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Voigt neuer Chef der Gülper Genossenschaft

Jubiläum in Wolsier Voigt neuer Chef der Gülper Genossenschaft

Seit 25 Jahren gibt es die Agrargenossenschaft Gülpe. Das wollten die Landwirte feiern und trafen sich in Wolsier. Und die Leitung der Genossenschaft nahm den Festakt zum Anlass, um einen neuen Geschäftsführer vorzustellen. Der bisherige Chef, Frieder März, ist nun im Ruhestand.

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Diese eiserne Kuh wird an das Jubiläumsfest anlässlich des 25jährigen Bestehens der AG Gülpe erinnern. Angefertigt wurde das Kunstwerk aus rostigen Eisenteilen von Ernst Mohrmann.

Quelle: Stein

Gülpe. Vor so einer Herausforderung hatte Ernst Mohrmann in seiner langjährigen Karriere als bildender Künstler noch nicht gestanden. Und weil er nicht so recht wusste, wie er den Wunsch der Agrargenossenschaft (AG) Gülpe erfüllen kann, wollte er den Auftrag aus alten Schrottteilen eine eiserne Kuh zu bauen, schon ablehnen. Doch er hatte nicht mit der Hartnäckigkeit der Bauern gerechnet. „Geht nicht, wir brauchen die Kuh für den 4. Juni“, sagten die Landwirte dem Künstler, der seit einigen Jahren in Gülpe lebt und arbeitet.

Verrostete Blechteile von einem Schrotthaufen

Um die Landwirte nicht zu enttäuschen, machte sich der Künstler nun doch an die Arbeit. Von einem Schrotthaufen der AG holte er ausrangierte und verrostete Blechteile in seine Werkstatt, schraubte und schweißte sie zu einer eisernen Kuh zusammen. Enthüllt wurde das Kunstwerk wie geplant am Samstag auf einem Betriebshof in Wolsier, wohin die AG Gülpe ihre Landverpächter und Gäste eingeladen hatte.

Ein Geschenk für Frieder März

Anlass war das 25jährige Bestehen der AG Gülpe. Gewidmet haben die Landwirte das Kunstwerk Frieder März, der bei dem Treffen als Geschäftsführer der AG in den Ruhestand verabschiedet wurde. Neuer Geschäftsführer der AG Gülpe ist Enrico Voigt. Der 38 Jahre alte studierte Agrotechniker Produktion Gemüseanbau würdigte die Leistungen seines Vorgängers für die Landwirtschaft in der Region Gülpe. 45 Jahre hat Frieder März in Gülpe in der Landwirtschaft gearbeitet. 2003 übernahm er die Geschäftsführung der AG von Lothar Görne, der ebenfalls zu dem Betriebsjubiläum mit Technikschau, Stellbesichtigungen und Ausfahrten in die Flur gekommen war.

Start in die Direktvermarktung

Seit ihrem Bestehen hat die AG in Stallanlagen, Technik, Milchproduktion und als einer der ersten Betriebe im Havelland in die Direktvermarktung investiert. Verkauft werden Fleisch und Wust aus eigener Produktion in drei Geschäften, die zum Unternehmen gehören. 90 Prozent der heute von der AG bewirtschafteten 1635 Hektar Acker und Wiesen sind Naturschutzgebiet. Damit können die Landwirte unter Beachtung der Naturschutzvorgaben die Flächen nur eingeschränkt bewirtschaften. Sie müssen mit viel Wasser, zehntausenden Gänsen und Kranichen in der unteren Havelregion zurechtkommen.

Zuverlässiger Partner des Naturparks

Ilona Langgemach sieht darin eine Herausforderung, weniger aber ein Problem. „Wir kommen miteinander gut zurecht“, bescheinigte die Leiterin der Naturparkverwaltung Westhavelland der AG gerne am Samstag beim Pächtertreffen in einer Landwirtschaftshalle. Der Rhinower Amtsdirektor Jens Aasmann würdigte die Genossenschaft als einen wichtigen und zuverlässigen Partner in der Region.

Moderner Betrieb mit Zukunftsperspektive

Der neue Geschäftsführer möchte die AG als einen auf die Zukunft ausgerichteten modernen Landwirtschaftsbetrieb weiterführen. Die Verbesserung der Bodenstruktur durch vermehrten Humusanteil sieht er als eine der wichtigsten Hauptaufgaben der kommenden Jahre, in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis und weiteren Partner bei der Umsetzung eines Klimaschutzprojektes. Von Frieder März möchte Enrico Voigt viel Bewährtes übernehmen und weiterführen.

Enrico Voigt übernimmt nicht alle Thesen

Nur an die These seines Vorgängers „80 Prozent aller Probleme lösen sich über Nacht von alleine“, glaube er nicht, sagte Voigt am Samstag und hatte dabei wohl vor allem den seit Monaten anhaltenden Verfall des Milchpreises im Blick. Die AG bekommt derzeit 19 Cent für den Liter Milch. Das Doppelte wäre nötig um Milch wirtschaftlich produzieren zu können.

Von Norbert Stein

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