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Verhandlungen gescheitert

Groß Behnitzer Kita-Gebäude wird nun doch nicht an Träger verkauft Verhandlungen gescheitert

Das Kita-Gebäude im Nauener Ortsteil Groß Behnitz wird nun doch nicht an die Kinderwelt GmbH verkauft. Der Träger und die Stadt Nauen als Eigentümer konnten sich nicht einigen. Damit verschiebt sich auch wieder die geplante Sanierung des maroden Gebäudes.

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Seit vielen Jahren warten die Groß Behnitzer auf eine Sanierung ihrer Kita.

Quelle: Jens Wegener

Groß Behnitz. Schon lange entspricht das Gebäude der Kindertagesstätte in Groß Behnitz nicht mehr den Anforderungen, die an eine moderne Kita gestellt werden. Nicht nur die Fenster sind sanierungsbedürftig. Dringend muss am gesamten Gebäude etwas getan werden. Die Stadt Nauen konnte in den vergangenen Jahren nur das Notwendigste erledigen, damit zumindest die Betriebserlaubnis nicht erlischt. Und so gab es Hoffnung für die Eltern, als der Betreiber – die Kinderwelt GmbH aus Potsdam – im November 2014 ankündigte, das Gebäude von der Stadt kaufen und sanieren zu wollen. Doch daraus wird nun nichts.

Grund dafür ist, dass sich Stadt und Kita-Betreiber nicht einigen konnten. Die Verhandlungen verliefen ergebnislos. „Das Angebot des Trägers ist nicht annehmbar. Der Verkauf wird unter diesen Bedingungen nicht stattfinden können“, sagt Nauens Bürgermeister Detlef Fleischmann. Allerdings sieht er auch keinen Grund zur Panik. Der Betrieb der Kita sei von dieser Entscheidung nicht betroffen, er gehe normal weiter. „Die Kita in Groß Behnitz wird auch in Zukunft gebraucht. Eine Schließung steht nicht zur Debatte“, stellt Fleischmann klar.

Letztlich konnte keine Einigung über den Preis erzielt werden. Die Vorstellungen der Kinderwelt gingen nicht mit den Summe konform, die im Wertgutachten stand, das die Stadt eingeholt hat und an das sie sich halten muss. „Wir wollten den Grund und Boden bezahlen, um den Eltern eine ordentliche Kita hinstellen zu können“, sagt Kinderwelt-Geschäftsführer Gerald Siegert. Darüber hinaus noch viel Geld für das marode Gebäude hinzublättern, sieht sich der Träger jedoch außerstande.

Siegert beruft sich auf eine Kalkulation, die ein Planungsbüro im Auftrag der Kinderwelt GmbH erstellt hat, „damit wir wissen, was an Kosten auf uns zukommt. Die Summe ließe sich refinanzieren, wenn man die Kita 20 bis 30 Jahre betreibt“, sagt er.

Auch Siegert will das Ergebnis der Gespräche mit Nauen nicht überbewerten, denn die Kinderwelt möchte die Einrichtung auch weiterhin betreiben. „Dass Verhandlungen scheitern können, ist eine normale Geschichte. Wichtig ist nur, dass im nächsten Jahr etwas am Gebäude passiert. Jetzt ist die Stadt Nauen am Zug“, so der Geschäftsführer, der zudem darauf verweist, dass der Landkreis eine gute inhaltliche Qualität der Kita festgestellt habe.

Die Kommune will sich jetzt darüber Gedanken machen, was mit dem Gebäude zu tun ist. „Ob wir es sanieren oder ob wir einen Ersatzbau errichten, steht momentan noch in den Sternen“, sagt Detlef Fleischmann. Auch zu einem Zeitplan kann er noch nichts sagen, zumal der Haushalt der Stadt fürs nächste Jahr beschlossen ist und ohnehin schon ein Defizit aufweist. In einer der nächsten Sitzungen des Nauener Bildungsausschusses soll das Thema auf die Tagesordnung kommen. „Es ist nur ärgerlich, dass wir jetzt fast ein Jahr verschenkt haben“, sagt Bürgermeister Detlef Fleischmann mit Blick auf den Träger.

Die gescheiterten Verhandlungen sorgen auch für Frust beim Groß-Behnitzer Ortsvorsteher Wolfgang Jung. „Ich bin enttäuscht“, sagt er. Er wirft der Kinderwelt vor, in der Frage zu wenig Engagement gezeigt zu haben, so dass viele Monate ungenutzt ins Land gingen. „Wir haben einen Riesennachholebedarf, was die Sanierung des Hauses angeht. Ich habe Angst, dass uns die Eltern abhanden kommen“, sagt Jung. Damit genau das nicht passiert, möchte er, dass die Stadt nun alsbald ein Datum nennt, bis zu dem die Sanierung erfolgt sein wird.

Auch die Eltern bedauern es, dass die Haussanierung weiter offen ist. „Es wird schon seit vielen Jahren darüber geredet, dass saniert werden soll. Wir wurden immer vertröstet und nun kommt es wieder nicht“, sagt Ina Bark. Ihr wäre es am liebsten, wenn es eine offene Runde gäbe, an der neben Eltern auch Vertreter der Stadt und des Trägers teilnehmen. Seit langem kennt auch Nicole Ebertus den Zustand der Kita. „Die Nachfrage ist da, ich würde mich freuen, wenn endlich etwas passiert.“

Von Andreas Kaatz

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