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Havelland Volksbank präsentiert gute Bilanz
Lokales Havelland Volksbank präsentiert gute Bilanz
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18:37 05.07.2018
Bei der Generalversammlung der Volksbank Rathenow wurde Bilanz gezogen. Quelle: Katrin Tessin
Rathenow

In Gesprächen mit Bankvorständen fällt es irgendwann – das Wort „Niedrigzinsphase“. Für Bernd Knust und André Wiedenhöft vom Vorstand der Volksbank Rathenow ist das allerdings kein Grund für ein lang anhaltendes Lamento. Die Niedrigzinsphase ist da. „Und ich möchte keine Prognose abgeben, wie lange es noch dauert“, sagt Bernd Knust.

20 Millionen Euro mehr

Die Volksbank Rathenow kann trotz Niedrigzinsphase die Bilanzsumme deutlich steigern. 319 Millionen Euro stehen hier für das vergangene Jahr zu Buche. „Das sind 20 Millionen mehr, als im Jahr davor“, sagt Bernd Knust. Zu verdanken sei das einem vernunftorientierten Konzept, das sich die Bank zur Richtschnur gemacht habe. „Insgesamt ist die Ertragslage zufriedenstellend“, sagt Knust, der vor einigen Tagen erst 345 Mitglieder der Volksbank zur Generalversammlung in der Havellandhalle begrüßte.

18.099 Kunden mit Konten bedeuten insgesamt eine Seitwärtsbewegung, fasst Berns Knust zusammen. „Erfreulich ist aber, dass wir immerhin 2,1 Millionen Euro in die Reserve geben können. Und zudem ist es möglich, den Mitgliedern eine Dividende von drei Prozent auszuzahlen.“

Von links: Günter Stöckel, André Wiedenhöft, Günther Müller, Petra Sandbrink, Bernd Knust und Roy Wallenta. Quelle: Katrin Tessin

Das freut die Mitglieder, für die die Volksbank ein wichtiger Partner vor Ort ist. Das Geschäftsgebiet umfasst das westliche Havelland und den Elb-Havel-Winkel mit fünf Filialen, vier Zahlstellen und acht Geldautomatenstandorten. „Dabei bleibt es auch“, sagt Knust. Vor einigen Jahren wurden sehr kleine Filialen von der Karte genommen, Geldautomaten auch. „Die größte Filiale ist das Internet“, sagt Knust. Vor allem junge Bankkunden wickeln den Großteil der täglichen Bankgeschäfte über das Internet ab.

Abschied vom Team

Zur Generalversammlung verabschiedete sich das Volksbankteam von zwei treuen Weggefährten. Roy Wallenta, ehemals Bürgermeister der Stadt Premnitz, war neun Jahre im Aufsichtsrat der Volksbank Rathenow. Günther Müller ist Landwirt in Kotzen. 25 Jahre war er im Aufsichtsrat dabei. Beide haben die Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder erreicht und Günther Müller bekam für seine langjährige Mitarbeit ein silbernes Ehrenzeichen.

Neu im Aufsichtsrat sind die Rathenower Unternehmer Fred Meier und Petra Sandbrink. Sie stellten sich den Mitgliedern vor und beide freuen sich auf die neuen Aufgaben.

Bei der Generalversammlung der Volksbank Rathenow. Quelle: Katrin Tessin

Bernd Knust bleibt mit Blick auf die kommenden Jahre eher optimistisch. „Wir hatten es in den vergangenen Monaten mit einem gesamtwirtschaftlich aufwärts gerichteten Umfeld zu tun“, sagt er. Drin liegen auch die Ursachen für die zufriedenstellende Bilanz. „Das hat mit dem Zuwachs bei den Kundeneinlagen um 5,7 Prozent gegenüber 2016 zu tun. „Wir sehen ein verstärktes Einlagewachstum und ein Kreditgeschäft, das sich wieder belebt.“

Für den Mittelstand

Natürlich gibt es Risiken, das räumt auch Berns Knust ein. „Aber die sind einem tragbaren Rahmen für die Volksbank“, so der Vorstandsvorsitzende. Zudem sei er zuversichtlich, weil sich die Kunden offenbar an die Volksbank gebunden fühlen. Das Prinzip, auf der die Gründung der Raiffeisenbanken (zu denen die Volksbank zählt) basiert, scheint noch immer aufzugehen. Es ist die Bank der Landwirte, der Handwerker und des Mittelstandes.

3.477 Mitglieder und 65 Mitarbeiter

Die Volksbank Rathenow hat ihr Geschäftsgebiet im Westhavelland und im Elb-Havel-Winkel. Insgesamt gibt es fünf Filialen.

Vier Zahlstellen sind in kleineren Gemeinden in Sachsen-Anhalt. Das sind Orte, wo Kunden zu bestimmten Zeiten persönlich Geldgeschäfte erledigen können, ohne dass es eine Filiale gibt.

Insgesamt sind bei der Volksbank Rathenow 65 Mitarbeiter und Auszubildende beschäftigt. Die Zahl ist seit einigen Jahren fast gleich.

Aufsichtsratsvorsitzender ist Günter Stöckel, den Vorstand bilden Bernd Knust und André Wiedenhöft. Im Aufsichtsrat neu sind die Rathenower Unternehmer Petra Sandbrink und Fred Meier.

Ab dem Jahr 2020, so hofft Knust, könnten sich die Zahlen sogar wieder richtig verbessern. Die Generalversammlung sei darum harmonisch verlaufen. „Einziger Ärger war, dass an dem Abend Deutschland bei der Fußball WM gegen Südkorea ausgeschieden ist.“

Von Joachim Wilisch

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