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Volksvertreter aus Leidenschaft

Seit 25 Jahren Stadtverordneter in Friesack Volksvertreter aus Leidenschaft

Der Stadtverordnete Axel Himburg (SPD) ist seit 25 Jahren ununterbrochen Stadtverordneter in Friesack. Damit ist er der dienstälteste Volksvertreter. Erstmals saß er nach den ersten freien Wahlen 1990 für das Neue Forum im Stadtparlament.

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Seit 25 Jahren geht Axel Himburg den Weg zum Rathaus. Keiner in Friesack ist so lange schon Stadtverordneter wie er.

Quelle: Andreas Kaatz

Friesack. Keiner kennt den Sitzungssaal im Friesacker Rathaus so gut wie Axel Himburg. Seit 25 Jahren nimmt er dort an Stadtverordnetenversammlungen teil und ist damit der dienstälteste Volksvertreter in der Fliederstadt. Seit den ersten freien Wahlen 1990 hat er sich ununterbrochen für die Belange der Bürger und der Kommune eingesetzt. Dass er dazu über eine so lange Zeit die Möglichkeit hatte, ist für in erster Linie ein Grund, demütig zu sein. „Dies habe ich den Leuten hier zu verdanken, die mich immer wieder gewählt haben“, sagt er. Himburg denkt, dass es wichtig ist, immer authentisch zu sein und sich auch für jene einzusetzen, die ihn nicht gewählt haben.

Angefangen hatte alles 1989. „Wir gründeten Anfang Oktober das Neue Forum in Friesack, weil wir der Meinung waren, dass sich etwas verändern muss“, sagt der 65-Jährige. Bei den ersten Wahlen 1990 zog dann das Neue Forum mit sechs Abgeordneten als stärkste Kraft ins Friesacker Stadtparlament ein und stellte auch den Bürgermeister. Mit der Zeit hatten sich dann die Parteien immer stärker in Friesack etabliert, bisherige Mitstreiter wechselten dorthin. „1998 war ich noch der einzige vom Neuen Forum“, sagte er und musste damals zunehmend feststellen, dass er als Einzelkämpfer nicht mehr allzu viel bewegen kann.

Deshalb nahm er dann 2003 das Angebot der SPD an, sich auf die Liste der Sozialdemokraten setzen zu lassen, ohne aber sofort in die Partei einzutreten. Fortan saß er in der SPD-Fraktion. Fünf Jahre später trat er sogar als Bürgermeisterkandidat an, unterlag erst in der Stichwahl. „In dem Jahr hatte ich als Abgeordneter die meisten Stimmen und bei der Wahl darauf waren es nicht viel weniger“, ist er immer noch stolz. Denn obwohl er auf der Liste einer Partei stand, „so ist es hier auch immer eine Personenwahl“, sagt Himburg, der jetzt sogar schon die zweite Legislaturperiode Vorsitzender der SPD-Fraktion ist.

Für ihn war immer wichtig, die Bürger nicht zu enttäuschen und die Stadt in ihrem Sinne mitzugestalten. Gestalten konnte er auch einiges. So freut er sich rückblickend, dass es gelungen ist, dass der Sportverein seine Anlage in Erbpacht bekommen hat und dass die Vereine seit Jahren Unterstützung von der Stadt erhalten. Außerdem habe sich auch das Stadtbild zum Guten gewendet. Viele Straßen sind erneuert worden, viele Häuser saniert. Die Bahnhofsvorplätze sehen manierlich aus. „Es war mir von Anfang an klar, dass nicht alle Blütenträume reifen, aber die Stadt sieht heute doch viel schöner aus, als vor 25 Jahren.“ Gern hätte er aber verhindert, dass die Schule an den Landkreis geht, und sieht sich nun bestätigt. „Jetzt müssen wir es ausbaden“, sagt Himburg. Die Stadt habe wegen der Schule, für die sie trotzdem viel Geld aufbringen muss, selber kein Geld mehr, um freiwillige Aufgaben wahrzunehmen. Zudem sieht er es als verpasste Chance an, dass es damals nicht gelungen ist, den Golfplatz nach Friesack zu holen. Und er bedauert, dass der Bildungsstandort immer mehr weggebrochen ist.

Auch persönlich war es im Laufe der Zeit nicht immer einfach. Vor allem als vor 20 Jahren seine damalige Frau gestorben war. „Da wollte ich alles hinschmeißen“, erinnert er sich. Seine Familie und viele Friesacker unterstützten ihn, stimmten ihn um.

Wie lange er noch machen will, vorausgesetzt die Leute wählen ihn erneut, weiß er noch nicht. „Ich werde diese Wahlperiode mit Anstand zu Ende bringen und dann sehen wir weiter“, sagt der Mann, der eigentlich für sich schon beschlossen hatte, dass in vier Jahren endgültig Schluss ist. „Für mich ist die Stadtverordnetentätigkeit ein großer Lebensabschnitt, die Arbeit habe ich immer gern gemacht“, sagt der begeisterte Fußballer.

Von Andreas Kaatz

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