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Feiern mit Pinguin und ohne Sorgen

Sommerfest beim Verein Traglinge Feiern mit Pinguin und ohne Sorgen

Die Spenden der MAZ-Leser helfen dem Verein Traglinge bei seinem Geschwisterprojekt. Der 2009 gegründete Verein kümmert sich um Frühgeborene und ihre Familien aus Berlin und dem Havelland. Das Sommerfest war ein voller Erfolg.

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Auf der Wiese neben dem Krankenhaus: Spaß beim Fest der Geschwisterkinder.

Quelle: privat

Falkensee/Spandau. Pinguin-Bowling – das passte zu den Temperaturen, bei dem der Verein „Traglinge“ sein Sommerfest feierte. Mehr als 150 kleine und große Gäste aus Berlin und dem Havelland waren gekommen, um auf dem Gelände des Spandauer Waldkrankenhauses zu feiern. Hier standen mal das Spiel und der Spaß im Vordergrund, nicht die Sorgen um Krankheiten und Behinderungen.

Der Verein kümmert sich um Familien mit früh geborenen Kindern, er sorgt sich um die Familiennachsorge für Frühchen, schwer- und chronisch kranke Kinder. Seit August 2009 sind die Mitglieder des Vereins um die Kinder und ihr Familien, die oft monatelang im Krankenhaus verbringen müssen, besorgt. „Der Verein weiß um die Ängste und Sorgen vieler Eltern, ihr Frühchen oder chronisch krankes Kind nach dem Klinikalltag plötzlich zu Hauses zu haben“, sagt Vereinsmitgründerin Katja Mahn, selbst Mutter eines sehr früh geborenen Jungen, der bei einer Notfallgeburt im sechsten Schwangerschaftsmonat zur Welt kam. Im Verein sind Kinderärzte, Kinderkrankenschwestern, Psychologen und Sozialpädagogen zu finden, die eine professionelle Nachsorge ermöglichen. Und das oft über das Maß hinaus, das die Krankenkassen bezahlen. „Deshalb sind wir permanent auf der Suche nach Sponsoren“, sagt Katja Mahn.

Zu denen, die den Verein bei seiner Arbeit unterstützen, gehören auch die MAZ-Leser aus dem Havelland. Bei der Weihnachtsaktion im Dezember 2014 spendeten sie 1735 Euro für das Geschwisterprojekt des Vereins. „In Familien mit kranken, betreuungsintensiven Kindern geraten die gesunden Geschwister oft ein wenig in den Hintergrund“, weiß Katja Mahn. Deshalb will der Verein mit seinem Projekt diese Kinder und ihre Familien stärken. Das Geld der MAZ-Leser kam dem Projekt zugute. Das sind zum einen die regelmäßigen Geschwistertage, zum anderen die fachliche Begleitung der Betroffenen. Da soll mehr als ein schöner Spielenachmittag geboten werden, da bietet Fachpersonal auch inhaltliche Hilfe an bei Fragen, die sich den Kindern stellen: Wo ist mein Platz in der Familie? Werde ich auch geliebt? Wie ist meine Beziehung zum kranken Bruder, zur kranken Schwester? Wie kann ich den Eltern sagen, was ich will? Habe ich ein Recht, etwas zu wünschen oder zu fordern, wo ich doch gesund bin?

Die Erkenntnis – ich bin nicht allein – ist deshalb eine wichtige. die wird in der täglichen Arbeit des Vereins, aber auch an den Aktionstagen vermittelt. „Der Geschwistertag war ein voller Erfolg, wie das Sommerfest war er sehr gut besucht“, freut sich Christina Hartmann, die ebenfalls zu den Mitgründern des Vereins „Traglinge“ zählt und Leiterin der Nachsorgeeinrichtung ist.

Auf der Krabbelweise für die Kleinsten, beim Seifenblasen-Pusten, beim Toben auf der Hüpfeburg, beim Schminken, beim Pinguin-Bowling – überall kamen die Kinder auf ihre Kosten. Solch fröhliche, entspannte Nachmittage sind nicht nur für die Kinder ein Erlebnis. Eltern und die Mitglieder der Nachsorgeteams freuten sich am Wiedersehen in ganz entspannter Atmosphäre.

Von Marlies Schnaibel

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