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Von Knüttepfriem bis Feuershow

Ketzin/Havel Von Knüttepfriem bis Feuershow

Zum siebten Mal beteiligte sich das Ketziner Museum am Aktionstag „Feuer und Flamme für die Museen“. Drinnen und draußen wurden die Besucher bestens unterhalten.

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Besucherrekord beim 20. Schlachtefest

Draußen vor dem Museum war Stockbrot der Renner.

Quelle: Wolfgang Balzer

Ketzin/Havel. Kinder backten mit ihren Eltern am Feuer Stockbrot, die Band Karlson Acustik und DJ Knut wechselten sich mit unterhaltsamer Musik ab, die Feuerwehr sorgte für Deftiges vom Grill. Clown Malino spielte mit den Jüngsten. Zum siebenten Mal beteiligte sich das Ketziner Museum am Aktionstag Feuer und Flamme.

Die Ketzinerin Beate Hensel sah sich die Fotos von den historischen Fischzügen, die eng mit dem Fischerfest verbunden sind, an. Dabei entdeckte sie auch die heute weitestgehend unbekannten Geräte der Fischer, wie die zwei Meter hohe Aalpuppe aus Weidenruten. „Das Aalfanggerät treibt im Wasser und sucht den Fisch“, heißt es in der Beschreibung. Wer kennt schon noch die „Pulsekeule“, die durch ihre Geräusche die Fische in die Stellnetze trieb. „Schön, dass die historischen Stücke, die eng mit der Stadtgeschichte verbunden sind, erhalten und gezeigt werden und daran auch viele Ketziner ehrenamtlich mitwirken“, lobte Beate Hensel.

In den Räumen des heutigen Museums wurden früher die Klassen 1 bis 4 unterrichtet. Schließlich wurde das Gebäude im Jahre 1854 als Schule gebaut. „In nächster Zeit soll daran ein noch einzurichtendes Klassenzimmer erinnern“, sagte Sylvia Krause, Leiterin des Kultur- und Tourismuszentrums, in dem sich das Museum befindet.

„Solche Sachen habe ich noch nicht gesehen“, lobte Maren Friedrichs aus Etzin nach der Besichtigung der historischen Gerätschaften der Fischer und der Ziegeleiarbeiter. Fischerei in der Havel gehört zu den ältesten Gewerben in der Stadt, denn der Knüttepfriem, ein Gerät zum Netze knüpfen, ist Bestandteil des Stadtwappens, wie im Museum zu erfahren ist.

Mehr noch haben wohl die Ziegeleien die Stadtentwicklung geprägt. Nach dem der städtische Lehrer Adolph Kaselitz um 1850 die Tonvorkommen in Ketzin/Havel entdeckt hatte, gab es bei der Ziegelproduktion und damit verbunden bei der Einwohnerzahl eine rasante Entwicklung, konnten die Besucher erfahren. „Es ist bemerkenswert, dass sich so viele nicht nur für die zahlreichen Schlösser interessieren, sondern, wie heute, immer mehr dafür, wie die einfachen Menschen in den vergangenen Jahrhunderten im Alltag lebten. Das ist im Ketziner Museum anschaulich dargestellt“, lobte Rita Schulz aus Falkensee.

Nach dem Museumsrundgang interessierte sie sich in der benachbarten Sonderausstellung mit den Taschen und Koffern aus der DDR gerade für ein spezielles Exponat, eine „Sanitasche“. „So eine hatte mein Sohn auch immer dabei, wenn er als ehrenamtlicher Sanitäter an Sportveranstaltungen teilnahm“, erinnerte sie sich.

Als dunkel wurde, erwartete die etwa 150 Eltern mit ihren Jüngsten eine Feuershow, bei der so manches „aah“ zu hören war, als sich Feuerspucker betätigten.

Von Wolfgang Balzer

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