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Havelland Viskose-Abriss mit Abstand auf Platz 1
Lokales Havelland Viskose-Abriss mit Abstand auf Platz 1
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00:35 09.10.2015
Der Abriss der großen Viskose-Hallen im Industriepark kommt jetzt richtig auf Touren. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Viskose, Viskose, Viskose. Das gesamte Wirtschaften der Stadt Premnitz ist gegenwärtig in erster Linie auf die Revitalisierung dieser letzten großen Brache im Industriepark ausgerichtet. In den Jahren 2015 bis 2017 sollen mehr als zehn Millionen Euro ausgegeben werden, damit nach dem Abriss und der Neuerschließung drei Investoren auf der Fläche bauen können. Damit das gewaltige Projekt überhaupt gelingen konnte, musste sich die Stadt Premnitz selbst zu einem für sie erheblichen Eigenanteil von einer Million Euro verpflichten. Im nächsten Jahr muss sie dafür die größte Jahresscheibe aufbringen, und zwar 537.500 Euro.

Insgesamt werden 5,4 Millionen Euro ausgegeben

Weil der Stadt gar nichts anderes übrig bleibt, als die Summe zu berappen, und natürlich weil es enorm wichtig ist, haben Verwaltung und Stadtverordnete das Viskose-Projekt in ihrer Prioritätenliste der Investitionen im Haushaltsjahr 2016 auf Platz 1 gesetzt. Nicht zu vergessen ist, dass für dieses Vorhaben noch Bund/Land-Fördermittel von 4,3 Millionen Euro und 537.400 Euro von der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) dazu kommen, so dass allein 2016 für die Revitalisierung der Viskose knapp 5,4 Millionen Euro über den Tisch des Hauses gehen.

Auf Platz 2 der Prioritätenliste steht ein Erweiterungsbau an der Kita „Flax und Krümel“ im Zentrum für 400.000 Euro, für den die Stadt einen Eigenanteil von 82.100 Euro aufbringen wird. Weil es gegenwärtig in der Stadt zu wenig Kita-Plätze gibt, soll ein Anbau für 20 Kinder unter drei Jahren (U 3) errichtet werden. Auf Platz 3 und 4 der Liste folgen EDV-Lizenzen und Rechentechnik für zusammen 35.000 Euro, weil die Stadt sich weitgehend vom Papier verabschieden und künftig alles digital bewältigen will. Und dann kommt er endlich auf Platz 5, der Ausbau der Clara-Zetkin-Straße.

Weil der Wasser- und Abwasserverband dort die Maßnahme für seine Leitungen 2015 nicht finanzieren konnte, war der Straßenausbau um ein Jahr verschoben worden. Jetzt ist er dran, 300.000 Euro sind dafür eingeplant und die Stadt stellt als Eigenanteil 160.000 Euro bereit. 140.000 Euro sollen durch Anliegerbeiträge wieder hereingeholt werden.

Beregnung mit Sperrvermerk

Für neue Feuerlöschbrunnen und Ausstattung (Druckluftflaschen) der Feuerwehren sind zusammen 20.000 Euro vorgesehen. Mit einem Sperrvermerk versehen sind gegenwärtig noch eine Beregnungsanlage für den Sportplatz (9.000 Euro, Platz 7) und Schallschutz für die Sporthalle der Oberschule (20.000 Euro, Platz 10). Diese Investitionen sollen nur umgesetzt werden, wenn es gelingt, dafür Fördermittel zu bekommen. Auf jeden Fall soll die Premnitzer Oberschule im nächsten Jahr aber für 5.000 Euro ein Memoboard bekommen. Das ist eine Tafel, auf der man mit Magneten etwas anheften kann. Auf den letzten drei Plätzen 12 bis 14 der Prioritätenliste, für die das Geld noch zur Verfügung steht, befinden sich die Planung für den Ausbau der Mozartstraße (30.000 Euro), Außenjalousien für die Schulen (8.000 Euro) und ein neuer Zaun für die Kita Waldhaus (6.000 Euro).

Sollte eine Maßnahme verschoben oder unerwartet Geld gespart werden, haben auf den nächsten Nachrückerplätzen neue Tische und Stühle fürs Kulturhaus Fabrikenstraße (4.000 Euro) und Fahrradständer für die Oberschule (10.000 Euro) die besten Aussichten, doch noch angeschafft zu werden.

Von Bernd Geske

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