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Vierter Kreativmarkt gut besucht

Dallgow-Döberitz Vierter Kreativmarkt gut besucht

Zum vierten Mal haben Yvonne Stroschke und Ivonne Henning am Sonnabend zum Kunst- und Kreativmarkt in die Dallgower Hauptstraße eingeladen. Gleich zu Beginn fanden sich viele Besucher ein. Die Künstler boten unter anderem Schmuck an, Acrylbilder, selbst gemachte Seife oder aber Keramik.

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Heimatmaler Heiko Schulz zeigt auf dem Markt seine Acrylbilder mit Falkenseer Bezug.

Quelle: Carsten Scheibe

Dallgow-Döberitz. Der drastische Temperatursturz am Sonnabend brachte Yvonne Stroschke von der Dallgower „Landblume“ zum Glück nicht zum Schwitzen. Denn ihr vierter Kunst- und Kreativmarkt direkt vor ihrer Ladentür in der Dallgower Hauptstraße zog bereits ab zehn Uhr in der Früh viele neugierige Besucher an: „Die Sonne scheint, das ist die Hauptsache. Und die kühleren Temperaturen sind sogar hilfreich. Da halten es die Besucher länger auf dem Markt aus. Ich bin froh, dass die vielen Jugendweihe-Feiern uns keine Besucher gekostet haben.“

Seit vier Jahren organisiert die Floristin den Markt zusammen mit Ivonne Henning. Diese führt ein Schreibbüro in Dallgow und fand die Idee toll, die Kreativen aus der Region wenigstens einmal im Jahr vor Ort zusammenzubringen. Die Organisation kostet zwar jedes Jahr aufs Neue viel Kraft. Aber das Publikum dankt es den Beiden: Von Jahr zu Jahr strömen mehr Besucher auf die „Kreativmeile“ zwischen dem Deutschen Haus und der neuen Trattoria Olio.

Viele Aussteller sind bereits seit dem ersten Jahr dabei, man kennt sich. Das gilt für Regina Schulte, die handgefertigte Glasperlen anbietet, ebenso wie für Angela Kohls mit ihrer im eigenen Ofen gebrannten Keramik. Kisten Erdahl reiht sich mit ihrer Vintage-Goldschmiedekunst ein und Constanze Rühmann hat selbst gemachte Seife im Programm. Heimatmaler Heiko Schulze zeigte einmal mehr seine Falkenseer Gemälde in Acryl vor und Arnim Kühne hatte seine selbstgedrechselten Füllfederhalter aufgebaut.

Was in diesem Jahr auffiel: Das Upcycling steht bei vielen Künstlern hoch im Kurs. Dabei geht es darum, Alltagsgegenstände aufzuwerten, indem man sie in einen neuen Kontext setzt. Birgit Springer beherrscht das wie keine andere. Die Falkenseerin verwendet alte Kaffeekapseln, um daraus Schmuck zu machen. Wie gut das aussehen kann, sieht man ihr selbst an – sie trägt inzwischen nichts Anderes mehr: „Dank einer neuen Sommeredition der Kaffeekapseln kann ich in diesem Jahr sogar neue Farben anbieten. Das kommt bei meinen Stammkundinnen sehr gut an.“

Dem Upcycling hat sich auch Michael Laube aus Falkensee verschrieben. Er bringt Vinyl-Schallplatten in eine neue Form und macht aus ihnen Schalen oder Lampenschirme: „Jeden Tag werden tonnenweise Vinylplatten in den Müll geworfen. Manche lagen vorher schon 20 Jahre ungehört im Keller. Ich verarbeite sie zu etwas Schönem.“

Dicht umringt war auch der Stand der Dallgowerin Melanie Knitter, die die alte Werkstatt ihres Vaters verwendet, um aus Treibholz, Holz aus dem Wald und alten Baustellenbrettern dekorative Schilder und Schlüsselanhänger zu erstellen. Die glatt geschliffenen Hölzer werden von ihr mit Kreidefarben auf „Shabby“ getrimmt und dann mit vielerlei amüsanten Texten versehen. Da weist ein Outdoor-Schild schon mal auf den „Strebergarten“ hin und zeigt ein Schlüsselanhänger, dass man ein „Dorfkind“ ist.

Natürlich nutzten die Besucher den Markt am Sonnabend auch einmal mehr als Treffpunkt, um dort mit Nachbarn und Freunden zusammen zu kommen, um mit den Künstlern zu sprechen oder um an den kulinarischen Ständen zu naschen. Da am Ende wieder alle Beteiligten höchst zufrieden waren, steht einem fünften Künstlermarkt im kommenden Jahr nichts im Wege.

Von Carsten Scheibe

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