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„Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt“

Interkulturelle Woche „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt“

Rund 154.000 Menschen leben im Landkreis Havelland. Unter ihnen auch zahlreiche Menschen, die nicht in Deutschland geboren wurden. Sie kennenzulernen, ihre Kultur, ihre Sitten und Bräuche, aber auch ihre Ängste und Sorgen, das ist das Ziel der Interkulturellen Woche, die am Samstag beginnt.

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Jede Menge Möglichkeiten für Begegnungen soll die Interkulturelle Woche bieten.

Quelle: Christin Schmidt

Havelland. Nie war eine Interkulturelle Woche wichtiger als in diesem Jahr. Tausende Flüchtlinge suchten in den vergangenen Monaten Schutz in unserem Land und es werden noch viele mehr kommen. Auch im Havelland leben mittlerweile rund 1000 Flüchtlinge, was etwa 0,7 Prozent der Bevölkerung spricht. Sie alle sollen in der kommenden Woche im Mittelpunkt stehen, wenn im gesamten Havelland mit verschiedensten Veranstaltungen und Aktivitäten das Miteinander der Kulturen gefeiert und gelebt werden soll.

„Um Integration zu einer Erfolgsgeschichte zu machen, braucht es die Fähigkeit, mit Vielfalt umzugehen. Das geschieht vor Ort, dort wo Menschen alltäglich aufeinandertreffen. Dort muss es gelingen, Vielfalt von Kulturen und Traditionen zu leben und Tendenzen von Fremdenfeindlichkeit und aufkeimenden Ängsten mit Nachdruck entgegenzuwirken“, so die Integrations- und Migrationsbeauftragte des Landkreises, Gabriele Steidl. Ihr Ziel ist es im Rahmen der Interkulturelle Woche durch Begegnungen Kontakte entstehen zu lassen, die Berührungsängste abbauen und zu einem besseren Verstehen der „Fremden“ führen. Dazu finden unter dem Motto „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt“ vom 19. bis 28. September Veranstaltungen im gesamten Kreisgebiet statt.

Mit Festen die Vielfalt feiern

Mit einem Familienfest beginnt die Interkulturelle Woche am Samstag in Falkensee. In Rathenow lädt das Bündnis für Familie dann am Mittwoch, 23. September zum Internationalen Sportfest von 16 bis 18 Uhr in die Mühle am Schwedendamm. Höhepunkt der Aktivitäten in der Kreisstadt dürfte das „Interkulturelle Sommerfest“ im Übergangswohnheim am Birkenweg sein, zu dem am 26. September alle Bürger eingeladen sind. Asylbewerber aus Rathenow, Premnitz und Friesack kommen ebenso wie Kinder der Kitas Göttlin und Am Weinberg, das Bündnis für Familie, der Kreissportbund und das Kompetenzzentrum Havelland.

Durch Begegnung sollen Grenzen überwunden werden, dazu tragen unter anderem Clown Celly und die Kinder der Rathenower Kinderstadt mit ihrem Theaterstücks „Mauern einreißen“ bei. Zudem sind Vertreter der Migrationserstberatung und der Europäische Union Deutschland zu Gast. Der Verein aus Falkensee will sich und mit Aktivitäten zur Völkerverständigung beitragen. Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen, wird es auch am internationalen Buffet geben.

Zum Abschluss der Interkulturellen Woche lädt der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. am 28. September um 16 Uhr ins Jugendbüro in der Berliner Straße 33 in Rathenow ein. Unter dem Motto „Frauen in Sri Lanka im Aufbruch“ spricht Ilona Launhardt über die Situation der Frauen in dem asiatischen Land. Dazu zeigt sie einen Film und eine Fotoshow. Sämtliche Veranstaltungen sind offen für interessierte Havelländer. Das komplette Programm sowie weitere Infos auf www.havelland.de.

Von Christin Schmidt

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