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Von Nennhausen ins Outback

Workoalas: Zwei Havelländer entdecken Australien Von Nennhausen ins Outback

Wie leben Australiens Ureinwohner, die Aborigines heute? Was denken sie über die westliche Welt? Wo gibt es die spektakulärsten Strände und Wasserfälle und wie schlägt man sich ein Jahr lang als Backpacker in Down Under durch? Antworten auf diese Fragen wollen Marc-Julien Brüggemann und Johannes Huxdorf in den nächsten zwölf Monaten geben.

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Johannes Huxdorf (l.) und Marc-Julien Brüggemann aus Nennhausen touren ein Jahr lang durch Australien.

Quelle: Workoalas

Rathenow. An Silvester wurde in Sektlaune schon manche kühne Entschluss gefasst, tatsächlich umgesetzt werden wohl die wenigsten. Auch Marc-Julien Brüggemann und sein bester Freund Johannes Huxdorf haben sich zum Jahreswechsel Großes vorgenommen: Ein Jahr lang in Australien leben und arbeiten. Die beiden jungen Männer aus Nennhausen haben an ihrem Neujahrsentschluss festgehalten. Am Mittwoch sind sie in den Flieger nach Down Under gestiegen. Mit Zwischenstopps in Doha (Katar) und Perth (Australien) erreichen sie am 1. August ihr Ziel: Cairns im Nordwesten des Landes. Von hier aus soll das große Abenteuer beginnen - nicht zu zweit, sondern mit einem möglichst großen Publikum.

Für Marc-Julien, dem kreativen Kopf des Duos, war sofort klar, dass möglichst viele Menschen an der Reise teilhaben sollen. Moderne Medien sind seine Leidenschaft, die Kamera sein ständiger Begleiter, was liegt da näher, als aus dem Auslandsjahr ein Projekt zu machen und über diverse Kanäle Menschen aus aller Welt mitzunehmen.

Angekommen in Down Under

Angekommen in Down Under: Johannes (l.) und Marc-Julien unter Palmen in Cairns.

Quelle: Workoalas

Mit Kamera und Laptop ins Outback

Erfahrung als Berichterstatter hat Marc-Julien bereits gesammelt, unter anderem 2014 als MAZ-Jugendreporter für die Paralympics in Sotschi. Dieses Mal will er mit seinem besten Kumpel ein Videotagebuch im Internet veröffentlichen, später soll noch ein Film entstehen. Einen eigenen YouTube-Kanal hat er längst angelegt. Auch eine eigene Facebook-Seite haben die beiden Havelländer, die ab sofort als „Workoalas“ Australien entdecken. Hier finden Daheimgebliebene bereits den ersten kurzen Clip.

Mit der passenden Kameraausrüstung und geeigneter Computertechnik können selbst im Outback tolle Bilder und Filme entstehen. Allerdings sind diese Dinge für junge Menschen, die gerade ihr Abitur gemacht haben, kaum erschwinglich. Unterstützer mussten her und die fand Marc-Julien. Er überzeugte den Kamerahersteller Canon von ihrem Projekt und bekam für die gesamte Reise eine komplette Foto- und Videoausrüstung gestellt. Auch der auf Australien spezialisierte Reiseanbieter HM Touristik greift den havelländischen Abenteurern unter die Arme und spendiert ein Reisestartpaket. Damit ist die Unterkunft für die ersten sieben Tage ebenso gesichert wie eine Karte fürs Mobiltelefon und der Zugang zu einem Backpacker-Jobportal.

Mit Koalas kuscheln

Im Gespräch mit HM Touristik entstand auch die Wortschöpfung „Workoalas“, zusammengesetzt aus dem knuffigen australischen Koalabär und dem englischen Wort „work“ für Arbeit. Das ist nicht nur eingängig, es passt auch inhaltlich, denn die Reise soll eine Mischung aus Arbeit und Vergnügen werden. Die Jungs müssen sich zum einen ihren Lebensunterhalt mit verschiedenen Jobs verdienen, zum anderen wollen sie das Leben genießen und etwa alle zwei Tage ihren YouTube-Kanal mit neuen Filmchen füttern. Es soll aber keine oberflächliche Berichterstattung über die Schönheiten des Landes werden, betont Marc-Julien. „Wir wollen mit Ureinwohnern sprechen, sehen wie sie leben und erfahren, was sie über uns denken. Unser Ziel ist es, das Publikum mitzunehmen und ihnen nicht nur die Vorteile des Backpackens zu zeigen. Natürlich wollen wir auch viele schöne Momente einfangen, zum Beispiel wie wir mit Koalas kuscheln“, sagt der 19-Jährige und strahlt dabei vor Abenteuerlust.

Das Great Barrier Reef ist ihr erstes Ziele, alles Weitere soll sich ergeben. Eine Route haben die beiden nicht geplant. „Wir wollen uns überraschen und alles auf uns zukommen lassen und dann spontan entscheiden, wie lange wir an einem Ort bleiben“, sagt Marc-Julien Brüggemann. Fest steht nur: Es soll kreuz und quer durchs Land gehen. Nach zwölf Monaten Australien – so lange gilt das Visum – würden die beiden Havelländer gern noch etwas Zeit in Neuseeland verbringen. Und dann irgendwann geht es zurück ins Havelland, denn trotz Fernweh – ihre Heimat ist ihnen wichtig.

Von Christin Schmidt

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