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Viele kamen zur Bockwindmühle in Bamme

Mühlentag Viele kamen zur Bockwindmühle in Bamme

Zum Mühlentag öffneten im Land Brandenburg in jedem Landkreis eine Mühle – mindestens. Die Besucher erlebten, wie alte Mahlwerke funktionstüchtig Mehl herstellten oder wie Fördervereine für den Wiederaufbau von Mühlen warben. Das war auch in Bamme im Amt Nennhausen so.

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Günter Seidemann (Mitte), stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Bockwindmühle Bamme, erläutert Besuchern den Mühlenaufbau.

Quelle: Norbert Stein

Bamme. Erstmals öffneten am Pfingstmontag 1994 über 500 Mühlen bundesweit ihre Türen und Tore für interessierte Besucher. Seither steht auch in Berlin - Brandenburg der zweite Pfingstfeiertag im Zeichen historischer Mühlen. Gestern zum 23. Mal und mittlerweile traditionell auch auf dem Mühlenberg in Bamme im Amt Nennhausen.

Organisiert wurde der Aktionstag auf dem Mühlenberg vom Förderverein Bockwindmühle Bamme. Die Vereinsvorsitzende Cornelia Großmann und ihr Stellvertreter Günter Seidemann führten abwechselnd alle 30 Minuten Besuchergruppen bis zu 20 Personen in die Mühle und brachten ihnen anschließend die Mühlengeschichte näher. So ging es 12 Uhr bis in den späten Nachmittag. Der Mühlentag in Bamme war wieder gut besucht und bestens organisiert vom Förderverein und seinen Helfern.

Fesselnde Geschichten rund um die Mühle

„Glück zu“, begrüßte Günter Seidemann die Gäste in der Mühle mit einem Spruch, mit dem einst die Müllermeister ihre Gesellen zur Wanderschaft verabschiedeten. Die Besucher fesselnd erzählte der stellvertretende Vereinsvorsitzende von Bock, Mehlbalken, Hausbaum, Königswelle, Balkenkreuz und weiteren Details der 1334 errichteten Bockwindmühle.

Dietmar Großmann holt Mühlenbrot aus dem Backofen

Dietmar Großmann holt Mühlenbrot aus dem Backofen.

Quelle: Norbert Stein

Nach 1920 endete die Mehlproduktion

Bis 1920 wurde mit der Mühle Mehl gemahlen, erfuhren die Besucher bei den sachkundigen Führungen. Der Förderverein möchte die in die Jahre gekommene und nicht mehr funktionstüchtige Bockwindmühle sanieren und für Schauzwecke wieder in Betrieb nehmen.

Das Konzept dazu ist erarbeitet und auch die Baugenehmigung liegt bereits vor. „Nur das nötige Geld fehlt noch“, verabschiedeten die Vorsitzende und ihr Stellvertreter die Besuchergruppen aus der Mühle mit dem freundlichen Hinweis, dass am Ausgang ein kleiner Mehlsack steht, zum Einwerfen von Spenden zur Unterstützung des Sanierungsvorhabens.

Feriengäste in Bamme

„Ein prima Vorhaben“ sagte Arnd Patitz aus Osterburg. Der Rentner macht mit seiner Frau Urlaub in Ferchesar. Den Mühlentag nutzten sie für einen Abstecher nach Bamme. „Ich bin bei Oschatz in Sachsen geboren. Auf den Weg zu meinen Opa stand auch so eine schöne Mühle“, erinnerte sich der 81 Jahre alte Mann an seine Kindheit während vor der Bockwindmühle Dietmar Großmann gerade Mühlenbrot aus dem Backofen holte. 150 solcher Mühlenbrote hat der Förderbein gestern unter die Besucher gebracht, wie auch Bockwust, Kaffee und Kuchen bei mittelalterlicher Musikbegleitung. Der Erlös kommt ebenfalls in die Kasse zur Sanierung der Bockwindmühle.

Mühlentag in Bamme

Mühlentag in Bamme.

Quelle: Norbert Stein

Von Norbert Stein

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