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Vielleicht doch ein Fischerfest

Ketziner Neujahrsempfang Vielleicht doch ein Fischerfest

Sechs weitere Einträge ins goldene Buch der Stadt Ketzin/Havel gab es beim Neujahrsempfang. Unter der 64 in dem seit 2004 geführten Buch steht jetzt Landrat Burkhard Schröder.

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Einige der Geehrten beim Ketziner Neujahrsempfang.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Ketzin/Havel. Versteckt fast am Ende seiner Neujahrsrede hatte Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP) am Mittwochabend eine Nachricht verkündet, die die Gäste im Bürgersaal aufhorchen ließ: „Vielleicht wird es 2016 doch ein Fischerfest geben.“ In der nächsten Woche wolle sich ein möglicher Veranstalter vorstellen. Nach dem Ärger mit dem Veranstalter des letzten Fischerfestes und einer Menge unbezahlter Rechnungen, die die Stadt übernehmen musste, hatten sich die Stadtverordneten dafür ausgesprochen, mit dem Fest ein Jahr auszusetzen. Jetzt scheint es doch möglich, die Tradition ohne Pause fortzusetzen.

Die zweite Überraschung des Abends gab es bei den Geehrten, die sich ins goldene Buch der Stadt eintragen durften. Unter der Nummer 64 findet sich jetzt der Name den scheidenden Landrates Burkhard Schröder (SPD). Bürgermeister Lück hielt eine Laudatio, in der er mit Komplimenten und Dankesworten um sich warf: „Seit 25 Jahren hat sich der Landrat für die Verbesserung der Infrastruktur in Ketzin/Havel persönlich eingesetzt. Seinem Engagement haben wir es zu verdanken, dass wir zumindest über den Tourismussektor in der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Osthavelland Mitglied werden konnten“. Lück erinnerte aber auch an die Startschwierigkeiten, die er mit Burkhard Schröder hatte: „Zu Beginn meiner Amtszeit hatte ich das Gefühl, dass Ketzin im Landkreis Havelland das fünfte Rad am Wagen ist. Ich habe sogar mal irgendwann öffentlich gesagt, dass wir in Potsdam-Mittelmark eigentlich besser aufgehoben wären. Heute kann ich alles revidieren. In den letzten Jahren gab es mit dem Landkreis ein gutes Zusammenwirken.“ Als Abschiedsgeschenk überreichte Bernd Lück dem Landrat einen Bildband über „Ketzin/Havel“.

Der war von der Ehrung nicht nur überrascht sondern auch gerührt. „Ketzin hatte in der Vergangenheit einige Bürgermeister. Aber eine sichtbare Entwicklung in der Kernstadt ist erst in jüngster Zeit zu erkennen. Heute ist Ketzin als die einzige Stadt am Wasser im Osthavelland ein Ort, in dem es sich zu wohnen lohnt“, so Schröder.

Damit das auch so bleibt, sich das Erscheinungsbild weiter positiv entwickele, seien in diesem Jahr diverse Vorhaben in der Havelstadt geplant, so der Bürgermeister. Ganz oben auf der Liste steht der Ausbau der Schulsportanlage Am Mühlenweg sowie des Sportareals im Friedrich-Ludwig-Jahn-Weg. „Die Fördermittelanträge sind gestellt“, versicherte Lück. Er zeigte sich auch bezüglich des Abschlusses der Arbeiten in der neuen Mitte von Ketzin zuversichtlich. „Wenn es die Witterung zulässt, kann der neue Edeka-Markt Ende März eingeweiht werden.“ Dann wäre das Ensemble aus dem saniertem Gutshof, dem Gästehaus, dem Bistro und dem Supermarkt komplett. Der Dank gelte vor allem Helga Breuninger, „die einen erheblichen Teil ihres Privatvermögens verwendet hat, um den ehemaligen Späth’schen Gutshof als Tor zum Sanierungsgebiet wieder zu beleben und diesen nun in weiten Teilen für eine öffentlichen Nutzung zur Verfügung stellt.

In diesem Jahr will die Stadt Ketzin/Havel die Umgestaltung des Marktplatzes in Angriff nehmen. Dazu so Lück, werde es eine Bürgerbeteiligung geben. Er, wie auch der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Jürgen Tschirch (SPD), wünschen sich, dass die Bürger von dieser Möglichkeit rege Gebrauch machen.

Auch bei anderen Entscheidungen wie zur Schiffbarkeit der Gewässer am Brückenkopf, wie bei der Verteilung der Mittel im ersten Ketziner Bürgerhaushalt oder bei der beginnenden Diskussion über die künftige Verkehrsführung in der Kernstadt müsse man die Bürger einbinden, sagte Tschirch.

Von Jens Wegener

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