzt in seinem Fuhrpark hat. Am Mittwoch wurde es in Dienst gestellt. Mit ihm sind künftig die Mitarbeiter des Sachgebietes Lebensmittelüberwachung unterwegs – so wie Anke Hofmann. Für sie ist die eingeschränkte Reichweite, die vielen Elektroautos noch eigen ist, kein Problem. „Ich habe nur in Falkensee zu tun“, meinte sie. Etwa 145 bis 150 Kilometer – mit eingeschalteter Klimaanlage – soll das Auto im Sommer mit einer Ladung schaffen, hieß es. Auch für ihren Kollegen Hendrik Oswald, der sich um Ketzin/Havel, Wustermark und Schönwalde kümmert, ist dies kein Problem. „Wenn wir viel unterwegs sind, dann sind es etwa 100 Kilometer“, meinte er.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Autos setzt die Kreisverwaltung die Klimaschutzmaßnahme „Modellprojekt Elektromobilität“ aus dem Klimaschutzkonzept des Landkreises weiter um. „Bezogen auf die Landkreisverwaltungen sind wir gemeinsam mit dem Kreis Barnim Vorreiter“, sagte gestern Johanna Hornig, Klimaschutzmanagerin beim Landkreis. Denn seit November 2013 ist ein Renault Zoe in Diensten der Verwaltung am Standort Nauen unterwegs, bisher rund 13 000 Kilometer. Im Vergleich zu einem Citroen mit Benzinmotor ist dieses Auto zwar im Unterhalt deutlich teurer, aber dies würde sich mit der Zeit ändern, wie sie sagt. So hat sich bei der jetzigen Neuanschaffung die Leasingrate von 6400 Euro (beim Zoe) nun halbiert. Und Johanna Hornig ist sich sicher, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird, Elektroautos immer wirtschaftlicher werden. Damit verbessert sich letztlich auch die Umweltbilanz der Kreisverwaltung. Denn die Autos werden mit Strom aus erneuerbaren Energien „betankt“, so dass sie deutlich weniger Kohlendioxid produzieren als herkömmliche Autos, auch die Energiekosten sind geringer.

Ein zweiter Leaf wird im November den Zoe ersetzen, wenn der Vertrag ausläuft. Genutzt werden soll er dann – ebenso wie derzeit der Zoe – von den Mitarbeitern des Umweltamtes, so wie von Leiterin Christine Fliegner, die gern damit fährt. „Liegengeblieben ist mit dem Auto noch keiner“, meinte sie. Ihre weiteste Tour ging bis nach Parey. Da seien am Ende noch zehn Prozent Reststrom angezeigt worden. Aber im Notfall gäbe es auch noch eine Ladestation in der Kreisverwaltung Rathenow. Netter Nebeneffekt des Autos: „Es hat eine richtig gute Beschleunigung. Da hat schon manch BMW-Fahrer verdutzt geschaut, wenn ich ihm an der Ampel davongefahren bin“, meinte sie schmunzelnd.

Von Andreas Kaatz

Doppelte Freude über gute Noten am Zeugnistag: Bei City-Pizza in Rathenow gibt es für Einsen und Zweien jeweils einen Euro bzw. 50 Cent Rabatt. Kinder mit vielen guten Zensuren hört man häufiger sagen: „Doppelt Käse bitte.“ Vor zwei Jahren sind viermal so viele Gerichte wie an normalen Tagen über den Tisch des Hauses gegangen.

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