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Zwei Bewerber nominiert, dritter ist interessiert

Bürgermeisterwahl Premnitz Zwei Bewerber nominiert, dritter ist interessiert

Im April 2016 wird es in Premnitz eine Bürgermeisterwahl geben. Zwei Bewerber sind bereits von ihren Parteien nominiert, ein dritter zeigt sich interessiert. Spätestens nach der Weihnachtszeit und dem Jahreswechsel wird der Wahlkampf beginnen. Es ist also höchste Zeit, eine erste Bestandsaufnahme zu machen.

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Der Premnitzer Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos) blickt dem Ende seiner zweiten Amtszeit entgegen.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. 2000 erstmals gewählt und 2008 wieder gewählt, das ergibt: 2016 läuft die zweite Amtszeit des Premnitzer Bürgermeisters Roy Wallenta (parteilos) ab. Im nächsten Jahr steht also in der kleinen Industriestadt mit ihren Ortsteilen Döberitz und Premnitz die Wahl eines Stadtoberhauptes an. Der Landkreis hat den Termin festgelegt, teilt die Premnitzer Wahlleiterin Katrin Hamann mit: Der 10. April wird es sein. Sollte im ersten Wahlgang kein Kandidat über 50 Prozent der Stimmen bekommen, wird die Stichwahl am 24. April sein. 7449 Wahlberechtigte, die es in Premnitz gibt, sind aufgerufen, am Urnengang teilzunehmen.

Die Wahlbekanntmachung erfolgt noch im Dezember

Wie es die Fristen verlangen, sagt Wahlleiterin Katrin Hamann, muss die Wahlbekanntmachung bis zum 9. Januar 2016 veröffentlicht werden. Es sei aber bereits entschieden, dass die Veröffentlichung noch im Dezember erfolgt. Die Stadt werde die Unterlagen in ihren vier Bekanntmachungskästen aushängen und auf die ihre Internetseite stellen. Wahlvorschläge – also die vorgeschlagenen Kandidaten – können bis zum 4. Februar 2016 eingereicht werden. Parteien sind berechtigt, Wahlvorschläge einzureichen. Einzelkandidaten können auch antreten, sie müssen aber Unterstützungsunterschriften von wenigstens 36 Premnitzern vorlegen.

Zwei Bewerber um das Bürgermeisteramt sind bereits bekannt: Christian Peter (CDU) und Ralf Tebling (SPD). Bereits im September hatte die SPD bei einem Sommerfest in Mögelin bekannt gegeben, dass der Mögeliner Ortsvorsteher Ralf Tebling ihr Kandidat sein wird. Der Genannte hatte viele Jahre als Parteiloser auf Listen der SPD kandidiert, trat aber nun im Frühjahr in die Partei ein, als in etwa zeitgleich der gemeinsame Ortsverband Premnitz-Milower Land gegründet wurde. Ralf Tebling ist seit 1998 Gemeindevertreter in Mögelin. Seit 2002 ist er Ortsvorsteher und Premnitzer Stadtverordneter. Seit 2012 ist er Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung.

Wahltag ist der 10. April 2016

Termin der Bürgermeisterwahl in Premnitz ist der 10. April 2016. Sollte eine Stichwahl nötig sein, findet sie am 24. April statt.

Wahlberechtigt waren in der Stadt Premnitz bei der letzten Erfassung 7449 Personen.

Wahlvorschläge können eingereicht werden bis zum 4. Februar 2016.

Die Wahlbekanntmachung der Stadt soll noch im Dezember veröffentlicht werden.

Die CDU hat Anfang November Christian Peter für die Wahl des Bürgermeisters nominiert. Er trat 2012 in die Partei ein und wurde in jenem Jahr zunächst Aufsichtsratsmitglied für die Dauerwohnstätte und das Gesundheitszentrum Premnitz. Bei der Kommunalwahl 2014 setzte ihn CDU bereits auf ihren Listenplatz 1. Er ist mittlerweile Vorsitzender des Stadtverbandes seiner Partei und Vorsitzender der Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung.

Bei der letzten Kommunalwahl für die Stadtverordnetenversammlung Premnitz im Mai 2014 bekam Christian Peter 354 Stimmen. Ralf Tebling konnte dabei 255 Stimmen auf sich vereinigen und erhielt 337 Stimmen bei der Ortsbeiratswahl von Mögelin.

Kai Berger (AfD) kann sich vorstellen, bei der Wahl anzutreten

Kai Berger (AfD), der sich bei dieser Kommunalwahl erstmals den Wählern stellte, hatte damals mit 558 Stimmen hinter Christine Milde (SPD, 678) und Jürgen Mulsow (DMP, 659) das drittbeste Ergebnis verzeichnet. Direkt danach befragt, ob mit ihm bei der Bürgermeisterwahl zu rechnen ist, hat Kai Berger geantwortet: „Ich könnte mir vorstellen anzutreten.“ Angesichts des guten Ergebnisses bei der Kommunalwahl seien die Voraussetzung nicht schlecht. Am 14. Januar, teilt er mit, gebe es eine Kreisversammlung der AfD. Dort stehe seine Nominierung für die Bürgermeisterwahl mit auf dem Programm.

Den Amtsinhaber Roy Wallenta, der Ende Dezember 64 Jahre wird, hatte bislang niemand in Betracht gezogen. Vor wenigen Monaten hat das Land indes die Altersgrenzen für Landräte und hauptamtliche Bürgermeister aufgehoben. Konkret auf die Wahl angesprochen, hat er gesagt: „Im Moment kann ich mir eher nicht vorstellen zu kandidieren.“ Ein klares Nein war das nicht.

Von Bernd Geske

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