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Volle Power im Dallgower Biker-Paradies

5 Jahre „FrissDreck“ Volle Power im Dallgower Biker-Paradies

Seit 11 Jahren bestimmt der BMX-Sport Daniel Jahnkes Leben. Seine Gruppe „FrissDreck“ trainiert seit 5 Jahren neben dem Dallgower Sportplatz in der Hamburger Straße. Ihr diesjähriges Jubiläum feiern die Fahrradverrückten mit waghalsigen Stunts und mutigen Sprüngen.

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Absolute Profiklasse: Daniel Jahnke (27) zeigt auf der Dallgower BMX-Strecke, was er kann.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Dallgow-Döberitz. Gekonnt saust Daniel Jahnke mit seinem Bike über die Dallgower BMX-Anlage. Kleinere Sandhügel meistert er mit Leichtigkeit, dann wird sein Blick entschlossener. Er nimmt die letzte und größte Rampe mit ordentlich Schwung, reißt seinen Lenker hoch und hebt ab. Das BMX-Rad dreht sich um die eigene Achse, Jahnke hat nur noch seine Hände am Lenker – die Zeit scheint still zu stehen, die Augen aller Zuschauer weiten sich, die Münder gehen auf. Nach Sekundenbruchteilen landet der 27-Jährige sicher auf dem Boden. Mit einem breiten Grinsen kommt er hinter dem Lehmhügel hervor. „2012 habe ich diesen Trick das erste Mal geschafft. Das ist schon absolute Profiklasse“, sagt Daniel Jahnke etwas außer Atem.

Zusage für Grundstück an der Hamburger Straße

Mit 16 Jahren hat der Elstaler mit dem BMX-Sport angefangen. „Ich war ganz schön spät dran, aber ich wusste sofort, dass das mein Ding ist. Von da an habe ich in jeder freien Minute trainiert.“ Nur eine richtige BMX-Anlage fehlte dem Fahrradverrückten damals. Gemeinsam mit Freunden baute er in Eigenregie gleich mehrere Strecken im Wald auf, kam jedoch immer wieder mit den zuständigen Behörden in Konflikt. „Das war ja alles nicht offiziell. Umso mehr habe ich mich 2011 über die Zusage der Gemeinde für das Grundstück neben dem Dallgower Sportplatz gefreut“, erinnert sich der 27-Jährige.

Daniel Jahnke (27)

Daniel Jahnke (27).

Quelle: Tanja M. Marotzke

350 Kubikmeter Lehm

Seitdem hat sich auf dem Platz an der Hamburger Straße viel getan. Seit zwei Jahren gibt es sogar eine hölzerne Minirampe, bald kommt noch ein kleiner Spielplatz hinzu, den ein Falkenseer Baumarkt spendiert. „Vor fünf Jahren haben wir rund 350 Kubikmeter Lehm verarbeitet und die Strecke in schweißtreibender Kleinarbeit geformt.“ Da Feuchtigkeit und Kälte erheblichen Schaden anrichten können, muss die Strecke nach jedem Winter wieder neu aufgeschüttet werden – aus Sicherheitsgründen. „Hier in Dallgow zu trainieren ist wirklich Luxus. Wir haben einen Wasseranschluss, einen abschließbaren Zaun, einen eigenen Bauwagen und dürfen sogar die Sportplatz-Toiletten mitnutzen.“ Mittlerweile ist die BMX-Gruppe „FrissDreck“ des SV Dallgow 40 Mitglieder stark und wird von Firmen sowie privaten Sponsoren unterstützt. „Jeder Trainer, der einen Schlüssel hat, ist ausgebildeter Ersthelfer und kennt sich mit der Strecke gut aus. Helm ist bei uns Pflicht“, so Jahnke, der hauptberuflich als Fahrradmechaniker in Falkensee tätig ist. Niklas (10) und Joey (12) stört das ganz und gar nicht. „Wir sind heute das zweite Mal beim Training und wollen unbedingt weitermachen. BMX ist schon jetzt unser Leben.“

Fünf Jahre BMX in Dallgow

Mit dem Frühjahrsfest „Friends Meet Friends“ feiert die BMX-Gruppe am 23. April ab 14 Uhr mit Freunden und Unterstützern ihr fünfjähriges Bestehen auf dem Gelände in der Hamburger Chaussee 171.

Beim großen Sommerfest am 4. Juni zeigen die Fahrer beim BMX-Contest in der Hamburger Straße, unter anderem ihr Können beim Weitspringen.

Das Team von „Friss Dreck“ fährt außerdem beim morgigen Havelländer Familientag im MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien von 13 bis 18 Uhr einige Shows und bietet in den Pausen kleine Workshops an.

Daniel Jahnke sucht für sein Team noch Showfahrer, sowie Workshopleiter und Trainer. Mehr Infos gibt es auf der Internetseite www.frissdreck.com.

Schul-AGs mit 40 BMX-Fans

Seit mehreren Jahren bringt der 27-Jährige außerdem rund 40 Grund- und Oberschülern aus Elstal, Nauen und Dallgow im Rahmen einer Schul-AG das BMX-Fahren bei. „Die Schulen haben alle BMX-Anlagen in ihrer Nähe, was natürlich eine Grundvoraussetzung ist.“ Zurzeit trainieren auch vier Mädchen bei dem Elstaler. „Das ist total cool und die Mädels stellen sich echt richtig gut an. Ich würde mir wünschen, dass sich noch viel mehr Mädchen für den Sport interessieren.“ Am Wichtigsten sei es Jahnke Nachwuchs zu gewinnen und den Sport sowie die Dallgower Anlage am Leben zu erhalten. Dafür ist der 27-Jährige immer unterwegs und investiert viel Zeit in seine Leidenschaft. „Meine Frau und mein Sohn müssen oft auf mich verzichten, unterstützen mich aber in dem, was ich tue.“ Sohn Asgar wird zwar erst zwei, ist aber schon jetzt fast ebenso fahrradverrückt wie Papa Daniel Jahnke.

Von Laura Sander

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