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Verbindung nach Spandau wird 2017 gesperrt

Schönwalde-Glien Verbindung nach Spandau wird 2017 gesperrt

Es war ein ziemlicher Schrecken, den Schönwaldes Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) den Gemeindevertretern einjagte, als er darüber berichtete, dass die Straße nach Spandau wegen Bauarbeiten bald für ein halbes Jahr gesperrt werden würde. Die Information war aber nicht ganz korrekt: Zwar wird die Schönwalder Allee tatsächlich für drei Monate gesperrt – aber erst 2017.

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Quelle: Philip Häfner

Schönwalde-Glien/Spandau. Es war ein ziemlicher Schrecken, den Schönwaldes Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) den Gemeindevertretern einjagte, als er darüber berichtete, dass die Schönwalder Allee nach Spandau wegen Bauarbeiten ab Herbst für ein halbes Jahr gesperrt werden würde. Die Straße ist die wichtigste Verbindung des Ortes nach Berlin; sie wird täglich von tausenden Pendlern genutzt, die sich im Falle einer Sperrung nach Alternativrouten umschauen müssten. Auch die Buslinie 671 wäre betroffen.

Die MAZ hakte nach und fand heraus: Die Information war nur teilweise korrekt. Zwar wird die Schönwalder Allee tatsächlich für drei Monate gesperrt – allerdings erst ab August oder September 2017, vorbehaltlich der verkehrsrechtlichen Anordnung der Verkehrslenkung Berlin. Im Herbst 2016 sind im Oktober und November nach Angaben des Bezirksamts Spandau zunächst nur Rodungsarbeiten vorgesehen, für die die Sperrungen „auf ein Minimum beschränkt werden“, sagt Amtsleiter Michael Spiza.

Die Baumaßnahme müsse so aufgeteilt werden, „da die zur Verfügung stehenden Bauzeiten aufgrund des Natur- und Artenschutzes auf wenige Monate im Jahr begrenzt sind“, so Spiza. Der Spandauer Forst, durch den die Schönwalder Allee verläuft, ist eines der größten Waldgebiete Berlins und als Ganzes als Natura-2000-Schutzgebiet ausgewiesen.

Hintergrund ist der Bau eines Fuß- und Radwegs auf der südlichen Seite der Straße von der Stadtgrenze bis zum Abzweig zum Laszinssee, also im Bereich der Engstelle nahe der Steinernen Brücke. Dort ist die Fahrbahn verengt, so dass immer nur ein Fahrzeug passieren kann; Radfahrer und Fußgänger müssen am Straßenrand fahren beziehungsweise laufen.

Zu den Kosten kann Michael Spiza noch nichts sagen: „Da sich die Planung noch im Abstimmungsprozess mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt befindet, gibt noch keine Zahlen.“ Während der Bauarbeiten muss der Verkehr umgeleitet werden. „Die genaue Streckenführung wird mit der Verkehrslenkung Berlin sowie dem Landkreis abzustimmen sein. Klar ist jedoch, dass es sich um eine weiträumige Umleitung handeln wird“, sagt Michael Spiza. Das betrifft auch den Busverkehr. Bei Havelbus ist das Vorhaben bereits bekannt; man arbeite an einer Lösung, so Unternehmenssprecherin Karola Schulz. „Wie genau wir umleiten, steht aber noch nicht fest“, sagt sie. Wahrscheinlich ist aber eine Umleitung über die Spandauer Straße in Falkensee, ansonsten gäbe es nur noch die Alternative über Hennigsdorf. Auch Autofahrer müssen während der Sperrung auf eine dieser beiden Routen ausweichen.

Von Philip Häfner

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