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Havelland Uneinigkeit beim Ernst-Thälmann-Platz
Lokales Havelland Uneinigkeit beim Ernst-Thälmann-Platz
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18:10 09.08.2017
Im Modell sind die fünf neuen Häuser (grau) bereits in das bestehende Ensemble integriert. Quelle: privat
Elstal

Ob überhaupt und wenn ja, in welchem Ausmaß die Wohnanlage am Ernst-Thälmann-Platz in Elstal erweitert wird, darüber herrscht Unklarheit. Der Eigentümer plant eine Verdichtung mit fünf Mehrfamilienhäusern, der Elstaler Ortsbeirat sprach sich dagegen aus. Auch im Wustermarker Bauausschuss am Dienstagabend gab es mehr ablehnende Meinungen als Zustimmung. Nun sollen die Gemeindevertreter am 22. August über den Antrag des Eigentümers befinden.

Selbst unter den jetzigen Bewohnern, die sich Dienstagabend äußerten, gibt es zu dem Vorhaben verschiedene Meinungen. Einigen ist die Verdichtung zu viel, unter anderem, weil „schon jetzt zu wenig Parkplätze vorhanden sind und jeder kreuz und quer steht“, wie jemand sagte. Anderen ist die weitere Bebauung „relativ egal“. Jedoch eint alle die große Angst vor steigenden Mieten in den Bestandsgebäuden. Die sollen im Zuge des Neubauvorhabens saniert werden. „Vom Dach angefangen bis nach unten“, erklärte der zuständige Architekt Wolfgang Keilholz. Man müsse die Ursachen des Schimmelbefalls in einigen Wohnungen finden und diese Schäden reparieren. Auf Anfrage der Bürger sagte Keilholz zu den Mieten: „Die liegen bei 6 bis 8 Euro pro Quadratmeter im Bestand, bei den neuen Gebäuden werden 8 bis 11 Euro aufgerufen.“ Konkrete Aussagen dazu, um wie viel die Mieten nach der Sanierung steigen werden, gab es nicht.

Für Gemeindevertreter Oliver Kreuels (CDU) steht fest: „Aus wirtschaftlicher Sicht des Eigentümers betrachtet, sind fünf Häuser besser als drei. Aber klar ist auch: Wenn es luftiger wird, also nur drei neue Gebäude kommen, wird es teurer.“

Auf den Vorschlag und die Frage von Gemeindevertreter Tobias Bank (Linke), ob der Eigentümer damit leben könnte, zunächst nur drei neue Gebäude zu errichten, parallel die Bestandswohnungen zu sanieren und die Wustermarker Gemeindevertretung erst dann darüber entscheidet, ob weitere zwei Wohnhäuser gebaut werden, reagierte der Architekt wie folgt: „Ich denke, das wird der Eigentümer nicht machen, weil ihm die Planungssicherheit fehlen würde.“ Wolfgang Keilholz soll diese Frage bis zur Gemeindevertretersitzung am 22. August mit dem Eigentümer besprechen.

Sollten die Gemeindevertreter ihr Okay für die Erweiterung der Wohnanlage geben, könnte im Frühjahr/Sommer 2018 Baubeginn sein. Die Planer rechnen mit einer Bauzeit von etwa neun Monaten.

Sicher ist, dass etwa 180 Stellplätze geschaffen werden müssen. Das soll mit zwei großen Garagen gelingen. Die angrenzende Kleingartenanlage werde in jedem Fall erhalten und nicht berührt von Baumaßnahmen, so der Architekt.

Von Jens Wegener

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