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Havelland Minister Vogelsänger auf Safari in der Heide
Lokales Havelland Minister Vogelsänger auf Safari in der Heide
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17:46 13.07.2018
Matthias Wichmann, Jörg Vogelsänger und Peter Nitschke (v.l.) haben in der Heide einen Warzenbeißer entdeckt.
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 Es wurde viel gebaggert, gesägt und mehrere Tonnen alter Munition entsorgt. Seit Dezember 2017 laufen in der Döberitzer Heide umfangreiche Naturschutzmaßnahmen zur Erhaltung der Heidelandschaft und der damit verbundenen Artenvielfalt.

Maßnahmen wurden mit 2,7 Millionen Euro gefördert

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) überzeugte sich bei einem Besuch am Freitag persönlich von der Umsetzung, der gemeinsam vom Land Brandenburg und dem Bund geförderten Maßnahmen. Erst im November hatte Vogelsänger der Heinz-Sielmann-Stiftung, der die Heide gehört, einen Fördermittelbescheid über rund 2,7 Millionen Euro überreicht.

Seither wurden in den vergangenen Monaten Schneisen, Kuppen und Hänge frei gestellt, zugewachsene kleine Gewässer wieder freigeschnitten und ausgebaggert sowie Weidenbüsche entfernt und gemäht.

„Die Umsetzung der Maßnahmen war für uns ein riesen Kraftakt“, sagte Michael Beier, Vorstand der Sielmann-Stiftung. Hauptproblem war neben der schlechten Witterung, in den Wintermonaten, vor allem die Munitionsbelastung des ehemaligen Truppenübungsplatzes.

Zuerst musste alte Munition geborgen werden

Das Entfernen von alter Munition und sonstigen Altlasten war daher eine der Hauptaufgaben, bevor es mit den eigentlichen Naturschutzmaßnahmen losgehen konnte. „Einige Flächen konnten nur mit gepanzerten Spezialfahrzeugen befahren werden“, sagte Projektleiter Peter Nitschke. Mehrere Tonnen alter Munition hat das beauftragte Unternehmen aus dem Heideboden geholt. „Es war so viel, dass vor Ort ein Zwischenlager eingerichtet werden musste, da die Firma mit dem Abtransport nicht hinterherkam“, so Nitschke

Erst nach der Munitionsberäumung konnten die eigentlichen Pflegemaßnahmen vorgenommen werden. Ein Fokus lag dabei vor allem auf dem Ferbitzer Bruch und den dortigen Pfeiffengraswiesen. Von den Pflegemaßnahmen profitieren im Offenland typische und seltene Vogelarten, wie der Steinschmätzer, aber auch Insekten und Pflanzenarten, die auf landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen verdrängt wurden.

Neue Schneisen verbinden die Lebensräume

Neu geschaffene Schneisen verbinden die einzelnen Lebensräume der Heide miteinander. Damit diese auch weiterhin offen bleiben und nicht wieder zuwachsen, werden die Flächen von regionalen Landwirten bewirtschaftet. Als Pächter lassen sie Pferde, Rinder, Schafe und Ziegen weiden.

Jörg Vogelsänger zeigte sich von der Umsetzung der Maßnahmen begeistert. „Was die Silemann-Stiftung in der Döberitzer Heide aufgebaut hat, ist beeindruckend. Zudem sieht man an den Maßnahmen, die sofortige und gute Wirkung der Förderung“, so Vögelsänger.

Stiftung will weitere Fördermittel beantragen

Daher ist er optimistisch, dass auch im kommenden Jahr wieder Fördermittel für die Heide bereit gestellt werden können. Die Maßnahmen haben aus Sicht der Stiftung zudem innerhalb von nur wenigen Monaten enorm positive Effekte auf ihre Naturschutzziele gezeigt. „Das motiviert uns, auf diesem Weg weiterzugehen und neue Fördermittel für 2018 und 2019 zu beantragen“, so Beier.

Das rund 3 600 Hektar umfassende Areal der Sielmann Naturlandschaft Döberitzer Heide wird im Wesentlichen durch die 1860 Hektar große „Wildniskernzone“ und die rund 1800 Hektar umliegende Naturerlebnis-Ringzone unterteilt. Während in der Kernzone Wisente und Przewalski-Pferde wild und durch Menschen nahezu ungestört leben, werden die offenen und halboffenen Bereiche in der Erlebniszone extensiv mit Rindern, Schafen und Ziegen beweidet.

Von Danilo Hafer

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