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Unehrliche Politik ärgert die Rathenower

Nachfragen beim Volk Unehrliche Politik ärgert die Rathenower

Das Aktionsbündnis für ein buntes Rathenow hat sich jüngst mit diversen Fragen an die Bürger der Stadt gewandt. Ziel der Befragung ist herauszufinden, was die Menschen an den Zuständen in der Politik stört – und was die handelnden Personen tun müssen, damit wieder mehr Vertrauen in der Bevölkerung entstehen kann.

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Sandra Bresigke kam mit verschiedensten Rathenowern ins Gespräch.

Quelle: Privat

Rathenow. „Gerade scheiterte die Stichwahl des Landrats an mangelnder Beteiligung des Volkes. Was muss passieren, damit Sie bzw. mehr Menschen wählen gehen?“ Mit dieser Frage wandten sich Tilo Windt und Sandra Bresigke vergangene Woche an Rathenower Bürger. Auf dem Märkischen Platz sprachen sie Passanten an, versuchten mit unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch zu kommen und sammelten sämtliche Antworten.

Tilo Windt und Sandra Bresigke engagieren sich im Aktionsbündnis „Unser Rathenow. Miteinander. Füreinander“, aus dessen Mitte die Idee zur Aktion stammt. Was dabei herauskam, ist nun unter anderem auf der Facebookseite des Aktionsbündnisses nachzulesen. Mehr als 50 verschiedene Antworten auf die Ausgangsfrage wurden dort aufgelistet. Darunter Forderungen wie „mehr Ehrlichkeit und Klarheit in der Politik“, „mehr Aufklärung“, „weniger Wahlen“, „nicht mehr bescheißen“, „Nichtwähler direkt ansprechen“ oder „den Leuten das Wahlrecht klar machen“. Der wohl konkreteste Vorschlag lautete: „Wahlpflicht einführen.“

Ehrlichkeit der Politik ist ein großes Problem

Zentral war das Thema Ehrlichkeit der Politiker, dass in verschiedenen Statements zur Sprache kam: „Aussagen von gestern müssen auch heute und morgen noch gelten“, „keine falschen Versprechen der Politiker“, „Politiker müssen glaubhafter werden“, „Politiker sollten weniger reden und mehr handeln“, „politische Versprechen müssen gehalten werden.“

Andere sehen die Lösung darin, den Akt des Wählens zu erleichtern, in dem man auf kranke Menschen zu geht, die nicht selbstständig wählen können oder das Wählen von zu Hause ermöglicht. Eine Frau warf statt einer Antwort eine Frage in den Raum: „Was soll man denn mehr machen, als ihnen das Recht zum Wählen zu geben?“ „Das Volk ist selbst verantwortlich“, formulierte es ein anderer Passant.

Menschen am Diskurs interessiert

Eines wurde laut Tilo Windt im Rahmen der Befragung deutlich: „Die Bürger sind durchaus an einem politischen Diskurs interessiert.“ Wenngleich sich viele ungern zu Umfragen äußern, die, die sich auf ein Gespräch eingelassen haben, waren durchaus offen, so Windt. Dabei ging es nicht darum geäußerte Meinungen zu kommentieren. Es sollte auch niemand sich dazu erklären, ob er selbst gewählt hat. „Die Aktion sollte in erster Linie dazu dienen, mit verschiedensten Menschen ins Gespräch zu kommen und ihre Meinung zu hören. Einige waren sogar froh, dass ihnen mal jemand zuhörte.“

Für einen Dialog sei die Stimmung im Augenblick ohnehin zu geladen. Deshalb hat sich das Aktionsbündnis dazu entschieden, in loser Folge Menschen an öffentlichen Plätzen zu aktuellen Themen zu befragen und die Meinungen zu dokumentieren und zu veröffentlichen. „Zuhören ist ja schließlich der erste Schritt zum Dialog“, macht Tilo Windt deutlich. Das mittelfristige Ziel soll dann eine Diskussionsveranstaltung sein. „Wir wollen wieder eine Dialog- und Diskussionskultur in der Stadt etablieren.“

Von Christin Schmidt

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