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Havelland Verlierer-Parteien geben keine Empfehlungen
Lokales Havelland Verlierer-Parteien geben keine Empfehlungen
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20:53 15.04.2016
Die Stichwahl ist am 24. April. Quelle: Peter-Paul Weiler
Havelland

Weder die Linken, noch die Grünen oder die AfD werden zur Landrats-Stichwahl im Havelland am 24. April eine Wahlempfehlung für einen der beiden verbliebenen Kandidaten von SPD und CDU abgeben. Das erfuhr die MAZ am Freitag.

Die Beweggründe der drei im ersten Wahlgang am 10. April unterlegenen Parteien variieren. AfD-Kandidat Kai Gersch hatte ein Votum für Martin Gorholt (SPD) von Anfang an ausgeschlossen. „Weil die CDU keinen Bedarf sieht, mit uns zu reden, werden wir auch deren Kandidaten Roger Lewandowski nicht unterstützen.“

Das vorläufige Endergebnis

– Roger Lewandowski (CDU): 30,5 Prozent

– Martin Gorholt (SPD): 27,1 Prozent

– Kai Gersch (AfD): 18,8 Prozent

– Harald Petzold (Linke): 10,5 Prozent

– Petra Budke (Grüne): 7 Prozent

– Holger Schilling (parteilos): 3 Prozent

– Raimond Heydt (Piraten): 1,8 Prozent

– Frank Kittler (NPD): 1,4 Prozent

Die Linken begründen ihre Neutralität gegenüber den verbliebenen Landratsbewerbern so: „Beide haben bekräftigt, dass sie an der Zählgemeinschaft aus SPD und CDU im Kreistag festhalten wollen. Unser erklärtes Ziel war, ist und bleibt, dass es im Kreistag zu einem respektvollen Umgang der demokratischen Parteien untereinander kommt, und, dass Ideen wirklich ausgetauscht werden. Dem wird die Zählgemeinschaft nicht gerecht“, so Kreisvorsitzende Susanne Schwanke-Lück. Die Linken bitten ihre Wähler trotzdem am 24. April an die Wahlurnen zu treten, um das Instrument der Direktwahl zu stärken. Vorher sollten die Kandidaten an den Schnittmengen zu Ansichten der Linken gemessen werden.

Der Kreisvorstand der Grünen hätte am Donnerstagabend lange diskutiert und sei am Ende zu dem Schluss gekommen, es „unseren Wählern zu überlassen, wen von beiden sie favorisieren“, sagte Petra Budke. „Wichtig ist uns, dass viele Menschen an der Wahl teilnehmen, damit das Quorum erreicht und der neue Landrat direkt von den Bürgern und nicht vom Kreistag gewählt wird“, so die Vorsitzende des Landesverbandes der Grünen.

Von Jens Wegener

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