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Unterschriften für Premnitzer Ortsumgehung

Verkehr Unterschriften für Premnitzer Ortsumgehung

In Premnitz hat sich eine Gruppe von Einwohnern zusammen gefunden, die Unterschriften für den Bau einer B 102-Ortsumgehung von Premnitz, Döberitz und Mögelin sammeln. Das ist eine Reaktion auf die kürzlich gegründete Bürgerinitiative, die Unterschriften gegen die Ortsumgehung sammelt.

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Sammeln Unterschriften für die Ortsumgehung, von links Alfred Sternsdorff, Karin Sternsdorff, Angela Marciniak und Herbert Marciniak.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Die Stadt Premnitz mit ihren Ortsteilen Döberitz und Mögelin hat gute Aussichten, nach vielen Jahren des Wartens doch noch eine B 102-Ortsumgehung zu bekommen. Mitte März hatte das zuständige Ministerium mitgeteilt, dass die Ortsumgehung in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden ist, der bis 2030 die Weichen stellt. Jetzt läuft die Zeit der Öffentlichkeitsbeteiligung, alle Betroffenen können und sollen ihre Meinung zum Projekt einreichen. Im Herbst soll der Bundestag dann den Verkehrswegeplan beschließen. Anfang April ist bekannt geworden, dass sich in Premnitz eine Bürgerinitiative (BI) gebildet hat, die gegen den Bau einer Ortsumgehung ist und dagegen Unterschriften sammelt. Die BI, deren Sprecher der Stadtverordnete Oliver Paulick (CDU) ist, trägt vor, die beschriebene Ortsumgehung könne „verheerende Folgen“ für Premnitz haben. Sie würde zu einer Verschlechterung der örtlichen Versorgungsinfrastruktur führen.

Die andere Sammlung soll in diesem Tagen beginnen

Jetzt hat sich eine andere Gruppe von Einwohnern zusammen gefunden, die Unterschriften für den Bau der Ortsumgehung sammeln. Ihre Sprecher sind Alfred Sternsdorff und Herbert Marciniak, die an der Alten Hauptstraße nicht weit von der Einmündung der Bergstraße wohnen. Sie wollen in diesen Tagen mit ihrer Unterschriftensammlung beginnen, werden sich aber ausdrücklich auf die Straßen beschränken, auf denen gegenwärtig besonders viele Kraftfahrzeuge unterwegs sind. Deren Anlieger sind naturgemäß die Personen, die am meisten unter der Verkehrsbelastung leiden und vermutlich am meisten von einer Ortsumgehung hätten. Es geht hier um die Alte Hauptstraße, die Heinrich-Heine-Straße (beide B 1029, die Bergstraße und die Milower Straße. Wenn die Unterschriftensammlung vollendet ist, sollen die Listen in der Stadtverwaltung Premnitz abgegeben werden.

Herbert Marciniak, der unmittelbar an der Ampel zur Bergstraße wohnt, berichtet: „Wenn die großen Lkws an der Ampel anfahren, dann dröhnt bei uns das ganze Haus.“ Oft sei zu beobachten, dass die Laster mit einem deutlich höherem Tempo als den erlaubten 50 km/h durch Premnitz fahren. Dass das Innere von Premnitz, Döberitz und Mögelin nach dem Bau einer Ortsumgehung veröden würde, wie es deren Gegner vortragen, lässt Herbert Marciniak nicht gelten. „Wer etwas einkaufen will“, sagt er, „begibt sich immer ganz gezielt dort hin, wo es das Gewünschte gibt.“

Von 5 Uhr morgens bis 19 Uhr abends rolle unablässig der Verkehr

„Jede Stadt wäre zufrieden, wenn eine Umgehungsstraße gebaut wird“, findet Alfred Sternsdorff, „damit der Lkw-Verkehr gemindert wird.“ Gegen die geplante Ortsumgehung könnten aus seiner Sicht nur Personen sein, die nicht direkt oder unmittelbar an der Bundesstraße wohnen. Ab 5 Uhr morgens bis 19 Uhr rolle dort unablässig der Verkehr. Der Pkw-Verkehr habe sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt, sagt er, und der Lkw-Verkehr habe drastisch zugenommen. „Wenn die schweren Laster vorbeifahren, klirren die Tassen und Gläser bei uns im Schrank“, berichtet Alfred Sterndorff, „der Krach und die Abgase machen uns krank.“ Die Ortsumgehung würde den Lkw-Lärm mindern und ein gesünderes Klima bringen, trägt er vor. Dadurch würde die Stadt attraktiver für den Zuzug junger Menschen und auch für Touristen werden.

Von Bernd Geske

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