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Havelland Von Stölln aus perfekte Sicht
Lokales Havelland Von Stölln aus perfekte Sicht
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02:15 02.10.2015
Eine der neuen Sichtachsen gewährt einen Blick zum Hauptmannsberg nach Rhinow. Quelle: fotos: norbert stein
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Stölln

Als im Jahr 1894 Otto Lilienthal auf der Suche nach einem geeigneten Fluggelände nach Stölln kommt, ist der Gollenberg noch weitgehend unbewaldet. Der 109 Meter hohe Berg bietet ihm gute Bedingungen für erfolgreiche Flugversuche. Damals konnten Spaziergänger noch einen weiten Blick ins Umland genießen. Nachdem Lilienthal 1896 bei einem Flugversuch auf dem Gollenberg verunglückt, bewaldet der Berg. Heute erinnern ein Gedenkstein an der Absturzstelle und ein Denkmal – eine Windharfe – auf der höchsten Erhebung an Lilienthals fliegerische Pionierleistungen zwischen den Bäumen auf dem Gollenberg.

Nun lockt der Gollenberg wieder Besucher zu Spaziergängen mit schönen Blicken ins weite Land. Der Otto-Lilienthal-Verein hat dafür in dem Wald sechs Sichtachsen angelegt. Um dafür die notwendigen Genehmigungen zu bekommen und die Bäumen zu fällen, hat sieben Jahre in Anspruch genommen. Nun ist alles erledigt und die Sichtachsen sind etwa 20 Meter breit. Als letzte noch zu verrichtende Arbeit wurden nunmehr noch Tafeln mit Informationen zu den jeweiligen Blickfeldern aufgestellt.

„Die Arbeit und Mühen haben sich gelohnt. Besucher, die auf den Gollenberg wandern, werden bei klarem Wetter mit schönen kilometerweiten Ausblicken belohnt“, schwärmt Horst Schwenzer, der sich als Vorsitzender des Lilienthalvereins engagiert hat für die Sichtachsen und die dafür angelegten Schneisen.

Die Sichtachse Nummer eins bietet Gollenberg-Spaziergängern einen Blick bis zum Hauptmannsberg nach Rhinow mit dem Fernsehturm. Auf dem Hauptmannsberg absolvierte Lilienthal vor seiner Stöllner Zeit bereits bis zu 250 Meter weite Flugversuche.

Die zweite Sichtachse gewährt einen Blick auf die Fliegerschule Stölln. Die darauf folgende Sichtachse lenkt die Besucherblicke in westliche und leicht nördliche Richtung auf den Ort Stölln. Die Schneise Nummer vier gewährt mit mehr 50 Kilometern den weitesten Blick. Er wird hinüber in Richtung Neustadt an der Dosse und Neuruppin gelenkt. Im Vordergrund erschließen sich dem Besucher zunächst das Denkmal am Absturzort und etwas weiter das Dorf Siegrothsbruch (Gemeinde Dreetz).

In südliche Richtung lenkt die fünfte Sichtachse den Ausblick auf das 16 Kilometer entfernte Rathenow. Bleibt noch die in westliche Richtung angelegte Achse Nummer sechs mit einem Ausblick hinüber nach Havelberg mit seinem Dom.

Von Norbert Stein

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