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Havelland Die Verwaltung bricht auf ins digitale Zeitalter
Lokales Havelland Die Verwaltung bricht auf ins digitale Zeitalter
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23:34 21.02.2018
Für den neuen Internet-Auftritt haben sich die Premnitzer Stadtverordneten extra fotografieren lassen. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Die Stadt Premnitz setzt den nächsten Schritt zum digitalen Sitzungsdienst. Für die neue Sitzungsrunde, die am 27. Februar beginnt, werden die Unterlagen zum letzten Mal an alle Stadtverordneten in Papierform verschickt.

Zur Sitzungsrunde im Juni wird die Verwaltung nur noch ganz wenig Papier auf die Reise schicken. Die weitaus meisten Stadtverordneten und sachkundigen Einwohner nehmen dann teil am neuen System, das Ratsmanager genannt wird.

Sie rufen Einladungen, Tagesordungen, Beschlussvorlagen und Protokolle (Niederschrift genannt) im Ratsinformationssystem auf, das auf der Internetseite der Stadt Premnitz zu finden ist.

Auf der Internetseite der Stadt Premnitz sind die meisten Unterlagen einsehbar. Quelle: Bernd Geske

Von den insgesamt 18 Stadtverordneten und zehn sachkundigen Einwohner der Stadt, teilt Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) mit, nehmen 24 am digitalen Sitzungsdienst teil. Nur vier wünschen ihre Unterlagen weiter auf Papier.

Die Kosten für die Einführung des neuen Systems liegen bei 15 000 Euro, was Software, Installation und Schulungen betrifft. Die Verwaltung geht davon aus, dass ohne Papierversand künftig pro Jahr rund 1000 Euro eingespart werden können.

Im September hatte die Verwaltung damit begonnen, alle Einladungen, Tagesordungen und öffentlichen Vorlagen für die Sitzungen auf der Internetseite der Stadt zu veröffentlichen.

Dort können sie alle Interessierten einsehen. Spätestens eine Woche vor Sitzungsbeginn stehen sie online. Normale Bürger können die Unterlagen dort ansehen, auch ausdrucken natürlich, aber nichtöffentliche Vorlagen bleiben ihnen verborgen.

Stadtverordnete können ein persönliches digitales Büro führen

Stadtverordnete und sachkundige Einwohner bekommen geschützte Zugänge, über die sie komfortabler tätig werden können. Sie können mit der ihnen zur Verfügung gestellten Software gewissermaßen ein persönliches digitales Büro führen. Unter anderem können sie neue Dokumente erstellen, den vorhandenen Dokumenten eigene Erweiterungen und Kommentierungen hinzufügen.

Kurz gesagt: Sie können mit anderen Stadtverordneten digital über den Ratsmanager eine schwungvolle Diskussion führen, ohne dass es für die Öffentlichkeit zu sehen ist.

Gearbeitet werden kann mit fast allen digitalen Endgeräten

Der Ratsmanager kann auf so gut wie allen digitalen Endgeräten verwendet werden. Ein Zuschuss zum Erwerb eines Gerätes ist nicht gezahlt worden.

Bürgermeister Ralf Tebling zeigt sich sehr zufrieden über die Zahl derer, die am digitalen System teilnehmen. Es geht davon aus, dass es nach der Kommunalwahl 2019 keine Abgeordneten mehr geben wird, die Unterlagen auf Papier bekommen wollen.

Von Bernd Geske

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