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Havelland Visitenkarte von Dallgow-Döberitz
Lokales Havelland Visitenkarte von Dallgow-Döberitz
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07:41 04.04.2016
Der Bahnhof von Dallgow-Döberitz. Quelle: Marlies Schnaibel
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Dallgow-Döberitz

Die MAZ-Serie „Zu Hause in...“ wird ab heute in der Gemeinde Dallgow-Döberitz fortgesetzt. Nach Wustermark schauen sich MAZ-Reporter in den nächsten zwei Wochen in der Gemeinde zwischen Berliner Stadtgrenze und Elstal um und berichten jeden Tag aus den Ortsteilen.

Wir zeigen die schönen Ecken und die nicht so schönen, wir lassen die Einwohner zu Wort kommen, blicken in die Geschichte und auch ein bisschen in die Zukunft.

Statistik ohne Beschönigung

Denn Dallgow-Döberitz hat es in sich. Der Ort wächst und wächst und wächst. So schnell wie kein anderer im Havelland. So das Ergebnis einer Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, die im vergangenen Jahr vorgestellt wurde. Dabei haben die Statistikexperten sich die Zahlen genau angesehen und jeden Beschönigungstrick beiseite gelassen: Sie berücksichtigten die zum Teil gravierenden Eingemeindungen und stellten die Zahlen von 1990 und 2013 gegenüber. Danach lag Falkensee mit einem Bevölkerungszuwachs von 87,1 Prozent auf dem 1. Platz der ostdeutschen Städte über 20000 Einwohner. Bei den kleineren Kommunen ist Dallgow-Döberitz einer der Spitzenreiter. Der Ort bringt es auf die stattliche Wachstumsrate von 164,7 Prozent. Hier wurden zur Wende 3400 Einwohner gezählt, Ende 2013 waren es fast 9000. Inzwischen sind es mit Stand vom 30. März diesen Jahres sogar 9742 Einwohner, davon entfallen auf Seeburg 1128.

Absoluter Zuzugsspitzenreiter im Bundesland war übrigens Borkwalde (Potsdam-Mittelmark) mit 275,1 Prozent. „Die am stärksten gewachsenen Gemeinden befinden sich im engen Umland von Berlin“, sagte Albrecht Kauffmann vom Leibniz-Institut zur Auswertung der bundesweit erhobenen Zahlen. Und man muss kein Wissenschaftler oder Prophet sein um vorherzusagen: Dallgow-Döberitz wird in seiner Entwicklung auch weiterhin von seiner Berlin-Nähe beeinflusst werden. Zum Guten, vielleicht auch zum Negativen.

Naturschutzgebiet in der Döberitzer Heide

Mit 140 Einwohner je Quadratkilometer wohnt es sich ganz luftig im Ort. Im benachbarten Falkensee kommen 965 Menschen auf einen Quadratkilometer. Allerdings ist ein Großteil der Gemeindefläche von Dallgow-Döberitz Sperrgebiet und gehört zum Naturschutzgebiet Döberitzer Heide.

Lesen Sie am Dienstag in der MAZ ein Porträt des Ortes Dallgow-Döberitz, der seit 1993 offiziell so heißt. Danach schauen wir uns auch in Rohrbeck, Seeburg und in Engelsfelde um.

Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, Hinweise, Anregungen oder Fragen haben, schreiben Sie uns bitte unter der E-Mail-Adresse havelland@maz-online.de, betreff „Zu Hause in Dallgow-Döberitz“. Vielen Dank!

Von Marlies Schnaibel

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