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Viele Kneipennächte – aber eine große Party

Rathenow Viele Kneipennächte – aber eine große Party

Die Rathenower Kneipennacht kam am Wochenende beim Publikum gut an. Den Besuchern war es egal, ob sich Rathenows Gastwirte zu dem Event zusammenraufen oder nicht. Die Besucher erlebten viele tolle Partys und einige Überraschungen.

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Die Gäste feierten.

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Die diesjährige „Kneipennacht Rathenow“ am Samstag brachte wieder etwas Neues. Locations, wie die „Taverna Syrtaki“ oder die Askania Werke beteiligten sich nicht mehr. Dafür lud das „Café Speicher“ im Optikpark zur Musik der „Village Boys“ aus Schönhausen erstmals zur Kneipennacht ein. Und Westhavelländer Gäste entdeckten, wie romantisch man hier direkt am Wasser sitzen kann. Auf dem Edwin-Rolf-Platz organisierten die Veranstalter gemeinsam Partymusik mit DJ Wiesener und dem Auftritt der vor einem Jahr in Rathenow gegründeten Band „FreQuency“. Die fünf jungen talentierten Musiker haben bereits allesamt Erfahrung in anderen Bands gesammelt und waren so etwas wie die Entdeckung der diesjährigen Kneipennacht. „Noch spielen wir Coversongs. Dabei wird es aber nicht bleiben“, verspricht Toni Geißler, einer der beiden Sänger. Ihre zahlreichen Fans feierten den Auftritt der Band, die in ihrer Musik unter anderem stark auf Rudolfs Saxophon setzt. Zum Rathenower Stadtfest spielt „FreQuency“ am Samstag, den 9. September, auf der Jugendbühne vor der Hauptpost.

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In Rathenow war am Wochenende Kneipennacht und die Besucher feierten eine große Party.

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Die Kneipennacht startete 20 Uhr im Irish Pub „Waldschloss“ mit „Trubadur Henk“ aus Doberlug-Kirchhain, der die Schönheit der irischen Landschaft und natürlich die Liebe besang. Im „Harlekin“ spielte der Rathenower Jens Berse auf seiner Akustikgitarre Coversongs aus fünf Jahrzehnten Musikgeschichte. Seine treuen Fans des „guten alten“ Rock’n’Roll hatte wieder das „American Monster“. In diesem Jahr zupfte das Trio „Ike & the Capers“ aus Berlin Kontrabass und Gitarren. Richtig Stimmung kam auch wieder am „Schwedendamm“ auf. In den Nachtstunden brachte der Shuttlebus immer wieder Gäste der anderen Restaurants, die hier zur Chartmusik der Tangermünder Band „Cover le Ri“ abfeierten. In den Pausen heizte DJ Karsten die Stimmung an. In der Bar „PurPur“ gab es aktuelle Hits und Klassiker mit dem Cover-Duo „Creme & Fresh“.

Wieder mehr Besucher

„Nach der ersten Kneipennacht 2015 in Eigenregie konnten wir die Besucherzahl im letzten Jahr steigern“, so Mitorganisator John Schach. „Wir haben noch nicht alle Zahlen, aber es sind mehr als im ersten Jahr.“ Die Rathenowerinnen Britta Mau und Monika Novatscheck entwickelten, gemeinsam mit dem damaligen „Musikbrauerei“-Betreiber Ferras el Hakim, im Jahr 2002 die „Kneipen- und Musiknacht Pub á la Pub“, an der sich jährlich jeweils etwa zehn Locations beteiligten. Nachdem die Initiatoren im Jahr der Bundesgartenschau pausieren wollten, organisierten die Rathenower Restaurant- und Barbesitzer Pierre Didrigkeit („PurPur“), Ronny Kraatz („American Monster“) und John Schach („Schwedendamm“) eine „Night of Music“ in Eigenregie. Nun gab es die „neue“ Kneipennacht bereits zum dritten Mal. Ferras el Hakim lud die Rathenower, nach seiner Karaoke-Party 2015 im „Studio B“, in diesem Jahr wieder ohne Eintritt, zu Rock’n’Roll-Musik mit dem Berliner Trio „Vinyl Freaks“ ein. „Bei der Kneipennacht sollte die Musik im Vordergrund stehen. Wir müssen den Gästen etwas bieten“, so Apostolos Tsemenis. „Das betrifft auch die Qualität der Bands.“ Und nach Meinung des Inhabers der „Taverna Syrtaki“ hat diese bei der Auswahl durch die Organisatoren, die die Bands auch bezahlen, in den letzten beiden Jahren gelitten.

Ob Solo oder Band – die Musik war toll

Ob Solo oder Band – die Musik war toll.

Quelle: Uwe Hoffmann

Apostolos Tsemenis beteiligte sich nach vielen Jahren erstmals nicht mehr an der Kneipennacht und schloss sich Ferras el Hakim an. So hatte auch die Potsdamer Rockband „Hot Rock“ Gäste, die kostenlos in der Schleusenstraße Station machten. „Ich kann zwar nicht verstehen, warum sich einige ‚Kneiper’ nicht an der Kneipennacht beteiligen und eigene Veranstaltungen organisieren, aber für die Gäste, die durch Rathenow ziehen, ist es eher egal und einfach eine Party-Location mehr“, so einer der Kneipennacht-Besucher. Mehr Gäste erhofften sich auch die neuen Betreiber der „Alten Schmiede“, die zu einer komplett eigenständigen Party einluden. Rathenow darf gespannt sein, ob sich die Gastwirte noch einmal zusammenfinden oder ob es auch 2018 wieder „zwei Kneipennächte“ geben wird.

Die Bilanz der Polizei

Die Polizeibeamte hatte zur „Rathenower Kneipennacht“ Kontrollen angekündigt. So wurden bei Verkehrskontrollen etliche Verkehrsordnungswidrigkeiten geahndet. Vier Autofahrer fuhren unter dem Einfluss von Amphetamin, Kokain oder Cannabis. Drei Fahrzeugführer hatten Alkoholwerte von 0,64 bis 1,31 Promille. Bei einem Verkehrsteilnehmer stellten die Beamten gestohlene Kennzeichen am Fahrzeug fest. Ein weiterer Verkehrsteilnehmer flüchtete vor der Kontrolle. Er wurde verfolgt und schließlich gestellt. Er war zuvor mit über 100 km/h durch die Stadt gerast, Fußgänger mussten beiseite springen. Der Fahrer war nicht betrunken und hatte einen Führerschein. Er muss mit einem Strafverfahren wegen Verkehrsgefährdung rechnen, bei dem er seinen Führerschein möglicherweise verlieren wird.

Von Uwe Hoffmann

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