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Von Premnitz nach Mailand und zurück

Buga-Tagesgärten Von Premnitz nach Mailand und zurück

Die Buga-Loks sind bereits 2015 Kilometer weit gefahren und sind ein Anziehungspunkt für groß und klein. Sie sollen an die 100-jährige Premnitzer Industriegeschichte erinnern. Beim Bau der Pulverfabrik in Premnitz vor etwa 100 Jahren wurden schon bewusst Grünanlagen angelegt, weiß Stadthistoriker Jürgen Mai. Umfangreicher Baumbestand präge bis heute das Stadtbild.

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Die kleinen Loks fahren bei Wind und Wetter.

Quelle: Thomas Uhlemann

Premnitz. Strömender Regen oder stürmische Tage konnten ihnen nichts anhaben, unermüdlich drehten sie ihre Runden und brachten so manchen Buga-Besucher in nostalgische Stimmung.

Die kleinen Loks im Buga-Bahngarten sind bereits mehr als 2015 Kilometer weit gefahren: Das ist eine Strecke von Premnitz bis nach Mailand und zurück. Für solch kleine Modellfahrzeuge ist das eine erstaunliche Leistung. Die Loks befinden sich in den Tagesgärten in Premnitz, wo auch Kunstobjekte, neue Materialien und Verarbeitungstechniken bewundert werden können. Daneben kann an diesem Ort auch der Wandel der Pflanzen im Lauf der Vegetationszeit bestaunt werden.

Bewusst Grünanlagen angelegt

„Uns war nicht daran gelegen, eine authentische Modellbahnanlage zu schaffen, sondern vielmehr eine Gartenbahn im Bonsai-Format zu zeigen und dabei mit den stilisierten Industrieanlagen auch ein wenig an die 100-jähige Industriegeschichte von Premnitz zu erinnern“, sagte Frank Schröder, Initiator des Bahngartens und Leiter für die technische Umsetzung der Buga.

Beim Bau der Premnitzer Pulverfabrik vor 100 Jahren wurden schon bewusst Grünanlagen angelegt, weiß der Premnitzer Stadthistoriker Jürgen Mai. „Das Werk war durch seine gepflegten gärtnerischen Anlagen bekannt. Gäste, die das Hauptwerktor passiert hatten, glaubten eher in einen Park zu kommen als in einen Chemiebetrieb“, sagt Mai. Umfangreicher Baumbestand präge bis heute das Stadtbild. Seit Jahrzehnten werde die Stadt auch „Premnitz – Stadt im Grünen“ genannt. „Von daher passt die Buga wunderbar zu uns und ist eine Art Zirkelschluss zu unserer Industriekultur,“ ergänzte Jürgen Mai, der das Buch „Premnitz – 100 Jahre Industriestandort“ geschrieben hat.

Piko Spielwaren unterstützt

Während der letzten Monate war der Bahngarten ein großer Anziehungspunkt in den Premnitzer Tagesgärten, sowohl kleine als auch große Besucher hatten viel Freude daran, die kleinen Loks zu beobachten. Die Idee zu diesem Projekt stammte von Peter Schröder aus Wernigerode, der die Realisierung vor Ort leider nicht mehr erleben konnte.

Unterstützung für das Vorhaben erhielt der Buga-Zweckverband von der Firma Piko Spielwaren GmbH aus dem thüringischen Sonneberg, die Schienen, Fahrzeuge und Gebäude zur Verfügung stellte und die auch bei der technischen Wartung zur Seite stand. Zudem steuerte Pekruls Baumschulen aus Marzahne die passenden Bonsai bei.

Von Melanie Höhn

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