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Havelland Vision für ein Regionalmuseum
Lokales Havelland Vision für ein Regionalmuseum
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17:35 30.11.2015
Historische Enge: Das Museumsdepot ist in einer alten Garage untergebracht. Quelle: Klaus Dietmar Gabbert

Falkensee braucht ein neues Museum. Mit dieser Vision ist Burkhard Berg, Vorsitzender des Fördervereins des Falkenseer Museums, in die Öffentlichkeit getreten.

Seit fünf Jahren ist der ehemalige Pfarrer Vorsitzender des Vereins, hat in dieser Zeit viele Dinge auf den Weg gebracht. Wesentlich ist sein Engagement für die Idee des Museumslehrers und für die fachlich stark beachteten Museumstage. Beides sind Projekte, die weit über die Stadtgrenzen von Falkensee wirken. Und genau da setzt Burkhard Berg an: Er will das Museum räumlich und inhaltlich weiten.

Dieser Schritt ergibt sich für ihn als logische Konsequenz aus der bisherigen Entwicklung des Falkenseer Museums. Da macht er vier Phasen aus: Die Anfänge mit der Archivarbeit von Fritze Müller und der Heimatstube. Dann das Heimatmuseum im Dachgeschoss des Gebäudes neben dem Rathaus, das stark durch die Arbeit von Gerhard Zimmermann geprägt wurde. Schließlich Phase 3: Das Museum an seinem jetzigen Standort, wo es als „Museum und Galerie“ wirkt. „Nun ist es Zeit für Phase vier“, sagt Burkhard Berg, „das ist die Ausdehnung zu einem Regionalmuseum.“ Und da hat der Mann keine kleine Lösung im Sinn, sondern eine große Vision: ein Neubau in Falkensees Mitte.

Mitte nennt er den Bereich rund um den Gutspark, den Begriff „Zentrum“ mag er in Zusammenhang mit Falkensee nicht benutzen. Ein Neubau im Bereich des ehemaligen Gutshauses könnte den künftigen Aufgaben besser gerecht werden.

Mit seiner großen Idee hat Burkhard Berg seine Mitstreiter im Vorstand des Fördervereins überrascht und nach lebhafter Diskussion auch mitgenommen. Wenn auch nicht alle auf einen Neubau setzen. Beim Gespräch mit Falkensees Bürgermeister Heiko Müller vor einigen Tagen hat Burkhard Berg sein Projekt vorgestellt. Vorstandsmitglied Hans Rhinow hat daneben Ideen vorgetragen, am Museum Veränderungen zu schaffen. „Mich hat der Bürgermeister mit seiner Idee überrascht, was einen möglichen Umbau der Garage auf dem Museumshof betrifft“, sagt Hans Rhinow. Nach dieser Idee würde statt der alten Garage ein zweigeschossiger Bau an das Museum angrenzen, über den wäre dann auch ein behindertengerechter Zugang zur oberen Ausstellungsetage möglich. „Das war ein neuer Vorschlag, der auch geprüft werden muss“, meint Hans Rhinow.

Für Veränderungen sprechen sich auch die Museumsmitarbeiter aus. „Es fehlen Räume“, sagt Gabriele Helbig, die Leiterin des Hauses. „Die Möglichkeiten für die Dauerausstellung und für die Galerie im Erdgeschoss sind in Ordnung, wenn auch größere Reisegruppen nicht bewältigt werden können“, sagt sie. Aber kritisch wird es, wenn es um die Aufgabe des Sammelns und um Veranstaltungen geht. Seit 1992 hat sich die Raumkapazität des Museums nicht vergrößert, ein Teil der Bestände – darunter raumgreifende Tierpräparate – wurden ausgelagert. Aber nicht nur Platz für die sachgemäße Unterbringung des wachsenden Sammelgutes fehlen. „Wir haben keinen Veranstaltungsraum, sondern führen die Veranstaltungen in der Ausstellung durch“, erklärt sie, bei bestimmten Themen - wie bei der kleinteiligen Sandmann-Ausstellung – lassen sich keine Sonderveranstaltungen machen, weil kein Platz ist, um Stühle zu stellen

„Wir haben ein tolles Museum in Falkensee und mehr als viele andere Kommunen. Das vorhandene Haus hat ein rundes Konzept“, sagt Bürgermeister Heiko Müller zu den Plänen. Er hält es für realistisch, den vorhandenen Standort zu entwickeln.

Von Marlies Schnaibel

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