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Vom Zeitungsleser zum Zeitungsmacher

Start MAZ-Schulreporter Vom Zeitungsleser zum Zeitungsmacher

Am Montag startete das MAZ-Schulreporter Projekt in neue Runde. Mehr als 400 Schüler aus dem Westhavelland nehmen in diesem Jahr teil. Sie lernen nicht nur wie Zeitung gemacht wird, sie können auch selbst Artikel schreiben, die im Lokalteil der MAZ erscheinen.

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Patrick blättert durch die Montagsausgabe der MAZ.

Quelle: Foto: Ch. Schmidt

Rathenow. Wie sieht der Alltag eines Reporters aus? Wann müssen die Zeitungsmacher aufstehen und wann endet ihr Tag? Was bedeutet Recherche? Wie entsteht eine Tageszeitung und wie ist sie aufgebaut? Wer entscheidet, was im Blatt steht und wo wird die MAZ gedruckt? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich die Schüler der sechsten und zehnten Klasse der Förderschule „Johann-Heinrich-Pestalozzi“ in den nächsten vier Wochen intensiv. Sie gehören zu den insgesamt 20 Schulklassen der Region die am MAZ-Schulreporter Projekt teilnehmen. Den ersten Ausflug in die Zeitungswelt unternahmen die Schüler der 6a gleich am Montagmorgen in der ersten Stunde. Auf jedem Tisch lag eine druckfrische Ausgabe der MAZ mit dem Lokalteil für die Region um Rathenow ausgebreitet.

Nick, Justin und Martin hatten die ersten Seiten bereits neugierig studiert. Für die Jungs ist natürlich der Sportteil besonders interessant, denn viele von ihnen spielen selbst Fußball im Schulteam oder im Verein. Chantal, das einzige Mädchen der Klasse, hatte sich noch nicht für ein spezielles Thema entschieden. Dazu hat sie in den nächsten Tagen noch jede Menge Gelegenheit, denn der Deutschunterricht wird nun zum Zeitungsunterricht.

Den Schülern Abwechslung im Unterricht bieten

Gemeinsam werden Chantal und die Jungs mit Hilfe der täglichen MAZ-Ausgaben und bereitgestellten Arbeitsblättern erarbeiten, wie eine Zeitung aufgebaut ist, was zu einem Artikel gehört und welche journalistischen Darstellungsformen es gibt. Für einige von ihnen ist Zeitunglesen nicht einmal Neuland. „Ich habe schon öfter Zeitung gelesen, zu Hause bei meinen Eltern“, erzählt Justin. Unter seinen Mitschülern sind nicht wenige Lesebegeisterte. Alexander zum Beispiel liest gern Bücher über Naturkatastrophen und Martin findet die Buchreihe „Gregs Tagebücher“ toll.

Zeitunglesen in der Schule

20 Schulklassen aus dem gesamten Westhavelland nehmen in diesem Jahr am MAZ-Schulreporter Projekt teil. Neu dabei ist die Förderschule Pestalozzi.

Angemeldet haben sich Schulen aus Rathenow, Milow, Nennhausen und Premnitz.

Mehr als 400 Schüler – 2014 waren es knapp 300 – lesen nun vier Wochen lang täglich die MAZ. Damit geht das Projekt im Westhavelland mit einem Teilnehmerrekord an den Start.

Bis 5. Dezember wird die Zeitung jeden morgen direkt in die Schule geliefert.

 

Kein Wunder also, dass die 6a schon nach der Unterrichtsstunde einen ganzen Artikel nicht nur gelesen hatte, sondern dazu noch den Inhalt kurz zusammengefasst hatte, wie Lehrerin Karola Neumann stolz berichtete. Sie hofft, ihren Schützlingen mit dem Zeitungsprojekt etwas Neues zu bieten, sie fürs Lesen zu begeistern und ihren Horizont zu erweitern. Auch Birgit Scholz, die an der Förderschule unter anderem eine zehnte Klasse in Deutsch unterrichtet, möchte ihren Schülern Abwechslung im Schulalltag bieten. Die Mädchen und Jungen zu begeistern, fällt allerdings nicht immer leicht.

Ein Besuch in der MAZ-Druckerei

Zum ersten Mal nimmt die Förderschule Pestalozzi am MAZ-Schulreporter Projekt teil und ist damit eine von acht Schulen aus der Region, die das kostenlose Angebot der Märkischen Allgemeinen Zeitung nutzen. Zum Projekt gehört aber nicht nur das Zeitunglesen. Alle teilnehmenden Schulklassen sind auch eingeladen verschiedene Exkursionsangebote wahrzunehmen. Birgit Scholz und Karola Neumann haben sich für einen Besuch in der MAZ-Druckerei entschieden.

Am 26. November werden beide Schulklassen gemeinsam nach Potsdam fahren und einen Blick hinter die Kulissen der technischen Produktion einer Tageszeitung werfen. In dem modernen Druckhaus erfahren die Schüler im Detail, wie die MAZ, die sie nun jeden Morgen in den Händen halten, hergestellt wird. „Mein Ziel ist es, dass meine Schüler nach der Exkursion die Erlebnisse in einem kleinen Artikel zusammenfassen, der dann später auch in der Lokalausgabe erscheint. Die Schüler freuen sich schließlich, wenn sie ihren Namen in der Zeitung abgedruckt sehen“, erzählt Karola Neumann.

Jetzt dürfen sich Justin, Martin, Nick, Chantal und die anderen erst einmal über ihr Bild in der Zeitung freuen. Die dürfen sie nach der Schule auch mit nach Hause nehmen und ihren Eltern zeigen.

Begeisterte Schulreporter der 6a der Förderschule Pestalozzi

Begeisterte Schulreporter der 6a der Förderschule Pestalozzi

Quelle: Ch. Schmidt

Von Christin Schmidt

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