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Havelland Unklarheit über Maishäcksler-Unfall
Lokales Havelland Unklarheit über Maishäcksler-Unfall
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13:39 06.10.2015
Schwerer Unfall im Maisfeld bei Paulinenaue. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam/ Paulinenaue

Am späten Montagnachmittag kam es bei Erntearbeiten auf einem Maisfeld im Havelland zu einem tragischen Unfall. Ein 81-jähriger Mann wurde dabei schwer verletzt.

Der Polizei zufolge hatten sich in der Nähe von Paulinenaue mehrere Jäger rund um das Feld postiert, um auf das flüchtende Wild zu warten, das die Erntehelfer mit ihren Maschinen vertreiben würden.

Ein Jäger wurde am Montagnachmittag durch eine Erntemaschine schwer verletzt. Quelle: Julian Stähle

Wie die Polizei am Dienstag sagte, kam ein 62-jähriger Erntehelfer mit seinem Gerät zu nahe an den wartenden 81-Jährigen heran. Der Jäger wurde anschließend in die Häckselmaschine gezogen. Er soll auf einem Klappstuhl etwa 30 Meter vom Rand entfernt im Maisfeld gesessen haben. Der nächste Jäger hatte seinen Standort etwa 150 Meter weiter.

Die alarmierten Rettungskräfte konnten den 81-Jährigen zwar lebend aus der Maschine befreien, doch wurde der Jäger an beiden Beinen so schwer verletzt, dass er mit einem Rettungshubschrauber in ein Unfallkrankenhaus gebracht werden musste. Der Mann hatte offenbar noch Glück im Unglück, dass die Erntemaschine über einen automatischen Abschaltmechanismus verfügt. Dieser wird ausgelöst, sobald die Maschine auf ein Hindernis trifft. Zur Unglücksursache kann die Polizei noch nicht allzu viel sagen. Offen ist noch warum der Jäger den Häcksler nicht gehört hat. Laut Polizei besitzt der Berliner einen Jagdschein. Und nach MAZ-Informationen soll er auch nicht das erste Mal in dem Bereich gejagt haben.

Die Polizei hatte noch am Unglücksabend den Zündschlüssel des Häckslers eingezogen. Jetzt muss geprüft werden, ob die Erntemaschine technisch einwandfrei ist. Der 62-jährige Fahrer erlitt einen Schock und musste seelsorgerisch betreut werden. Die Polizei ermittelt jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Der Einsatz war auch eine Herausforderung für die Feuerwehr. Im Verlauf des Einsatzes musste noch schwere Technik aus Friesack nachbeordert werden, um das Schneidwerk so verformen zu können, dass der eingeklemmte Jäger befreit werden konnte. Denn das Schneidwerk besteht aus gehärtetem Stahl. Einsatzleiter Stefan Scharschmidt lobte die Einsatzkräfte aus Selbelang, Paulinenaue und Friesack: „Die Feuerwehrleute haben einen sehr guten Job gemacht, Hut ab.“

Der 81-jährige Mann konnte von den Rettungskräften lebend aus dem Häckselwerk des Mähdreschers befreit werden. Quelle: Julian Stähle

Nicht der erste Unfall mit einer Erntemaschine in Brandenburg

Förderwalze zieht das Opfer in die Ballenpresse

Ein 42 Jahre alter Mann wurde Anfang September 2014 beim Strohballenpressen tödlich verletzt. Wie schon in der Vergangenheit hatte er einer Bewohnerin der Bochower Straße am Unglückstag geholfen, das große Wiesengrundstück zu mähen und anschließend das Gras mit der Erntemaschine zu pressen. Offenbar trat bei der Arbeit ein Fehler in der Maschine auf, den der Erntehelfer beheben wollte. Die Polizei ging davon aus, dass er bei laufendem Betrieb in die Förderwalze griff, erfasst und mit Oberkörper und einem Arm in die Presse gezogen wurde.

Als die Notärztin um eintraf, konnte sie nur noch den Tod des Mannes feststellten. „Ein gruseliger Anblick“, sagt Gemeindewehrführer Kristian Tritsch, der mit zwanzig Feuerwehrleuten aus Groß Kreutz und Götz schnell am Unglücksort war, dem aus Krielow stammenden Mann aber leider nicht mehr helfen konnte.

Hand bei Kartoffelernte eingequetscht

Glimpflicher ging dagegen der Unfall eines 13-Jährigen bei der in Karstädt (Prignitz)nahe der Löwenkopfbrücke aus. Der Junge fasste bei eingeschalteter Technik in die fahrende Erntemaschine. Dabei erlitt er Quetschungen und Brüche am Arm. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Schwerin geflogen.

Erntemaschine stürzt Böschung hinab

Bei Erntearbeiten auf einem Feld bei Neulögow ist Mitte August 2009 ein Mähdrescher umgekippt und rücklings in einem Graben liegen geblieben. Der Fahrer musste aus dem Fahrzeug befreit werden, war nach Angaben von Zeugen aber ansprechbar. Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus. Nach Polizeiangaben war der Mähdrescher zu dicht an einem wasserführenden Nebenarm des sogenannten Knopsgrabens vorbeigefahren, als plötzlich die Böschung nachgab und das tonnenschwere Gerät hinabgezogen wurde.

Weitere Informationen zu dem tragischen Unfall am Montagnachmittag in Paulinenaue folgen

Von MAZonline

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