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Havelland Viel Platz für Experimente
Lokales Havelland Viel Platz für Experimente
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00:17 25.10.2013
Das Chemiekabinett in der Bürgelschule mit den herunterklappbaren Armaturen. So soll es bald auch im Physikraum aussehen. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

In der Rathenower Gesamtschule "Bruno H. Bürgel" sind die Arbeiten zur Einrichtung eines neuen Physik-Kabinetts angelaufen. Bis Ende November soll ein Raum mit rund 30 Arbeitsplätzen entstehen, der modernsten Unterrichtsansprüchen entspricht und den Schülern die Möglichkeit gibt, zu forschen und zu experimentieren.

Dass der Umbau notwendig ist, wird niemand bestreiten, der das alte Physikkabinett der Bürgelschule noch kennt. "Die gesamte Einrichtung stammte aus den 70er-Jahren", sagt Katrin Ranke, Leiterin des Amtes Zentrale Verwaltung. Und so habe es auch ausgesehen. Gerade im naturwissenschaftlichen Bereich, in dem die technische Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten rasante Fortschritte gemacht habe, sei ein solch abgenutzter, altertümlicher Raum kaum noch tragbar gewesen.

Noch ist der Raum eine einzige Baustelle. Doch schon Ende November soll hier experimentiert werden. Quelle: Markus Kniebeler

Da war es nur folgerichtig, dass das alte Kabinett komplett ausgeräumt und entkernt wurde. Die Möbel waren so heruntergekommen, dass man sie nicht mehr anderweitig verwenden konnte. Sie landeten auf dem Sperrmüll. Derzeit wird der Raum für die Neugestaltung vorbereitet. Löcher in den Wänden und im Boden werden verfugt, die elektrischen Leitungen sind zu erneuern, später rücken die Maler an, um dem Zimmer einen ansprechenden Anstrich zu geben.

Das Besondere an dem Physikkabinett wird sein, dass die gesamte Zuleitung zu den Arbeitsplätzen unter der Decke verläuft. Steckdosen, Internet- und Gasanschlüsse befinden sich auf einer Art Armaturenbrett, das bei Bedarf von der Decke heruntergeklappt werden kann. Das macht es möglich, das Mobiliar im Raum frei zu verschieben. Früher seien die Experimentierplätze mit den zugehörigen Leitungen fest auf dem Boden des Klassenzimmers installiert gewesen, sagt Katrin Ranke. "Die Tische mal schnell für Arbeitsgruppen zusammenzuschieben oder bei Bedarf ganz aus dem Raum zu verbannen, das war unmöglich." Heute sei es dank der Deckenlösung möglich, den Unterricht flexibler zu gestalten. Das komme sowohl Lehrern als auch Schülern zugute.

Von Markus Kniebeler

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