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Verdienstorden für Helga Breuninger

Ketzinerin erhält hohe Auszeichnung Verdienstorden für Helga Breuninger

Eine Ketzinerin bekommt den Verdienstorden – die höchste Auszeichnung des Landes Brandenburg. Die 68-jährige Helga Breuninger musste allerdings mehrere Monate auf die Ehrung warten.

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Helga Breuninger bekam den Orden von Ministerpräsident Dietmar Woidke.

Quelle: Julian Stähle

Ketzin/Potsdam. Die Ketzinerin Helga Breuninger holte sich am Montag in der Staatskanzlei in Potsdam das ab, was sie eigentlich schon im vergangenen Sommer hätte bekommen sollen. Die 68-Jährige erhielt von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) den Verdienstorden – die höchste Auszeichnung des Landes Brandenburg. „Es gab Terminschwierigkeiten. Mal konnte der eine nicht, mal der andere. Trotz der Verzögerung freue ich mich sehr, dass unser Engagement und unsere Leistungen hier in Brandenburg jetzt gewürdigt werden“, sagte Helga Breuninger der MAZ. Mit uns meint die 68-Jährige nicht nur sich und ihren Mann Volker Donath sondern auch die Mitarbeiter der Breuninger Stiftung und der Stiftung Paretz. Dietmar Woidke würdigte die Preisträgerin: „Mit ihren Stiftungen will sie einen Beitrag leisten, das ehrenamtliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern zu mobilisieren, zu koordinieren und zu qualifizieren.“

Neues Zentrum in der Havelstadt

Als Helga Breuninger und ihr Mann 2009 beschlossen, aus dem Stuttgarter Raum ins Havelland nach Ketzin/Havel zu kommen, wollten die beiden vor allem eines – ihr bis dahin bewegtes Arbeitsleben etwas ruhiger gestalten. „Das ist gründlich missglückt“, bilanziert die Preisträgerin. Die Liste der Projekte, Initiativen und Bauvorhaben, mit der das Paar seither in Brandenburg nachhaltige Spuren hinterlässt, ist lang. Das jüngste und erst im Vorjahr fertig gestellte Projekt ist er Umbau des ehemaligen Späth’schen Gutshofes in Ketzin. „Helga Breuninger und Volker Donath ist es zu verdanken, dass wir in der Havelstadt ein neues Zentrum haben. Sie haben dafür nicht nur Fördermittel sondern auch eine hohe private Summe investiert“, sagte Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP). Er freue sich, wenn ein Ketziner einen Orden bekomme und Helga Breuninger habe das verdient.

2009 wurde die Stiftung Paretz gegründet

2009 gründeten Volker Donath und Helga Breuninger die Stiftung Paretz als Treuhandstiftung der Breuninger Stiftung GmbH Stuttgart. Die Breuninger Stiftung finanziert die Stiftung Paretz. Diese kaufte zwei denkmalgeschützte Gebäude in Paretz, die inzwischen saniert wurden. Während sich die Paretzer Scheune zu einem beliebten Veranstaltungsort der Vereine, Schulen und regionalen Kulturpartnern entwickelt hat, nutzen vor allem kleine, nationale und internationale Gruppen regelmäßig das Stiftungshaus in der Werderdammstraße.

Kaum hatten die Bauarbeiter die Dorfmitte von Paretz verlassen, legten sie 2011 an der Partzer Schleuse wieder los. Neben dem denkmalgeschützten Ensemble am Wasser entstand die Akademie Paretz, ein gemeinnütziges Bildungszentrum.

Dass Helga Breuninger und Volker Donath sich im Havelland wohl fühlen, machten sie Anfang 2016 sichtbar, als sie ihren ersten Wohnsitz von Berlin nach Ketzin in die neue Mitte verlegten.

Zur Person

Helga Breuninger wurde 1947 in Stuttgart in der 4. Generation der Warenhausgruppe Breuninger geboren.

Sie studierte Volkswirtschaftslehre in Tübingen und Psychologie in München.

1980 promovierte sie in Psychologie an der Universität Essen und gründete die Helga Breuninger Stiftung GmbH, mit der sie ein Forschungs- und Trainingsinstitut an der Universität Essen finanzierte und die von ihr begründete Integrative Lerntherapie weiter entwickelte.

Nach dem Tode ihres Vaters Heinz Breuninger in 1980 übernahm sie die Leitung der Breuninger Stiftung GmbH in Stuttgart.

Sie initiiert und betreut deutschlandweit und international operative Projekte in Zusammenarbeit mit Partnern.

Mit ihren Stiftungen, dem Gästehaus und der Gastronomie beschäftigen sie inzwischen 19 Mitarbeiter. Zur Ruhe kommen werden die beiden Ehrenbürger Ketzins aber noch lange nicht. Helga Breuningers Leidenschaft für Orte und Menschen sowie Volker Donaths Lust und Freude am Planen und Bauen dürften auch in Zukunft für weitere Überraschungen sorgen.

Von Jens Wegener

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