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Havelland Verein im Rentenalter strotzt vor Lebensfreude
Lokales Havelland Verein im Rentenalter strotzt vor Lebensfreude
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07:40 02.07.2016
Beim SG Paaren packen alle mit an – die Gaststätte „Zum Kegler“ und das neue Vereinsheim entstanden in Eigenregie. Quelle: Laura Sander
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Paaren im Glien

Das Festzelt ist aufgebaut, die Getränke stehen kalt – das 2011 komplett in Eigenregie errichtete Vereinshaus wurde von Rolf-Dieter Muchow, der guten Seele des SG Paaren, liebevoll mit Wimpeln und Fahnen versehen. „Es ist noch jede Menge zu tun, aber das kriegen wir auch noch hin“, scherzt Muchow. Mit einem Fußballturnier, einer Fahrradtour und Livemusik feiert der geschichtsträchtige Verein am Samstag seinen 65.Geburtstag.

Zusammenhalt ist alles

Was 1951 mit einigen Fußballern begann, wuchs über die Jahre zu einem Verein mit insgesamt fünf Bereichen heran. 133 aktive Mitglieder finden sich regelmäßig zusammen, spielen Hand- und Fußball, kegeln, wandern oder reiten. „Bei uns geht es sehr familiär zu. Nach dem Training oder einem Spiel geht niemand gleich nach Hause – oft setzen wir uns noch gemeinsam hin und trinken ein Bierchen“, so Mike „Theo“ Jurganczinski, der 2001 den Bereich Fußball wiederbelebte. Nachdem der SG Paaren nämlich 1991 die letzte Mannschaft abgemeldet hatte, fiel der Bereich in einen Dornröschenschlaf. Fußballplatz, Festbühne, Sanitärtrakt und der für seine rauschenden feste bekannte „Blaue Salon“ wichen dem MAFZ-Erlebnispark. „Mitte der 1990er haben wir wieder angefangen zu spielen, 2001 meldeten wir eine erste Mannschaft an“, so Jurganczinski. Das MAFZ stellte die Fläche für den neuen Platz zur Verfügung – den ehemaligen Parkplatz des Erlebnisparks. „Das war schon ein Riesenprojekt, aus einem Parkplatz einen Fußballplatz zu machen. Alles ist in Eigenleistung passiert – ebenso der Bau des Vereinsheims“, so Ortsvorsteher André Barkowski, der selber jahrelang beim SG Paaren Fußball gespielt hat. „Zwei Jahre haben wir am Vereinsheim gebaut. Ohne den nötigen Zusammenhalt und unsere vielen Handwerker, die ehrenamtlich in ihrer Freizeit mit angepackt haben, hätte das nicht funktioniert“, so Rolf-Dieter Muchow.

Mike „Theo“ Jurganczinski bessert den beanspruchten Rasen unmittelbar vor dem Tor aus. Quelle: Laura Sander

Gaststätte „Zum Kegler“

Anpacken hat in Paaren Vereinstradition – bereits 1989 haben Mitglieder in Feierabendarbeit die Paarener Gaststätte „Zum Kegler“, die seither eine Institution im Dorf ist und mehr als 20 Jahre vom Sportverein betrieben wurde, errichtet. Heute trainieren die Kegler zwar weiterhin einmal pro Woche auf der Bahn der Gaststätte, ein neuer Pächter wird jedoch dringend gesucht. „Es ist nicht einfach jemanden zu finden, der die Gaststätte übernimmt. Es wäre jedoch wichtig für die Gemeinschaft im Ort“, so Barkowski. Vor knapp zwei Jahren hatte der Verein die Reißleine ziehen müssen. Explodierende Betriebskosten und der Rückzug des langjährigen Geschäftsführers hatten den Vereinsvorstand zu dieser schweren Entscheidung bewogen.

Fußballjugend sorgt künftig für Nachwuchs

Weniger schwer fiel der Entschluss künftig eine eigene Fußballjugend aufzubauen. „Wir wollen das sportliche Angebot erweitern, um die Jugend im Dorf zu behalten. Im August findet das erste Training der Sechs- bis Achtjährigen statt – so wollen wir uns dann Jahr für Jahr vergrößern“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Marcel Klinger. „Erste Anmeldungen hat es bereits gegeben, zwei Trainer haben sich auch schon gefunden. Am 23. Juli veranstalten wir ab 12 Uhr auf dem Sportplatz außerdem einen Infotag für interessierte Fußballer und ihre Eltern“, so Klinger. Trainiert wird vorerst nur zum Spaß und für Freundschaftsspiele mit den umliegenden Dörfern.

Von Laura Sander

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