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Untere Havel ist wegen Eis gesperrt

Kein Schiff kann fahren Untere Havel ist wegen Eis gesperrt

Seit dem 7. Januar schon ist die untere Havel für die Schifffahrt gesperrt. Eis an der Oberfläche ist der Grund dafür. Zwar hat das Wasser auf den richtigen Flussabschnitten freie Bahn. Doch bildet sich Eis in den Bereichen der Schleusen. Wenn dann Schiffe fahren, könnte das zu Beschädigungen der Wehranlagen führen.

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Der Eisbrecher „Seeadler“ liegt bei Havelberg bereit. Gebraucht wird er bislang noch nicht.

Quelle: Joachim Karp

Rathenow. Auf dem Fluss herrscht große Ruhe. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Brandenburg hat am 7. Januar die untere Havel zwischen Bahnitz und Havelberg gesperrt. Zwar waren die Fröste bislang nicht sehr stark. Doch hat sich in bestimmten Bereichen trotzdem Eis gebildet, das den Fachleuten Vorsicht gebietet. „Auf der Havel selbst haben wir jetzt gar kein Eis“, erklärt Joachim Karp, Außenstellenleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Rathenow. Im Winter führe der Fluss relativ viel Wasser, habe darum mehr Strömung und friere deshalb derzeit nicht zu. Geschlossene Eisdecken gebe es eher auf stehenden Gewässern wie Seen, dem Rathenower Stadtkanal und dem Hohennauener Stichkanal. Eis habe sich aber auch in den Vorhöfen der Schleusen gebildet, und dort liege die Ursache für die Sperrung des Flusses.

Wie Joachim Karp sagt, würden fahrende Schiffe das Eis in den Schleusenbereichen lösen und die abgehenden Schollen könnten beim Auftreffen auf die Wehranlagen zu Beschädigungen führen. Das wolle man vermeiden. „Die gegenwärtige Sperrung ist keine dramatische Entscheidung“, beruhigt Joachim Karp. Theoretisch wäre es möglich, bei Sondertransporten, wenn sie unbedingt jetzt über diesen Abschnitt der Havel fahren müssten, den Fluss auch freizumachen. Es handele sich vor allem um eine Entscheidung aus Gründen der Wirtschaftlichkeit.

Im Rathenower Stadtkanal hat die Havel gegenwärtig eine geschlossene Eisdecke

Im Rathenower Stadtkanal hat die Havel gegenwärtig eine geschlossene Eisdecke.

Quelle: Bernd Geske

Grundsätzlich ist die Flussschifffahrt im Winter weniger unterwegs, auf der unteren Havel schon gar nicht. Mit Frost ist zu rechnen und das kann zu Sperrungen führen. Zwar waren die Temperaturen in den vergangenen Tagen moderat, doch hat das Wasser- und Schifffahrtsamt die Sperrung trotzdem nicht aufgehoben. Eine stärkere Frostperiode steht wieder bevor, das war den Medien zu entnehmen. Sollte das Eis dann richtig heftig werden, würden zwei Eisbrecher sofort zur Verfügung stehen. Wie die Vorschriften es verlangen, werden der Eisbrecher „Seeadler“ bei Havelberg und der Eisbrecher „Otter“ im Gnevsdorfer Vorfluter in Bereitschaft gehalten.

Einen besonders strengen Winter mit sehr viel Eis auf der Havel habe es 2010/2011 gegeben, erinnert sich Joachim Karp. Da mussten in seinem Bereich vier Eisbrecher eingesetzt werden. Zwei Elbe-Eisbrecher wurden zusätzlich herbei beordert. Damals gab es an zwei Stellen Eisversetzungen, die das Fließen des Wassers stark behinderten. Abgehende Schollen hatten sich in der Nähe des Hohennauener Kanals und vor Havelberg zu Pfropfen im Fluss aufgetürmt. Wegen dieser Verschlüsse trat die Havel über die Ufer und das entstehende Hochwasser musste zügig beseitigt werden.

Zurzeit ist das Wasser der Havel relativ kalt, was eine schnelle Eisbildung fördern würde. Weil es kälter werden soll, hat das Wasser- und Schifffahrtsamt entschieden, die Sperrung der Havel ab Montag weiter aufrecht zu erhalten. In der letzten Januarwoche wird die dann aktuelle Lage beurteilt und eine neue Entscheidung gefällt.

Von Bernd Geske

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