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00:41 11.09.2015
Zweisprachige Bücher für Kleine und Große: Victoria Viererbe in ihrem Büro in Dallgow-Döberitz. Quelle: Marlies Schnaibel
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Dallgow-Döberitz

Die Matrjoschka ist der kleine Hingucker, wenn Victoria Viererbe (40) unterwegs ist. Wenn sie auf Stadtfesten oder Buchmessen steht und die Produkte ihres Kleinverlages vorstellt. Victoria Viererbe lebt in Dallgow-Döberitz, unter dem Dach des Wohnhaus hat der Verlag Retorika seinen Sitz. Er hat sich auf Materialien für den Russischunterricht und auf Kinderliteratur in deutscher und russischer Sprache spezialisiert.

Geboren wurde Verlegerin Vicotria Viererbe im russischen Astrachan. Von der Wolga zog die Familie an die Havel, wo Victorias Vater in Werder als Offizier stationiert war. „Ich hatt erst keine Lust auf die deutsche Sprache“, erzählt Victoria Viererbe. „Aber ich hatte eine so gute Lehrerin, die hat ihre Liebe zur Sprache weitergegeben.“ Sie weckte das Interesse an der deutschen Sprache so sehr, dass die junge Victoria wieder zurück in ihrer Heimat der fremden Sprache mit den schweren Umlauten treu blieb und zu ihrem Beruf machte. Sie studierte Deutsch und Englisch.

„Die Buddenbrooks im Original, das hat mich dann doch ganz schön gequält“, gesteht sie. Auch die Phonetik war schwierig. „Drei Jahre habe ich trainiert und hatte Muskelkater im Hals“, erinnert sie sich. Die Anstrengung hat sich gelohnt, Sie spricht nahezu akzentfrei, verfügt über einen großen Wortschatz. Sie lernte ihren Mann kennen, heiratete nach Deutschland und studierte an der Freien Universität Sprachwissenschaften und Kommunikation, sie provovierte; aber trotz sehr guter Abschlüsse fand sie keinen Job.

So begann Victoria Viererbe als Übersetzerin zu arbeiten, erst wissenschaftliche Texte, dann Belletristik. So kam sie an Rolf Hochhuth und dessen Werke. Und darüber ergab sich die Brücke zu ihrem heutigen Verlag. Hochhuths Werke wurden in einem russischsprachigen Verlag im lettischen Riga verlegt. Victoria Viererbe traf auf den dortigen Verlag Retorika. „Der machte Material für die russischen Schulen in Lettland und auch Lehrbücher für russisch als Fremdsprache“, erzählt Victoria Viererbe, „so entstand die Idee, so etwas auch in Deutschland zu machen.“ Dallgow-Döberitz und Riga bildeten eine Art Verlagsgemeinschaft.

Mit einem Igelmärchen fing 2012 das Verlegerdasein für Victoria Viererbe an. Andere Bücher folgten, erarbeitet wurde Material für bilinguale Kindergärten ebenso wie für Schulen oder für Erwachsene, die Russisch als Fremdsprache erlernen wollen. Vieles ist didaktisch spielerisch aufgearbeitet, neben klassischer Text-neben-Text-Übersetzung gibt es Texte mit informativer Ergänzung, wo etwa nur die Dialoge in der russischen Sprache stehen – und nur in Russisch.

Victoria Viererbe ist viel unterwegs- Am Wochenende war die Frau auf dem Falkenseer Stadtfest mit ihren Büchern anzutreffen, nächste Woche geht es ins spanische Granada zum internationalen Kongress der Russischlehrer.

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Von Marlies Schnaibel

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