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18:49 03.06.2014
Kathie, Nils, Aaron und Jan sind begeistert vom Sommerleseclub. Sie wünschen sich, dass die Aktion in Rathenow erhalten bleibt. Quelle: C. Schmidt
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Rathenow

Wenn Jan in wenigen Wochen in den Flieger Richtung USA steigt, liegt in seinem Koffer neben der Sonnenbrille und den Klamotten auch Lektüre. Nicht ein Buch. Nein, Jan packt gleich mehrere Exemplare ein. Und alle tragen einen Aufkleber: Sommerleseclub. Zumindest war das in den vergangenen Jahren so. Der 14-Jährige hofft sehr, dass es so bleibt und die Rathenower Stadtbibliothek wieder zum Sommerleseclub einlädt. Denn Bücher gehören für ihn in den Ferien einfach dazu. Das sehen auch seine Klassenkameraden Aaron, Nils und Kathie so. Die vier Jahngymnasiasten sind Mitglied der Rathenower Stadtbibliothek und begeistert von dem Projekt, das Schüler fürs Lesen begeistern will. Nils und Jan hat der Sommerleseclub überhaupt erst in die Bibliothek gelockt. Warum? Weil er ihnen jedes Jahr aufs Neue die großen Ferien versüßt und rund 240 brandaktuelle Bücher zur Verfügung stellt. Etwa 100 Mädchen und Jungen der 5. bis 8. Klasse nehmen dieses Angebot seit 2010 jedes Jahr begeistert an.

Dieses Mal beteiligen sich bundesweit 144 Bibliotheken am Sommerleseclub. Auch die Rathenower möchten wieder dabei sein, doch die Stadt hat aufgrund der miserablen Finanzlage die 2000 Euro für die Anschaffung der Bücher gestrichen. Ein Sponsorenlauf soll nun das Geld zusammenbringen. Die Idee dazu hatte Ute Arndt, Lehrerin am Jahngymnasium. Sie konnte Kollegen, Eltern und Schüler dafür begeistern und überzeugte auch andere Bildungseinrichtungen sich am Sponsorenlauf zu beteiligen. „Eine schöne Gelegenheit zu zeigen, dass die Schulen zusammenhalten“, so Ute Arndt. Auf ihrer Seite hat sie natürlich auch Aaron, Jan, Nils und Kathie. Die vier hoffen auf breite Unterstützung aus der Bevölkerung, denn „ohne den Sommerleseclub würden definitiv weniger Schüler Bücher lesen“, sind sie sich einig.

In diesem Jahr lautet das Motto des Sommerleseclubs „Wir verschlingen Bücher. „Warum sollten unsere Kinder davon ausgeschlossen sein?“, fragt Ute Arndt. „Nirgendwo erfahren Dinge eine so große Nachhaltigkeit wie in Büchern. Sie eröffnen Kindern Lebenswelten, die ihnen fremd bleiben würden. Sie vermitteln Wissen, bringen Freude und wecken die Neugier“, heißt es in dem Aufruf zum Sponsorenlauf.

„Ein Buch zu lesen, das ist bildschirmfreie Unterhaltung“, sagt Jan und Nils pflichtet ihm bei. Er hat früher kaum gelesen, musste sich eher durch die Bücher quälen. Inzwischen ist er begeistert von dieser Art der Unterhaltung. „Wer nicht gern liest, hat noch nicht das richtige Buch gefunden“, ist sich Nils sicher. Sein Freund Aaron hatte ihn zum Sommerleseclub gelockt, wo er viele spannende Werke entdeckte. Nils hat sein Genre gefunden: Comic-Romane wie „Gregs Tagebuch“. Mit dem Lesefieber hat er sogar andere Freunde angesteckt. Ihm ist klar, dass er ohne den Sommerleseclub nicht so leicht an neue Bücher kommen würde. Ein weiterer Pluspunkt ist die Vielfalt: Es gibt für verschiedene Altersgruppen Lesestoff und unterschiedlichste Interessen werden bedient. „Da findet jeder etwas“, sagt Jan. Und noch einen Vorteil hat der Club: Die Teilnahme ist kostenlos und ist ein Buch mal nicht so toll, gibt man es einfach wieder ab. Bringt der Sponsorenlauf genug Geld ein, dürfte dem nächsten Sommerleseclub, der am 7. Juli startet, nichts mehr im Wege stehen.

Von Christin Schmidt

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