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Havelland Kinder erleben „Tag der Parke“ im Naturpark
Lokales Havelland Kinder erleben „Tag der Parke“ im Naturpark
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19:10 06.06.2016
An Modellen wurde erklärt, wie die Havel fließt. Quelle: Uwe Hoffmann
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Milow

„Was quakt denn da?“ hieß die erste der sechs Stationen im und rund um das Naturparkzentrum Milow, welche die kleinen Gäste durchlaufen mussten. Am Sonntag lud das Naturparkzentrum zum sechsten Mal um den Kindertag herum zum Erlebnistag ein. Anlass ist der europaweite Tag der Parke am 24. Mai. In diesem Jahr stand das Kennenlernen des „Leben an und im Wasser“ im Mittelpunkt.

Die Kinder hatten die Gelegenheit, an verschiedenen Stationen das Thema auf unterschiedliche Weise zu erforschen. Quelle: Uwe Hoffmann

So erfuhren die Gäste, die nicht nur aus den Nachbarorten von Milow kamen, welche Froscharten zum Beispiel in und an der Havel leben und wie man sie schon an ihren Rufen erkennen kann. Der Eisvogel, wegen seines in der Sonne schillernden Federkleides auch fliegender Edelstein genannt, brütet zwei, drei Mal im Jahr. „Deshalb können sich die Bestände des geschützten Vogels relativ schnell erholen“, erzählt Naturpark-Rangerin Bea Koch. „Der Eisvogel brütet innerhalb 21 Tage jeweils fünf bis sieben Eier aus“, ergänzte die elfjährige Pauline Gribba, die an der Station half.

Mit dem Fernglas auf Entdeckertour

In der Natur ist der bunte, am Wasser lebende Vogel, selten zu sehen. Aber auch das ausgestopfte Exemplar, dem die Kinder ganz nah kommen konnten, war beeindruckend. Auch an der letzten Station konnten die Kinder mit dem Fernglas auf eine spezielle Entdeckertour gehen. Am gegenüber liegenden Havelufer hatten die Ranger einen ausgestopften Singschwan und Graureiher im Gras versteckt.

Wichtige Tiere, die unscheinbar sind

Die Gäste erfuhren, dass die auf dem Havelgrund lebenden eher unscheinbaren Tiere, wie Wasserschnecken und Muscheln, eine wichtige Funktion im Ökosystem Havel haben. Um sich zu ernähren filtrieren sie das Wasser und tragen so zur Sauberkeit des Wassers bei. Neben der Teichmuschel und der selteneren Kleinen Flussmuschel gibt es auch die Malermuschel, die zu ihrem Namen auf Grund der Benutzung der am Ufer gefundenen Schalen durch Maler als Farbschale kam. „Die Posthornschnecke gehört zu den Schnecken, die mittels Lungen atmen“, sagte Rangerin Heike Rothe. „In der Havel leben aber auch eingewanderte Tiere, wie der Amerikanische Flusskrebs.“

An den Stationen gab es aber auch schwierigere Fragen für die Eltern. Nach erfolgreichem Absolvieren der Stationen konnten sich die Kinder einen Preis, wie ein Bestimmungsbuch, ein Spiel oder Geräte wie Becherlupen zur Beobachtung in der Natur aussuchen. Klein und Groß hatten gemeinsam Spaß an der Aufführung des Puppentheaterstückes „Die Geschichte vom kleinen Frosch“.

Zum Tag der Parke im Naturpark Westhavelland wurde auch ein Puppentheaterstück gezeigt. Quelle: Uwe Hoffmann

In der rund zehnminütigen Geschichte erzählten drei Mitarbeiterinnen von Naturpark und Naturwacht die Abenteuer eines ängstlichen Frosches und einer frechen Maus. „Meiner Enkeln hat es viel Spaß gemacht, die Natur mit allen Sinnen zu entdecken“, sagte Evelyn Vergin aus Rathenow, die über das Wochenende ihre sechsjährige Enkeln Leeloo aus Strausberg zu Gast hatte.

Schweden war das erste Land

Der Tag der Parke geht auf den 24. Mai 1909 zurück. An diesem Tag stellte Schweden als erstes Land Europas neun Naturräume als Nationalparks unter Schutz.

Von Uwe Hoffmann

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