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Umwelttag wandelt sich zum Fest der Sinne

Falkensee Umwelttag wandelt sich zum Fest der Sinne

Der Weltumwelttag soll in diesem Jahr in Falkensee (Havelland) ein großes Fest werden. Die Organisatoren von der Lokalen Agenda haben dafür viele Partner gewonnen, um den Tag mit ernsten Inhalten, aber auch mit viel Unterhaltung zu füllen. Am Falkenhagener Anger wird gefeiert und diskutiert.

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Der Falkenhagener Anger ist Ort für den großen Falkenseer Umwelttag am Sonnabend.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. Sie wollen nicht belehren, nicht die Untergangskeule schwingen, sie wollen ein Fest für die Umwelt feiern. Für den Weltumwelttag haben sich die Falkenseer Organisatoren der Lokalen Agenda viel vorgenommen, erstmals soll am Falkenhager Anger ein ganzer Tag mit vielen Angeboten möglich sein: „Umwelt findet Stadt“ heißt das Motto des Tages. Die Fäden der Organisation laufen bei Erika Knöppler und Yvonne Scherzer zusammen

Erika Knöppler und Yvonne Scherzer (l) von der Lokalen Agenda

Erika Knöppler und Yvonne Scherzer (l.) von der Lokalen Agenda.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Kleinere Aktionen hatte es auch in den vergangenen Jahren schon gegeben, aber in dieser Dimension wurde der Weltumwelttag noch nie angegangen. „Falkensee ist ganz lebendig, das soll gezeigt werden“, sagt Yvonne Scherzer, die selbst einst durch das Reaktorunglück von Tschernobyl zum Nachdenken in Sachen Umwelt gekommen war. Die Webdesignerin bringt sich wie viele andere Mitglieder der Lokalen Agenda ehrenamtlich ein.

„Der Sonnabend soll zeigen, dass in Falkensee viel los ist, wenn es um Umwelt geht“, sagt Erika Knöppler, die die AG Umwelt bei der Lokalen Agenda leitet, „wir wollen bewusst machen, was es gibt, wollen Kontakte knüpfen, an Netzwerken arbeiten.“ 17 Stände und 20 Tischanbieter sind vorbereitet. Als Basislager und guter Partner des Tages erweist sich wieder das Haus am Anger. Im dortigen Saal werden am Nachmittag viele zehnminütige Kurzvorträge gehalten.

Das reicht vom Energiesparen über „Energie in Bürgerhand“, Gebäudesanierung, Mikroorganismen im Garten, Gewässerschutz, Radwege bis zu alternativen Mobilitätsmöglichkeiten. Da werden Anregungen gegeben, sollen Probleme benannt und Chancen aufgezeigt werden.

Draußen wird es bunt. An den Ständen stellen sich Partner vor. Das reicht vom Verein zur Erhaltung der Nutztierrassen und der Eichhörnchenhilfe über das Repaircafé des ASB und das Tierheim bis zum Imkerverein, Naturseifenhersteller, Greenpeace und Gartenberatung, Jugendforum und Willkommensinitiative aus der B80.

Umwelttag mit Führung und Filmen

Am 5. Juni 1972, dem Eröffnungstag der ersten Weltumweltkonferenz in Stockholm, wurde der Weltumwelttag offiziell ausgerufen. Der Falkenseer Weltumwelttag am 10. Juni wird von 12 bis 18.30 Uhr begangen.

Drei Begleitveranstaltungen sind vorbereitet: Heute um 17 Uhr beginnt eine Führung durch das Klärwerk Wansdorf (Anmeldung unter 03322/ 3735), zu Kinoabenden wird am 8. und 9. Juni jeweils 18 Uhr in die Bahnhofstraße 80 eingeladen. Gezeigt werden „Die 4. Revolution“ und „Deep Blue“.

Dennis Schulz stellt sich mit seinen Naturfotografien vor. „Wir wollen, Falkensee umweltfreundlicher und attraktiver gestalten“, sagt Erika Knöppler. „In Falkensee fehlen Visionen“, fügt Yvonne Scherzer an, „das Thema Umwelt gehört in das Leitbild, um nicht immer mehr Verkehr in die Stadt zu holen.“ Das Prädikat der Gartenstadt muss mit Leben erfüllt werden, nach wie vor werden zu wenig Bäume nachgepflanzt, kritisieren die Organisatorinnen des Umwelttages.

Die Klimafolgen erreichen Falkensee wie Paris oder Pittsburgh. Die Debatte über den amerikanischen Präsidenten Trump, der meint, das Klimaschutzabkommen an den Nagel hängen zu können, hat auch in Falkensee Impulse für die Umweltarbeit gegeben. „Klimawandel betrifft uns alle“, sagt Erika Knöppler, „und da können auch alle etwas tun.“ Der Falkenseer Weltumwelttag will dafür Anregungen geben.

Der Tag hat aber auch seine kulturelle und kulinarische Seite. Zum Auftakt des Tages um 12 Uhr agiert ein Puppentheater. Schmetterlinge basteln, Holzwerkstatt, Seidenmalerei, Papiercollagen, Jugend-forscht-Arbeiten, Fotoausstellung über Störche, Malwettbewerb, Arbeiten mit Ton – Anregungen für Groß und Klein werden gegeben.

Am Nachmittag liest die Falkenseer Kinderbuchautorin Dorothea Flechsig aus ihren Naturforschergeschichten von „Petronella Glückschuh“, es spielt die Berliner Band Zargenbruch. Ab 18 Uhr geben die Akteure vom Haus am Anger in der nahen Kirche unter Leitung von Elke Schiefelbein ein Konzert mit Opernliedern.

Von Marlies Schnaibel

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