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Umzug mit Tradition

Falkensee Umzug mit Tradition

Die Falkenseer Schlosserei Ziesecke besteht seit 115 Jahren und startet jetzt im Gewerbegebiet neu durch. Michael Ziesecke führt die Firma in vierter Generation.

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Vor der neuen Halle: MZ – am Logo wurde lange gefeilt, bis Firmenchef Michael Ziesecke zufrieden war.

Quelle: Marlies Schnaibel

Falkensee. Nichts gegen Gitter- oder Flechtzäune, aber Michael Ziesecke wollte für den neuen Firmensitz etwas Besonderes. So entstand ein Zaun, der absolut einmalig auf der Welt ist: Die Mitarbeiter gestalteten ihn selbst, je ein Buchstabe des Firmennamen Metallbau ist so zu lesen, eingebunden in die Bandbreite dessen, was die Firma leisten kann. Verschiedene Muster, Formen, Baustoffe bis hin zur Spinne, die der Lehrling schuf.

Am Sonnabend hat Michael Ziesecke den neuen Firmensitz im Gewerbegebiet Süd von Falkensee offiziell eingeweiht. Seit 1902 hatte die einstige Schlosserei ihren Sitz am Bahnhof gehabt. „Die Firma hat zwei Weltkriege und einige Systemwechsel überlebt“, sagt Michael Ziesecke. Stück für Stück war der Handwerksbetrieb gewachsen – und das sah man dem alten Werksgelände auf dem Hinterhof auch an: hier mal ein Anbau, da eine Erweiterung. Es war alles viel zu eng und zu unübersichtlich geworden. Und so war eigentlich schon vor zehn Jahren die Idee gereift: „Wir ziehen um.“ Das mit dem Umzug dauerte dann doch eine Weile, die Idee reifte und reifte. Aber als dann die Stadt eine Leitplanung für das Sanierungsgebiet vorlegte, war als Vision für den Schlossereistandort ein Wohn- und Geschäftshaus eingetragen. Das gab noch einmal einen Schub. Ein passendes Grundstück für den Neubau war im Gewerbegebiet gefunden, zwischen Deutscher Post und dem Hochbunker, in dem die Lichtdesingfirma von Jörg Puttnins sitzt, hat der Metallbau Ziesecke seinen Platz gefunden.

Die Halle bietet für die zehn Beschäftigten nicht nur bessere Arbeitsbedingungen, sondern auch Platz für die meist schwergewichtigen Maschinen: Rollenbiegemaschine, Schlagschere „Knacke“, Blechschlagscheren, Abkantbank, Schweiß- und Bohrmaschinen haben hier Platz. Und „Maus“, so haben die Mitarbeiter die meist gebrauchte Maschine genannt, den Gabelstapler. Eisen, Stahl, Aluminium wird hier verarbeitet – das reicht vom Treppengeländer für das Eigenheim bis zum Vordach für große Schulen.

Am Sonnabend blieben die Maschinen ruhig, da war Zeit zum Feiern – mit Familie, Beschäftigten, Nachbarn, Zulieferern, mit den Leuten, die den Umzug gestemmt hatten, und mit jeder Menge lokaler Prominenz: Staatssekretärin, Landtagsabgeordnete, Bürgermeister, Handwerkskammer, Stadtverordnete. Die Falkenseer Geschäftsfreunde Gädecke und Giede sorgten für die kulinarische Versorgung.

Von Marlies Schnaibel

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