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Von Superhelden und Freimaurern

Rathenower Heimatkalender Von Superhelden und Freimaurern

Gerade ist die 60. Ausgabe des Rathenower Heimatkalenders erschienen, die mit Geschichten über Helden und herausragende Persönlichkeiten aus der Gegenwart und der Vergangenheit aufwartet. Der Leser erfährt unter anderem etwas über den umtriebigen Kaufmann Gotthelf Sittig und die Stinknormalen Superhelden.

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Zusammentreffen auf der Brücke am Alten Hafen während des zweiten Schwedentags in Rathenow.

Quelle: Uwe Hoffmann

Rathenow. Was sich in und um Rathenow in den letzten 60 Jahren getan hat, das erfährt, wer in den mittlerweile 60 Ausgaben des Rathenower Heimatkalenders blättert. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts bringen umtriebige Hobbyhistoriker das Büchlein heraus und bereiten damit ein Stück Regionalgeschichte für nachfolgende Generationen auf. Gerade ist die neue Ausgabe erschienen, die neben einige historischen Beiträgen auch wichtige Ereignisse des vergangenen Jahres beinhaltet. Sogar die Stinknormalen Superhelden, jene buntkostümierte Gruppe aus dem Havelland, die sich mit verschiedenen Aktionen für die Zukunft unseres Planeten engagiert, wird in dem Heft vorgestellt.

Auch die Montage der neuen Turmspitze der Auferstehungskirche ist im Kalender dokumentiert

Auch die Montage der neuen Turmspitze der Auferstehungskirche ist im Kalender dokumentiert.

Quelle: Bernd Geske

Natürlich fehlt auch ein Rückblick auf das Großereignis des Jahres nicht, die erste länderübergreifende Bundesgartenschau, die 2015 in Rathenow, Brandenburg/Havel, Havelberg, Premnitz und Stölln stattfand. Dazu geben die Optikpark Geschäftsführer Elfie Balzer und Joachim Muus einen Ausblick auf die kommende Saison, in der das 10-jährige Jubiläum des Parks gefeiert wird. Ein kurzes Buga-Resü­mee steuert auch Norbert Ölschläger bei, der als Kanute die Buga vor allem aus Sicht der Wassersportler beurteilt. Zwar lobt er die Gärtner und Landschaftsgestalter, insgesamt aber spricht er von verschenkten Möglichkeiten und vermeidbaren organisatorischen Fehlern. Mit zahlreichen Bildern wird zudem der zweite Schwedentag und die Montage der neuen Turmspitze der Auferstehungskirche dokumentiert.

Heimatkalender bietet regionale Geschichte

16 Autoren haben Texte beigesteuert, die dem Leser die Region um Rathenow und ihre Geschichte näherbringen. Der Premnitzer Werner Coch zum Beispiel hat ein Stück über die wechselvolle Geschichte der fast einhundert Jahre alten Villa am See in Premnitz aufgeschrieben und Heike Brett widmet sich in ihrem Beitrag dem tüchtigen Kaufmann Gotthelf Sittig. Der als klug und energisch beschriebene Geschäftsmann kam 1798 als Zollverwalter nach Milow und zog später mit seiner Frau und zwölf Kindern nach Rathenow, wo er 1814 die Stadtziegelei übernahm. Noch heute erinnert der Name Sittig oder das Kürzel S.R., das für Sittig Rathenow auf zahlreichen Ziegeln made in Rathenow steht, an den Kaufmann.

Leser des Heimatkalenders 2016 können zudem in die Geschichte der Freimaurer in der havelländischen Kreisstadt eintauchen. Wie Dr. Peter Dietze, Vorsitzender des Fördervereins Heimatmuseum der Stadt Rathenow, berichtet, hatte sich hier am 28. Juli 1862 die Tochterloge der „Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland“ unter dem Namen „Friedrich Wilhelm zur Wahrheit und Treue Rathenow“ gegründet. Der Kalender wartet außerdem mit einer Übersicht diverser Veranstaltungen und Initiativen in 2016 auf. Von den Sitzungen des Rathenower Carnevals Clubs über die Veranstaltungen im Kulturzentrum, im Optikpark und in der Musikschule bis zu den Höhepunkten des Jubiläumsjahres der Stadt, die ihren 800. Geburtstag feiert.

Der Kalender für die Heimat

Seit mittlerweile 60 Jahren erscheint der Rathenower Heimatkalender.

Herausgeber ist seit 20 Jahren der Rathenower Heimatverbund e.V. Der Landkreis Havelland und die Stadt Rathenow unterstützen die Arbeit mit Fördermitteln.

Der Kalender kostet vier Euro und ist im örtlichen Buchhandel, in der Touristeninfo am Kirchberg, im Kulturzentrum am Märkischen Platz und im Schreibwarengeschäft Rühle in der Goethestraße.

Von Christin Schmidt

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