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Verbot ohne Wirkung: Autos fahren trotzdem

Falkensee Verbot ohne Wirkung: Autos fahren trotzdem

In der Veltener Straße in Falkensee stehen seit geraumer Zeit Verbotsschilder, die jedoch so manch einen Autofahrer völlig kalt lassen. Was für mehr Ruhe in der Anwohnerstraße sorgen sollte, wird regelmäßig einfach missachtet. Und tatsächlich hat das Verkehrsaufkommen wieder zugenommen.

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Der Fahrer im weißen Transporter hält sich an die Vorschriften.

Quelle: Laura Sander

Falkensee. Langsam tastet sich der weiße Transporter auf die Schönwalder Straße vor. Endlich ist die Straße frei, der Wagen biegt vorschriftsmäßig nach rechts ab. Oftmals sieht der Alltag in der Veltener Straße in Falkensee jedoch ganz anders aus. Viele Autofahrer nutzen die schmale Anliegerstraße, um die Rathauskreuzung zu umfahren. Um den Durchgangsverkehr zu reduzieren, wurden im April 2015 zwei Verkehrsschilder aufgestellt. Zum einen ist seither das Abbiegen nach rechts von der Schönwalder in die Veltener Straße und zum anderen das Linksabbiegen aus der Veltener in die Schönwalder Straße untersagt.

Regelmäßig würden die Verkehrsschilder jedoch missachtet, schreibt Peter Junne, Anwohner der Veltener Straße, an die MAZ. „Es gibt ein rechtskräftiges Urteil vom Oberverwaltungsgericht, wonach die Verkehrsmenge in der Veltener Straße signifikant zu reduzieren ist“, schreibt Junne weiter. Dass dies jedoch bislang ohne Erfolg blieb, müsse eine im Mai durchgeführte Verkehrsmessung belegen, so Junne. Diese sei jedoch seines Wissens bislang nicht veröffentlicht worden. „Die Ergebnisse wurden erst in der vergangenen Woche aktualisiert und sind auf der städtischen Homepage für jeden einsehbar“, sagt hingegen Bauamtsleiter Thomas Zylla (CDU).

Diese Zahlen belegen, dass der Durchgangsverkehr tatsächlich zugenommen hat. Das Verkehrsaufkommen in der Veltener Straße zwischen Bötzower und Schönwalder Straße stieg von März 2016 mit 1034 gezählten Fahrzeugen auf 1124 Fahrzeugen im Mai. „Die Stadt hat die Schilder zwar installiert, die Umsetzung der Maßnahmen ist jedoch Aufgabe des Landkreises, die Einhaltung zu kontrollieren, Aufgabe der Polizei“, erklärt Thomas Zylla. Die Polizei wisse von der Problematik, könne jedoch nur nach Kräften handeln. Junnes Vorschlag, eine Beruhigung durch ein komplettes Autoverbot in der Bergstraße zu erwirken, sei nicht ohne Weiteres möglich. „Die Bergstraße ist bereits verkehrsberuhigt. Die Straße nur noch für Fahrradfahrer und Fußgänger zuzulassen, würde bedeuten, dass selbst Anwohner diese nicht mehr befahren dürften“, so Zylla.

Der Falkenseer Gernot Ziegeldecker hingegen kann der Diskussion nichts abgewinnen: „Die uneingeschränkte Nutzung der Veltener Straße wäre eine Entlastung für den städtischen Verkehr. Umwege in Kauf zu nehmen, nur um eine Anliegerstraße zu entlasten, halte ich für sinnlos.“

Von Laura Sander

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