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Vom Heuschnupfen bis zur Laktoseintoleranz

Allergie-Mobil auf Tour in Rathenow Vom Heuschnupfen bis zur Laktoseintoleranz

Bauchschmerzen nach dem Essen, tränende Augen wenn die Birke blüht, Hautjucken ausgelöst durch die Bodylotion – Millionen Menschen in Deutschland leiden an allergischen Reaktionen. Auf der Suche nach Rat nutzten rund 30 Rathenower den Besuch des Allergie-Mobils des Deutschen Allergie- und Asthmabundes in ihrer Stadt um sich beraten zu lassen.

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Reiner Ebel tourt seit sechs Jahren mit dem Allergie-Mobil durch die Republik und berät.

Quelle: Christin Schmidt

Rathenow. Noch bevor Reiner Ebel am Mittwochvormittag mit dem Allergie Mobil auf dem August-Bebel-Platz angekommen war, standen dort die ersten interessierte Bürger. Sie hatten bereits auf ihn gewartet um ihre Fragen und Sorgen rund um das Thema Allergie loszuwerden. Seit sechs Jahren tourt Ebel mit dem zur Beratungsstelle umgebauten Wohnmobil des Deutschen Allergie- und Asthmabundes durch die Republik, um die Menschen zu informieren, aufzuklären und zu beraten.

Laut Schätzungen leiden 35 bis 40 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland ein- oder mehrmals im Laufe ihres Lebens an einer allergischen Erkrankung. Übeltäter Nummer Eins sind Pollen, die uns Heuschnupfen, tränende Augen und häufiges Niesen bescheren. Aber auch Medikamente und Lebensmittel können allergische Reaktionen hervorrufen. Über 20.000 unterschiedliche Auslöser von Allergien kennt man mittlerweile. Umso schwieriger ist es herauszufinden, worauf der Körper reagiert. Zwar kann Reiner Ebel selbst keine Tests durchführen, er hört sich aber die Probleme und Sorgen an und weiß, wer weiterhelfen kann.

„Seit etwa zwei, drei Jahren habe ich ein Brennen auf der Zunge und finde nicht heraus, was die Ursache ist“, erzählt ein 61-Jährige. Ebel fragt, ob bei ihr Allergien diagnostiziert wurden, ob sie bereits einen Arzt aufgesucht hat. Nein, Allergien sind ihr bisher keine bekannt. Ihr Arzt hatte ihr mehr oder weniger zu verstehen gegeben, dass sie mit den unangenehmen Symptomen leben müsse. Dazu gehöre auch, dass sie häufig nach dem Frühstück niesen und husten muss, vor allen dann, wenn sie ein Ei gegessen hat. „Ich denke, dass es von Lebensmitteln oder Konservierungsstoffen kommt“, mutmaßt die Frau. „So etwas herauszufinden ist schwierig, ein niedergelassener Arzt kann da kaum helfen“, erklärt Ebel und empfiehlt der Frau, eine Allergologische Fachklinik aufsuchen. Ein Ratschlag, den er häufiger erteilt, denn das Thema ist sehr komplex und gehört in die Hände von Spezialisten.

Seit 1997 tourt das Allergie-Mobil durchs Land. Neben Hinweisen zur richtigen Diagnostik und zur Allergenvermeidung, versorgt der Verein die Bürger mit jeder Menge Informationsmaterial zu unterschiedlichsten Allergien und Unverträglichkeiten. Sogar einen Lungenfunktionstest kann man vor Ort machen. Nach zwei kräftigen Atemzügen und recht anstrengendem Luftausblasen spuckt das Gerät einen Zettel mit den persönlichen Daten aus. Lungen- und Luftvolumen, Atemstromstärke und anderes mehr. Reiner Ebel erklärt, ob man mit den eigenen Werten im Durchschnitt liegt, also ob alles im grünen Bereich ist. Ansonsten kann er im Allergie-Mobil nur theoretische Hilfe leisten. Aber das allein ist für viele schon der erste Schritt das Leiden zu lindern.

Von Christin Schmidt

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