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00:37 06.08.2015
Seit über 65 Jahren sind Ursula und Günter Menke unzertrennlich. Quelle: Laura Sander
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Dallgow-Döberitz

„Er hat mich beim Tanzen getreten. Da war es um mich geschehen und ich wusste, den willst du heiraten.“ Seitdem Ursula Menke ihrem Günter das erste Mal beim Tanzen im Gasthof „Deutsches Haus“ in Dallgow-Döberitz über den Weg gelaufen ist, ist sie ihm nicht mehr von der Seite gewichen. Den ersten Kuss gab es 1949 vor dem Tanzlokal, ein Jahr später folgte die Hochzeit. Da waren sie 17 und 18 Jahre alt. „Ich weiß gar nicht warum. Wir wollten es einfach“, so die 82-Jährige.Und sie hat es nie bereut. Am Mittwoch feiern Günter und Ursula Menke Eiserne Hochzeit im Kreis ihrer Familie und Freunde.

Ihre Hochzeit, für die die 17-jährige Ursula damals noch das Einverständnis ihrer Mutter einholen musste, feierte das junge Paar mit rund 50 Gästen. Zwei Tage später zogen die Frischvermählten nach Dallgow-Döberitz. „Ich habe schon immer hier gewohnt. Meine Frau kommt aus Elstal“, so Günter Menke. Das erste Kind ließ nicht lange auf sich warten und vier weitere folgten. Mittlerweile haben die Menkes zwölf Enkelkinder und zwölf Urenkel, zwei weitere sind unterwegs. Die meisten Familienmitglieder leben, wie Ursula und Günter Menke, im Havelland. Doch auch in den USA, Russland und Dresden sind Teile der Familie vertreten.

„In all den Jahren hatte ich nie das Gefühl gestresst zu sein“, erzählt Ursula Menke, die ihr ganzes Leben hart gearbeitet hat. „Neben fünf Kindern, dem Schichtdienst im Maschinenbau und unserem Hof haben wir trotzdem immer noch viel unternommen und anderen geholfen, wo wir nur konnten“, so die leidenschaftliche Gärtnerin. Bis vor einem Jahr hatten die Menkes noch Hühner auf ihrem Hof, vor einigen Jahren sogar noch Schweine, Enten und Schafe. „Meine Eltern haben sich immer so gut wie selbst versorgt. Bis heute ernten sie ihre eigenen Früchte und machen daraus Marmelade oder Gellee“, so Tochter Manuela Müller. Die 55-Jährige erinnert sich an eine schöne Kindheit auf dem heimischen Hof in der Dallgower Bahnhofstraße. „Unsere Eltern haben viel gearbeitet, hatten aber auch immer Zeit für uns Kinder. Heute denke ich, dass ihr Tag mehr als 24 Stunden gehabt haben muss.“ Das Essen stand jedenfalls immer pünktlich auf dem Tisch. „Das ist eine Eigenart von mir. Auf einen geregelten Tagesablauf lege ich schon immer großen Wert“, so Ursula Menke.

Wo alles begann...

Im Gasthof „Deutsches Haus“ haben sich Ursula und Günter Menke das erste Mal bei einer Tanzveranstaltung getroffen. Den ersten Kuss bekam Günter von seiner Ursula vor den Türen des Traditionsgasthofs.

Der Dallgower
Gasthof ist seit rund 100 Jahren ein Familienbetrieb und wird heute in dritter Generation von Gisela Rothämel und Familie betrieben.

Das Restaurant bietet drinnen, wie draußen im hauseigenen Sommergarten gutbürgerliche Küche und „Omas Klassiker“ an.

Ein separater
Raum mit Platz für 30 Gäste bietet sich für kleinere Feiern und Veranstaltungen an.

In vier Doppel- und einem Einzelzimmer bringt der Gasthof seine Übernachtungsgäste unter.

„Wir haben eigentlich immer alles gemeinsam gemacht. Wir haben gearbeitet, zusammen den Feierabend genossen und Freunde getroffen“, antwortet Günter Menke mit strahlenden Augen auf die Frage nach dem Geheimnis einer glücklichen Ehe. Schon seit Jahrzehnten bringt der gelernte Malermeister seiner Frau einmal in der Woche Blumen mit. „Wir haben uns in den ganzen Jahren höchstens über Kleinigkeiten gestritten und auch nie lange. Wir haben immer viel geredet und kein Geheimnis aus kleineren Krisen gemacht“, so der 83-Jährige. Ihre große Familie wirkte auf die Jubilare wie ein Jungbrunnen.„Es war eigentlich nie ruhig bei uns. Als die Kinder noch hier gewohnt haben, krabbelten die ersten Enkelkinder bereits durchs Haus“, so Günter Menke.

„Sobald die Beiden für längere Zeit getrennt sind, geht es ihnen schlecht. Sie waren in ihrem Leben immer zusammen und gehören einfach zueinander“, sagt Enkelin Katrin Klingberg. Am Mittwoch feiern Ursula und Günter Menke inmitten ihrer ganzen Familie in Falkensee ihren 65. Hochzeitstag.

Von Laura Sander

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