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Havelland Von der Nationalgalerie ins Torhaus
Lokales Havelland Von der Nationalgalerie ins Torhaus
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16:04 02.09.2015
Ein erotisches Werk des experimentierfreudigen Künstlers, der Frauen und hochhackige Schuhe besonders gern malt. Quelle: privat
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Rathenow

Er war der Junge, der in der Schule stets mit einem Blatt Papier auf den Knien da saß und den Stift tanzen ließ. Unentwegt malte Gerd Mackensen und nahm dennoch alles auf. Stellten ihn Lehrer mit gezielten Fragen zum Stoff auf die Probe, hatte Mackensen immer die richtige Antwort parat, weiß Eva Lehmann. Die Vorsitzende des Rathenower Memento Vereins kann sich noch gut an den jungen Gerd Mackensen erinnern. Gemeinsam haben sie die Schulbank gedrückt, zusammen gespielt und gelitten, als sie im Abstand von einem Jahr beide den Vater verloren.

Aus dem Jungen mit dem Malblock auf dem Schoß ist längst ein großer Künstler geworden, dessen Werk vor Vielfältigkeit und Experimentierfreude strotzt: Katzen-Porträts, Landschaften, Dorfgeschichten, Voodoo-Blätter, erotischen Skulpturen und immer wieder Frauen und ihre hochhackigen Schuhe. Einen Ausschnitt seines Schaffens ist ab Freitag im Torhaus auf dem Weinbergfriedhof zu sehen. Eva Lehmann ist es zu verdanken, dass ihr Schulfreund nun die kleine Galerie und die havelländische Kreisstadt beehrt. Darauf ist sie natürlich ein bisschen stolz, schließlich hängen Mackensens Bilder an so renommierten Orten wie der Nationalgalerie in Berlin.

Mackensen passte sich nicht dem System an

Schon in den 1970er Jahren wurde der Maler, Grafiker, Fotograf und Bühnenbildner, der bei Günther Horlbeck in Dresden studierte, durch einen Galeristen vertreten und durfte international ausstellen – eine Ausnahme in der DDR. Dennoch war Mackensen keiner, der sich dem System anpasste, betont Eva Lehmann und fügt bestimmt hinzu: „Er war einfach gut in dem,

was er tat“. Heute sind Gerd Mackensens Arbeiten in allen bedeutenden Sammlungen vorhanden und vom 4. September bis Anfang Oktober auch im Torhaus in Rathenow zu sehen. Gezeigt werden hier im Wesentlichen Arbeiten auf Papier, die in den letzten Jahren entstanden.

Electronic-Dream aus Bad Belzig spielen in der Auferstehungskirche. Quelle: privat

Die Vernissage zur Ausstellung beginnt am 4. September um 18 Uhr mit Musik von Wolf-Eike Schöne. Statt einer Laudatio zu lauschen, will der Künstler mit den Gästen ins Gespräch kommen. So hat er es sich gewünscht. Auch einen Tag später, am 5. September, lohnt sich der Weg zum Weinbergfriedhof, dann gibt es in der Auferstehungskirche ein Konzert mit der Band „Electronik Dreams“. Die jungen Musiker kommen aus Mahlenzien, bei Brandenburg und begeistern seit 2013 mit elektronischen Träumereien das Publikum. Die Mehrheit der Bandmitglieder besteht aus Keyboardern, die gemeinsam mit Sängern und einer Geigenspielerin musizieren. Das Konzert beginnt um 16 Uhr, der Eintritt ist frei.

Von Christin Schmidt

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