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Verdienstorden für einen Wansdorfer

Wetterbeobachter Siegfried Tonn geehrt Verdienstorden für einen Wansdorfer

Der Wansdorfer Siegfried Tonn gehört zu den 15 ehrenamtlichen Helfern, die im Bundesverkehrsministerium für ihre Arbeit für den Deutschen Wetterdienst ausgezeichnet wurden.

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Siegfried Tonn beobachtet Wetter und Natur in Wansdorf.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Wansdorf. Der 76-jährige Wansdorfer Siegfried Tonn gehört ab sofort zu den Menschen, die den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland tragen dürfen. Er erhielt die hohe Auszeichnung am Mittwoch im Bundesverkehrsministerium in Berlin gemeinsam mit 14 weiteren ehrenamtlichen Wetterbeobachtern. Tonn war der einzige aus Brandenburg.

Die Beobachter sind seit mehr als 40 Jahren für den Deutschen Wetterdienst (DWD) tätig. In diesem Zeitraum haben sie zehntausende Beobachtungsdaten aus der Natur gemeldet, so Staatssekretär Rainer Bomba. „Dank ihres Engagements und ihrer Kompetenz können Zusammenhänge zwischen Wetter und Natur genau dokumentiert und analysiert werden. Diese Arbeit leisten die Experten auch an Wochenenden und Feiertagen, denn die Natur kennt keine Pausen.“

Kleinere Pausen kann Rentner Siegfried Tonn bei seiner Beobachtung von Pflanzen und Natur schon einlegen. Aber im Grunde liefert er seit 1974 ununterbrochen Informationen an den Deutschen Wetterdienst. Bundesweit wird das Messsytem des Wetterdienstes von mehr als 1200 ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt. Diese beobachten insbesondere die Entwicklung von wildwachsenden Pflanzen und Kulturpflanzen im Jahresablauf. Auf der Basis ihrer Aufzeichnungen können unter anderem Prognosen für die Landwirtschaft, aber auch für Imker oder Allergiker erstellt werden.

„Ich habe diese Aufgabe damals von meinem Vater übernommen und mache das noch heute gern“, sagt Siegfried Tonn, der früher Biologie- und Chemielehrer an der Perwenitzer Schule war. Er sei ein phänologischer Beobachter, was bedeutet, „dass ich die Entwicklungsphasen der Pflanzen verfolge, wann zum Beispiel der Raps oder die Schneeglöckchen zu blühen beginnen“.

Die Daten müssen erfasst und schnellstmöglich an den Wetterdienst in Offenbach und Leipzig weitergegeben werden. „Meistens sage ich die Zeiten und Werte per Telefon durch.“ Außerdem fertigt er einen schriftlichen Jahresbericht an.

Wie viele Stunden er für die ehrenamtliche Arbeit aufwendet, kann Siegfried Tonn nicht einschätzen. „Ich mache das so, wie es anfällt. Da guckt man nicht auf die Uhr“, so der Wansdorfer. Gefreut hat er sich am Mittwoch nicht nur über den Orden, sondern auch darüber, dass seine Frau Christa mit dabei sein konnte.

Von Jens Wegener

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