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Havelland Volkshochschule gefragt wie nie
Lokales Havelland Volkshochschule gefragt wie nie
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06:10 13.07.2016
Mitarbeiter und Dozenten bei der Feier zu „70 Jahre Volkshochschule Havelland“. Quelle: Uwe Frank
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Falkensee

Das ist mathematisch ein Wunder: Die Volkshochschule Havelland feierte in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag und in drei Jahren will sie ihr 100-jähriges Bestehen begehen. Hier werden die Feste nicht gefeiert, wie sie fallen, sondern wie sie historisch nachgewiesen werden. Denn erst jetzt wurde durch einen alten Zeitungsartikel bewiesen, was vorher lediglich vermutet worden war: Die Rathenower Volkshochschule ist 1919 gegründet worden. In Falkensee begann das Volkshochschuldasein 1946. Deshalb vor wenigen Tagen die 70-Jahr-Feier.

Zuspruch ungebrochen

Aber egal, ob 70 oder 100 Jahre, die Volkshochschule erweist sich als moderne Einrichtung, in der man vergeblich nach angestaubten Angeboten sucht. Ja schön, das klassische Tastenschreiben ist nach wie vor dabei. „Das Zehn-Finger-Blindschreiben kann jeder am PC gebrauchen“, sagt Frank Dittmer, Leiter der Volkshochschule Havelland. Und so treffen in diesem Kurs Tradition und Moderne zusammen, gewissermaßen als Sinnbild für die Volkshochschulen selbst. Denn der Zuspruch zu den Einrichtungen ist weiterhin ungebrochen. „Im vergangenen Jahr gab es in Falkensee und Rathenow 580 Kurse, mit 19 000 Unterrichtsstunden und 6300 Teilnehmern“, rechnet Frank Dittmer vor. Auch das neue Semester läuft gut an. Ab heute wird das neue Programmheft ausgeteilt, aber bereits vorher stand das Kursangebot im Internet. Dienstag früh wurden schon 1100 Buchungen gezählt, davon 600 für Rathenow. Die ersten Kurse sind ausgebucht. „Pilates, Töpfern, Schneidern, Wirbelsäulengymnastik und Zumba sind am meisten gefragt“, sagt der Leiter der Schule. Trotz der Nachfrage können da nicht mehr Kurse angeboten werden, weil die Räume fehlen. Die Raumnot bremst manches Angebot aus, zum Beispiele bei den Kochfreunden. „Hier sind wir auf Partner mit Küche angewiesen“, sagt Frank Dittmer, die habe man im Finkenkruger Bürgerhaus gefunden.

Der Fotokurs zeigt in der Volkshochschule in der Poststraße 15 von Falkensee seine Bilder. Demnächst sind sie im Amtsgericht Nauen zu sehen. Quelle: Liane Templin

Insgesamt bietet das neue Semester 306 Kurse, davon 160 in Falkensee und 146 in Rathenow. Allerdings kommen die Westhavelländer auf mehr Stunden, weil hier mehr langfristige Kurse laufen. „In Falkensee haben wir viele kleinere Formate, auch das ist mitunter eine Frage der Räume“, sagt Dittmer.

42 Kurse sind neu oder wieder neu aufgelegt im Programm. Darunter drei Webinare zum Impressionismus in der Kunst, darunter Workshops zu „Yoga meets Qi Gong“, ein Gesundheitsvortrag über den Schlaf, Konfliktmanagement, das suchmaschinengerechte Verfassen von Texten für den Da-Wanda-Shop. Alles rund um den Computer – da ist die Nachfrage groß. Im vergangenen Jahr war ein Kurs, der das Bedienen eines Android-Smartphones und eines Tablets erklärte, so nachgefragt, dass er auch in diesem Jahr wieder angeboten wird.

Viele Integrationskurse

Traditionell bildet der Bereich Sprachen einen großen Bereich in der VHS-Welt. Geradezu explodiert sind die Integrationskurse Deutsch. „Im ersten Halbjahr hatten wir 32 Kurse mit fast 500 Teilnehmern“, sagt Frank Dittmer.

Von Marlies Schnaibel

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