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Hunderte Moped-Fans waren dabei

Simson-Treffen in Vietznitz Hunderte Moped-Fans waren dabei

Zum fünften Mal trafen sich im kleinen Dorf Vietznitz Liebhaber von Star, Schwalbe und S 50. 500 Zuschauer strömten auf den Festplatz, um sich die Maschinen und Wettkämpfe anzusehen.

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S 50, S 51 und Schwalben dominierten auf dem Festplatz in Vietznitz.

Quelle: Norbert Stein

Vietznitz. Musikalisch sorgt ein Ohrwurm aus Mitte der 1960er Jahre für die richtige Einstimmung: Benny Ouicks „Motorbiene“ schallt über den Festplatz in Vietznitz. Für die Fans von Schwalbe, Spatz, SA 2, S 50 und Star ist das das Zeichen zum Sammeln. Sie starten ihre Mopeds und warten auf das Zeichen vom Mann an der Spitze – Manuel Kobus. Als er die Hand hebt, geht es los zur gemeinsamen Ausfahrt beim fünften Simson-Treffen. Mehr als 200 Simson-Fahrzeuge verschiedener Generationen und Bauart sorgen für am Sonnabendnachmittag für einen imposanten Tross. Mit insgesamt knapp sechs Millionen hergestellten Krafträdern war Simson zu DDR-Zeiten der größte Zweiradhersteller Deutschlands und ist es bis heute geblieben.

Die Kolonne schlängelt sich durch Warsow, Brädikow und Haage, von wo aus es zurückgeht auf den Festplatz in Vietznitz. Mitten im Fahrerfeld sind Uwe Schmidt und sein Sohn Alexander aus Spaatz mit ihren Mopeds. „Die Atmosphäre ist gut, und die gemeinsame Ausfahrt ist immer wieder ein schönes Erlebnis“, erzählt Uwe, der schon zum dritten Mal dabei ist.

Seit den frühen Morgenstunden am Sonnabend rollen Mopedfahrer in das kleine Dorf bei Friesack. Einige bleiben zwei, drei oder vier Stunden, andere länger. Mehr als 400 Fahrer mit ihren geliebten Simsons dürften es insgesamt sein. Ein Moped-Zehnkampf-Geschicklichkeitsfahren über Rampen und durch Tore lockt auch Zuschauer an. Etwa 500 genießen das Flair und den Anblick der Maschinen.

Zu den Teilnehmern, die bereits am Freitagabend angereist waren, gehören Max Nienhold aus Falkensee und Moritz Voß aus Brieselang. Die beiden sind Schulfreunde. Vor drei Jahren beim Treffen in Vietznitz packte sie die Leidenschaft fürs Moped. Sie kauften sich noch auf dem Platz Zweiräder vom Typ S 50 und S 51, mit denen sie jetzt wiederkamen. „Das Treffen mit den Gleichgesinnten ist einfach fantastisch. Man kann fachsimpeln, sich den einen oder anderen Tipp holen kann“, schwärmen die jungen Männer, während neben ihrem Zelt auf einem Grill die Steaks zum Abendbrot brutzeln. I

Gleich gegenüber haben sechs Neuruppiner ihr Quartier aufgeschlagen. Maik Lange dreht noch eine Runde mit seinem S 51, den er zuvor in 30 Minuten einen neuen Zylinder verpasst hatte. „Alles in Ordnung“, sagt er nach der Probefahrt und macht es sich gemütlich im Lager.

Zeit für eine kurze Verschnaufpause findet nun auch Lars Belajew. Er gehört zu den Mitorganisatoren des Festes und ist natürlich selbst Mopedfan. „Opa hatte einen und ich mit 14 Jahren auch schon “, erklärt der heute 37-Jährige warum er „Star“ fährt. „Alte Liebe rostet eben nicht“, fügt er noch lächelnd hinzu und geht wieder an die Arbeit.

Von Norbert Stein

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